Euro Stoxx im Höhenflug: Anleger setzen wieder auf Zykliker
Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.
Der Euro Stoxx hat zuletzt neue Rekordstände erreicht. Der DAX blieb dagegen zurück, obwohl er als Performanceindex berechnet wird. Stephen Schneider, Analyst der DZ Bank, sieht einen Grund in der unterschiedlichen Zusammensetzung der Indizes.
Im DAX sind Industriewerte stärker gewichtet. Diese entwickelten sich zuletzt schwächer. Der Euro Stoxx wird dagegen stärker von Banken geprägt. Diese holten deutlich auf und stützten den Index.
Nach Einschätzung der DZ Bank richten Anleger ihren Blick wieder stärker auf zyklische Branchen. Besonders Technologiewerte gewannen relativ zum Markt deutlich an Schwung. Energiewerte halten zwar noch ihre Spitzenposition, verloren in den vergangenen zwei Wochen aber rund zehn Prozent.
Am unteren Ende bleiben defensive Branchen. Automobilwerte schaffen seit Monaten nicht den Sprung aus der Schlussgruppe. Noch schwächer zeigt sich der Pharmasektor. Das spricht laut DZ Bank dafür, dass defensive Aktien derzeit weniger gefragt sind.
Für den Euro Stoxx sieht Schneider aktuell keine Anzeichen für eine nachhaltige Konsolidierung. Die DZ Bank bevorzugt weiter Branchen mit hohem Beta, also stärkerer Marktbewegung. Dazu zählen Technologie, Grundstoffe und Banken.
Technologiewerte stehen nun an der Spitze der zyklischen Branchen. Die Fantasie rund um Künstliche Intelligenz gewinnt wieder an Kraft. Davon profitieren vor allem Halbleiterhersteller und Ausrüster. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt mit 31,9 zwar über dem langfristigen Median von 26,9. Für 2027 sinkt es aber auf 25,5 und für 2028 auf 21,6. Zugleich erwartet die DZ Bank ein jährliches Gewinnwachstum von 21,5 Prozent.
Grundstoffwerte bleiben interessant, auch wenn ihre relative Stärke zuletzt nachließ. Die Branche gilt als Frühindikator für die Konjunktur. Die Bewertung wirkt günstig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt für 2026 bei 13,2 und damit deutlich unter dem langfristigen Median von knapp 20. Für 2027 sinkt es auf 11,0 und für 2028 auf 10,3.
Banken sind nach einer kurzen Schwächephase zurück in der Spitzengruppe. Aus Sicht der DZ Bank ist ihr Aufholpotenzial noch nicht ausgeschöpft. Die Rentabilität hat sich verbessert. Zudem stützen hohe Dividendenrenditen und die Fantasie rund um das Investitionspaket der Bundesregierung.
Auch die Gewinnschätzungen steigen. Der Konsens erwartet für Banken von 2026 bis 2028 ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von rund 9,5 Prozent. Anfang 2025 lag dieser Wert noch bei 1,2 Prozent pro Jahr.
Für Anleger bleibt die Botschaft klar
Der Euro Stoxx wird derzeit vor allem von zyklischen Branchen getragen. Technologie und Banken liefern die stärksten Signale. Der DAX hat wegen seiner stärkeren Industriegewichtung dagegen mehr Mühe, neue Rekordstände zu erreichen.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11AB1 , DE000NB58DK7 , DE000NB6WPE2 , DE000NB6RER8 , DE000NB32LM1 , DE000NB6RFP9 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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