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Ölpreise steigen - Straße von Hormus und Ölreserven im Blick

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch mit der Angst vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Straße von Hormus am Persischen Golf gestiegen. Eine Freigabe von strategischen Ölreserven von führenden Industriestaaten bremste zwar die Notierungen. Sie konnte die Preise im Tagesverlauf aber nur für kurze Zeit in die Verlustzone drücken.

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Offshore-Plattform in der Nordsee (Symbolbild).
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Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete am Nachmittag 89,80 Dollar (Dollarkurs) und damit über zwei Prozent mehr als am Vortag. Zuvor war der Preis zeitweise bis auf knapp 93 Dollar gestiegen. Der Rückgang der Notierungen, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen. Zuletzt befeuerten Berichte über angeblich vom Iran in der Meerenge verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung.

Eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus oder durch angrenzende Seegebiete ist mit hohen Risiken verbunden. Ein "unbekanntes Geschoss" habe ein Frachtschiff in der Meerenge getroffen und einen Brand ausgelöst, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Zudem sei im Persischen Golf vor der Küste Dubais ein Massengutfrachter von einem ebenfalls "unbekannten Geschoss" getroffen worden.

Gebremst wurde die Ölpreise durch die größte Freigabe von Notfall-Ölreserven in der Geschichte der Internationalen Energieagentur (IEA). Die Mitglieder des Interessenverbands von Industriestaaten haben sich bereit erklärt, insgesamt 400 Millionen Barrel aus den Reserven zu nehmen. Die 32 IEA-Mitgliedsländer verfügen über 1,2 Milliarden Barrel Öl in der Notreserve. Hinzu kommen laut der in Paris ansässigen Organisation 600 Millionen Barrel Industrievorräte./jkr/jsl/stw

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