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Bitcoin-Haltefrist: Sind Krypto-Gewinne durch die geplante Steuerreform bedroht?

Union und SPD arbeiten an einer großen Steuerreform. Im Krypto-Space herrscht Panik, dass die Bitcoin-Haltefrist fällt. Aber ist das realistisch?

Die einjährige Haltefrist auf die steuerfreie Veräußerung von Bitcoin-Gewinnen sei in Gefahr. Das ist eine Sorge, die gerade auf X um sich greift. In einem langen Post verweist unter anderem der bekannte Finfluencer “Techaktien” auf ein vermeintliches Vorhaben der SPD, wonach die Sozialdemokraten im Zuge der geplanten Steuerreform die Haltefrist bei Bitcoin ab 2027 kippen und durch eine 25-prozentige Abgeltungsteuer ersetzen wollten. Laut dem Finfluencer habe die CDU/CSU mit einem Kompromissvorschlag reagiert, wonach Krypto-Gewinne vor 2027 Steuerprivilegien beibehalten sollen.

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Der Beitrag ging auf X viral und sorgte für ordentlich Schnappatmung bei Krypto-Anlegern. Bekannte Figuren aus der Szene wie der Crashprophet Marc Friedrich oder die ehemalige Bundestagsabgeordnete Joana Cotar teilten den Post.

Doch die dargestellte Behauptung ist falsch. Wie BTC-ECHO aus Unionskreisen mitgeteilt wurde, habe es vonseiten der SPD keine Forderung nach einer Abschaffung der Haltefrist im Zuge der Debatte zur Reform der Einkommenssteuer gegeben. Entsprechend gebe es auch keinen Kompromissvorschlag der Union.

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CDU sagt: Gibt “keinen überzeugenden Grund” für Abschaffung der Haltefrist

Entwarnung gibt auch Olav Gutting. Auf Anfrage von BTC-ECHO schreibt der zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

“Die Abschaffung der einjährigen Haltefrist auf Veräußerungsgewinne aus Kryptowährungen ist im Koalitionsvertrag nicht vereinbart. Aus Sicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion besteht kein Anlass, an der bewährten Regelung etwas zu ändern.”

Die Haltefrist bei Bitcoin gilt für alle sogenannten “anderen Wirtschaftsgüter”. Das umfasst neben der Kryptowährung unter anderem auch Edelmetalle sowie Kunst und Fremdwährungen.

Es gebe keinen “überzeugenden steuerpolitischen Grund”, an dieser Regelung zu rütteln, so Gutting. Und weiter: “Spätestens mit der Einführung des digitalen Euro wäre eine unterschiedliche steuerliche Behandlung gegenüber Fremdwährungsgeschäften kaum noch zu rechtfertigen.”

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SPD fordert “Steuergerechtigkeit” schon länger

Eine konkrete Anfrage an die Bundestagsfraktion der SPD blieb zum Zeitpunkt des Schreibens unbeantwortet. Ein Sprecher des Parteivorstands verwies auf ältere Aussagen der finanzpolitischen Sprecherin Frauke Heiligenstadt, die gegenüber der FAZ eine Abschaffung der Bitcoin-Haltefrist mit mehr “Steuergerechtigkeit” begründete.

Dass die SPD der Steuerfreiheit auf Bitcoin-Gewinne kritisch gegenübersteht, ist derweil kein Geheimnis. Immer wieder hatte die Partei betont, die Jahreshaltefrist abschaffen und Krypto steuerlich mit Aktien gleichsetzen zu wollen.

Wer bei der Krypto-Steuererklärung alles richtig machen will, sollte vor allem auf eine lupenreine Dokumentation achten. Die Tracking-Tools von Blockpit können hier eine Menge Stress ersparen.

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