Brian Armstrong, Mitgründer und CEO der Krypto-Börse Coinbase, äußert sich ungewöhnlich deutlich zu dem Film “Finding Satoshi”. “Es ist die durchdachteste Herangehensweise, die ich zu diesem Thema gesehen habe und ich vermute, dass ihr die richtige Antwort gefunden habt”, so Armstrong.
Die Dokumentation basiert auf einer vierjährigen Untersuchung unter Leitung des Autors William Cohan und des Privatdetektivs Tyler Maroney. Regisseur Tucker Tooley beschreibt das Projekt als konsequent evidenzbasiert und betont den Anspruch, eine endgültige Antwort auf die Frage nach Satoshis Identität zu liefern. Die Kombination aus klassischer Recherche und investigativer Analyse soll dabei neue Erkenntnisse hervorgebracht haben.
Satoshi Nakamoto hatte das Bitcoin Whitepaper im Jahr 2008 veröffentlicht und sich wenige Jahre später aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seitdem ranken sich zahlreiche Theorien um die Identität der Person oder Gruppe hinter dem Pseudonym. Genannt wurden unter anderem der Kryptograf Hal Finney, Unternehmer wie Elon Musk oder auch Twitter-Mitgründer Jack Dorsey. Belastbare Beweise konnten bislang jedoch nie vorgelegt werden.
Auch frühere Versuche, das Rätsel zu lösen, verliefen im Sande. So sorgte ein HBO-Dokumentarfilm im Jahr 2024 für Aufsehen, als er den Entwickler Peter Todd als möglichen Satoshi identifizierte, ohne dies eindeutig belegen zu können.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Frage bleibt erheblich. Schätzungen zufolge kontrolliert Satoshi Nakamoto mehr als eine Million Bitcoin, die derzeit einen Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar repräsentieren. Eine eindeutige Identifizierung hätte daher nicht nur historische, sondern auch potenziell marktbewegende Konsequenzen.
Ob die neue Dokumentation tatsächlich den Durchbruch bringt, bleibt abzuwarten. Der Film soll am 22. April erscheinen.
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