NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag nach starken Schwankungen der vergangenen Handelstage infolge der Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs wieder gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli legte um zweieinhalb Prozent auf 105,19 US-Dollar zu.
Im Verlauf der Handelswoche ist es immer wieder zu kräftigen Preisschwankungen am Ölmarkt gekommen, die sich kurz vor dem Wochenende in etwas abgeschwächter Form fortgesetzt haben. Hintergrund sind die Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs und einer damit verbundenen Öffnung der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus, die in den vergangenen Tagen für ein Wechselbad der Gefühle bei den Anlegern gesorgt haben.
Jüngste Aussagen aus den USA und dem Iran waren zum Teil widersprüchlich und ließen zentrale Streitpunkten offen. Es ist daher weiter unklar, ob sich beide Länder nach den erneuten Eskalationsdrohungen der vergangenen Tage einem Abkommen annähern können - eine Entwicklung, die die Ölpreise stark schwanken ließ.
"Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise zuletzt zwar wieder etwas unter Druck gesetzt, aber letztlich hat sich der Preis für Öl der Sorte Brent deutlich über 100 Dollar (Dollarkurs) je Barrel etabliert", kommentierte die Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank (Commerzbank Aktie). Die Anleger haben die weitere Entwicklung im Nahen Osten im Blick. Denn "je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto mehr muss auf die Lagerbestände zurückgegriffen werden", sagte Lambrecht./jkr/stk
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