Braucht Bitcoin 1 Billion US-Dollar für die nächste Rallye?

Pascal Grunow Pascal Grunow
Pascal Grunow Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

 | 
aufrufe Aufrufe: 1098
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Eine goldene Bitcoin-Münze.
© bodnarchuk/iStock Editorial / Getty Images Plus/Getty Images www.gettyimages.de
Bitcoin könnte laut CryptoQuant für die nächste große Kursrallye mehr als 1 Billion US-Dollar frisches Kapital benötigen, vor allem von institutionellen Investoren.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Während Krypto in ihren Anfangsjahren bereits mit vergleichsweise geringen Kapitalzuflüssen spektakuläre Kursgewinne erzielte, werden für die nächste große Aufwärtsbewegung inzwischen völlig andere Dimensionen benötigt.

Neue Daten des Analyseunternehmens CryptoQuant zeigen, dass Bitcoin für vergleichbare Kursanstiege heute ein Vielfaches des Kapitals benötigt als noch vor wenigen Jahren. Demnach könnte eine neue Rallye in dem Ausmaß sogar mehr als eine Billion US-Dollar an frischem Kapital erfordern.

Am Montagvormittag notiert Bitcoin bei 62.885 US-Dollar und liegt damit 4,88 Prozent im Wochenplus.

Immer mehr Kapital für immer geringere Renditen

Werte aus dem Artikel:
Bitcoin 61.998,250 -1,28%

Die von CryptoQuant ausgewerteten Daten verdeutlichen, wie stark die sogenannte Kapitaleffizienz von Bitcoin im Laufe der Jahre gesunken ist. Während im ersten großen Bullenmarkt des Jahres 2011 Nettozuflüsse von lediglich rund 2,8 Milliarden US-Dollar ausreichten, um den Bitcoin-Kurs um etwa 55.000 Prozent steigen zu lassen, hat sich dieses Verhältnis inzwischen drastisch verändert.

Bereits im Zyklus ab 2015 flossen rund 69 Milliarden US-Dollar in den Markt und sorgten für einen Kursanstieg von knapp 10.000 Prozent. Im darauffolgenden Zyklus ab 2018 waren bereits etwa 365 Milliarden US-Dollar notwendig, um eine Rendite von rund 2.000 Prozent zu erzielen.

Der aktuelle Marktzyklus, der seit 2022 läuft, markiert einen weiteren Rückgang der Kapitaleffizienz. Laut CryptoQuant flossen bislang rund 697 Milliarden US-Dollar neues Kapital in Bitcoin, was bislang zu einem Kursanstieg von etwa 689 Prozent geführt hat.

Deutlich wird der Wandel auch beim Blick auf den Kapitalbedarf für eine Kursverdopplung. Im Jahr 2011 genügten laut den Daten rund 5 Millionen US-Dollar, um den Bitcoin-Preis zu verdoppeln. Heute wären dafür rund 101 Milliarden US-Dollar erforderlich.

Institutionelle Anleger müssen übernehmen

Für den CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju sind die Zahlen jedoch kein Signal für das Ende des Bullenmarktes. Vielmehr sieht er darin einen Hinweis darauf, dass Bitcoin in eine neue Entwicklungsphase eingetreten ist.

Seiner Einschätzung nach könne eine weitere explosive Kursrallye durchaus stattfinden – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Bitcoin künftig als bedeutender makroökonomischer Vermögenswert etabliert werde und nicht länger überwiegend von privaten Anlegern oder kurzfristigen ETF-Zuflüssen abhängig sei.

Nach seiner Einschätzung müsste der Markt dafür künftig mehr als eine Billion US-Dollar an zusätzlichem Kapital aufnehmen können.

ETF-Abflüsse sprechen kurzfristig gegen das Szenario

US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im vergangenen Monat rekordhohe Mittelabflüsse. Gleichzeitig beendete Bitcoin das erste Halbjahr mit einer negativen Performance. Damit entwickeln sich ausgerechnet jene Kapitalströme, die laut der bullischen These künftig durch institutionelle Investoren ersetzt werden sollen, derzeit rückläufig.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend