Technik-Crash bei der CME: Handel mit Rohstoff-Futures gestoppt!

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picture alliance / ZUMAPRESS.com | Piotr Swat
Technikpanne bei der CME: Ein Ausfall in den Rechenzentren von CyrusOne hat am Freitag den globalen Terminhandel lahmgelegt. Rohstoff-, Zins- und Index-Futures standen still – Experten warnen vor heftigen Marktreaktionen bei Wiederaufnahme des Handels.
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Ein technischer Ausfall hat am Freitag den globalen Futures-Handel massiv beeinträchtigt. An der Chicago Mercantile Exchange (CME), einem der wichtigsten Handelsplätze für Rohstoff- und Finanzfutures, wurde der elektronische Handel vorübergehend komplett gestoppt. Ein Sprecher des Börsenbetreibers bestätigte gegenüber Bloomberg, dass eine Störung in den Rechenzentren des Dienstleisters CyrusOne dafür verantwortlich war.

Nach ersten Informationen kam es zu Problemen im Kühlsystem der Datenzentren. Die betroffenen Systeme wurden vorsorglich heruntergefahren, um mögliche Schäden zu verhindern. Techniker arbeiten bereits an der Fehlerbehebung, ein Zeitplan für die Wiederaufnahme des regulären Handels wurde zunächst nicht genannt.

Besonders betroffen waren Energie-Futures wie WTI-Rohöl und Benzin sowie Palmölkontrakte, die über die CME-Infrastruktur abgewickelt werden. Händler in Asien berichteten, dass der letzte Handel im WTI-Kontrakt am Freitag gegen 10:47 Uhr Ortszeit in Singapur erfolgte – kurz darauf kam der Handel zum Erliegen. Der Ausfall traf die Märkte in einer Phase ohnehin niedriger Liquidität nach dem Thanksgiving-Feiertag in den USA.

Auch Zins- und Aktienindex-Futures, darunter US-Treasuries und S&P-500-Kontrakte, waren von der Unterbrechung betroffen. Selbst im Devisenhandel traten Störungen auf, etwa beim weit verbreiteten EBS-System.

Werte aus dem Artikel:
Brent Crude Ölpreis 72,7856 $ -3,45%

Marktbeobachter sehen Risiken für die Preisbildung, sollten die Märkte unter diesen Bedingungen wieder öffnen. Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets, verwies auf die ungewöhnlich geringe Handelsaktivität, die die Wahrscheinlichkeit abrupter Marktbewegungen bei Wiederaufnahme des Handels erhöhen könnte – insbesondere bei Treasuries, Währungen und Energieprodukten.

Die CME Group betreibt mehrere bedeutende Terminbörsen, darunter die Chicago Board of Trade und die New York Mercantile Exchange. Ausfälle wie dieser sind zwar selten, können aber weitreichende Folgen für die globalen Finanzmärkte haben, wenn mehrere Anlageklassen gleichzeitig betroffen sind.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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