Bislang nutzt Texas den iShares Bitcoin Trust von BlackRock als Zwischenlösung für seine strategische Reserve. Die dafür vorgesehenen Mittel in Höhe von zehn Millionen US-Dollar sollen künftig jedoch in direkt verwahrte Bitcoin umgewandelt werden. Der Staat würde dadurch nicht mehr nur indirekt über einen börsengehandelten Fonds investiert sein, sondern die Kryptowährung selbst halten.
Die Ausschreibung sieht vor, dass der ausgewählte Anbieter den Erwerb, die Verwahrung und die laufende Verwaltung der Bestände übernimmt. Auch soll er Liquiditätsdienstleistungen bereitstellen und einen Übergangsplan vorlegen, der die Umwandlung der bestehenden ETF-Position innerhalb von 60 Tagen nach Vertragsabschluss ermöglicht.
Neben hohen Sicherheitsstandards verlangt Texas auch umfangreiche Transparenzmaßnahmen. Geplant ist eine öffentliche Internetseite, auf der die gehaltenen Bitcoin-Bestände sowie deren aktueller Wert nachvollziehbar dargestellt werden. Auch andere qualifizierte Kryptowährungen könnten künftig Teil der Reserve werden.
Zudem hat die amtierende Rechnungsprüferin Kelly Hancock die Mitglieder des neuen Beratungsgremiums für die strategische Bitcoin-Reserve vorgestellt. Dem Ausschuss gehören Fachleute aus den Bereichen Investmentmanagement und Unternehmensführung an. Sie sollen Empfehlungen zur Verwahrung und zum Risikomanagement der Bestände erarbeiten.
Befürworter der Reserve sehen in BTC ein langfristiges strategisches Anlagegut. Aus ihrer Sicht kann die Kryptowährung dazu beitragen, staatliche Vermögenswerte gegen Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten abzusichern. Mit dem geplanten Wechsel zur direkten Verwahrung gehört Texas zu den ersten US-Bundesstaaten, die eine eigene Bitcoin-Infrastruktur auf staatlicher Ebene etablieren wollen.
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