Blockchain-Daten zufolge startete das Land mit rund 13.000 BTC in das Jahr, aber nach sukzessiven Verkäufen in kleineren Tranchen werden die verbleibenden staatlichen Reserven aktuell auf weniger als 5.000 BTC geschätzt.
Im Gegensatz zu anderen Nationen, die ihre Krypto-Bestände meist durch Beschlagnahmungen erlangen, hat Bhutan die Coins durch staatliches Bitcoin Mining mittels überschüssiger Wasserkraft angesammelt. Nach Jahren der reinen Akkumulation vollzieht der Staatsfonds nun offenbar den strukturellen Übergang zur Monetarisierungsphase, um volkswirtschaftliche Initiativen zu finanzieren.
Der Zeitpunkt der Verkäufe fällt mit einem erhöhten wirtschaftlichen Druck auf den globalen Mining-Sektor zusammen, der seit dem Halving 2024 unter halbierten Blockbelohnungen und steigender Network Difficulty leidet. Eigentlich plante Bhutan in Kooperation mit Bitdeer den massiven Ausbau der Kapazitäten auf 600 Megawatt, verzeichnet zuletzt aber eine Verlangsamung der Expansion. Marktbeobachter vermuten, dass die Verkäufe auch zur Deckung laufender Betriebskosten der Mining-Anlagen dienen.
Derweil bleibt die Datenlage unklar, denn der Staatsfonds DHI selbst dementierte vor einigen Wochen jegliche Bitcoin-Veräußerungen. Die Analyseplattform Arkham Intelligence führt die Bestandsminderungen auf On-Chain-Transfers zurück. Zwar deuten Überweisungen an Börsen meist auf Verkäufe hin, doch Arkham räumt selbst ein, dass Blockchain-Daten allein keinen endgültigen Nachweis liefern können.
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