Der Goldpreis erlebt den größten Tagesverlust seit Jahren, während Bitcoin kräftig zulegt. Die Märkte suchen neue Stabilität.
In den vergangenen Monaten stand Gold klar im Mittelpunkt der Märkte. Seit Jahresbeginn legte das Edelmetall um beeindruckende 55,5 Prozent zu und galt einmal mehr als sicherer Hafen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Vor allem der sich zuspitzende Zollkonflikt zwischen den USA und China hatte Anleger verunsichert und Kapital in traditionelle Absicherungen wie Gold gelenkt. Die Folge waren eine Rekordnachfrage und steigende Preise – und der Eindruck, das physisches Pendant zu Bitcoin bleibe das Maß aller Dinge, wenn es an den Märkten stürmisch wird.
Doch die Stimmung hat sich gedreht. Am heutigen Handelstag fiel der Goldpreis um 5,6 Prozent, der stärkste Tagesverlust seit Jahren. Auslöser hierfür waren Gewinnmitnahmen nach der massiven Rallye sowie eine leichte Entspannung im geopolitischen Umfeld.
Donald Trump äußerte sich positiv zu den laufenden Handelsverhandlungen mit China, wodurch die Spannungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten vorerst gedämpft wurden. Gleichzeitig suchten Anleger nach neuen Chancen und fanden sie im Krypto-Markt.
Bitcoin reagierte prompt: Während der Goldpreis fiel, kletterte der Kurs der Leit-Kryptowährung von rund 107.500 US-Dollar auf 114.000 US-Dollar (+5,75 Prozent). Damit gewinnt das Narrativ des “digitalen Goldes” wieder an Stärke. Auch Ethereum (+5,98 Prozent) und Solana konnten deutlich zulegen (+5,73 Prozent).
Preisperformance Bitcoin (schwarze Linie) vs. Gold (orangene Linie) seit Jahresbeginn / Quelle: TradingView
Rückblickend war der Markt jedoch auch für Bitcoin turbulent. So kam es am 10. Oktober während einer großen Liquidationswelle zu einem kurzfristigen Rücksetzer von 121.000 auf 103.500 US-Dollar. Dennoch konnte sich die Kryptowährung seitdem stabilisieren und in einem schwierigen Umfeld relative Stärke beweisen.
Die Frage bleibt: Wer ist der wahre sichere Hafen? Während Gold nach seiner Rekordrallye schwächelt, überzeugt Bitcoin mit seiner Widerstandskraft und seinem Momentum. Das Edelmetall mag der Klassiker bleiben, doch der digitale Herausforderer wird immer mehr zur echten Alternative.
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