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Klingbeil sieht Risiken für Wirtschaft durch Iran-Krieg

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat hinsichtlich der Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Wirtschaft vor Panikmache gewarnt. "Es gilt, jetzt kühlen Kopf zu bewahren, Gefahren zu sehen, aber sie auch nicht herbeizureden", antwortete der SPD-Vorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland auf die Frage, ob jetzt die Inflation mit voller Wucht zurückkehre.

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Der Bundesvorsitzende der SPD Lars Klingbeil bei einer Rede im Bundestag.
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"Wir erleben derzeit das, was es in Krisen zunächst immer gibt, nämlich Ausschläge auf den Märkten. Aber Deutschland hat immer wieder gezeigt, dass wir gut und verantwortungsvoll mit Krisen umgehen können." Klingbeil räumte aber ein, dass es "ganz eindeutig" Risiken für das gerade langsam etwas in Schwung kommende Wirtschaftswachstum in Deutschland gebe. "Sie betreffen nicht nur unser Land, sondern international Wirtschaft und Handel."

Wirtschaftliche Folgen des Krieges mit längerer Dauer umso größer

Klingbeil wies darauf hin, dass man jetzt teilweise wieder unterbrochene Lieferketten erlebe. Man könne aber heute noch nicht sagen, in welche Richtung sich die Lage entwickeln werde. "Sicher ist nur: Dieser Krieg sollte so schnell wie möglich beendet", und neue Verhandlungen sollten aufgenommen werden: "Je länger dieser Krieg dauert, desto größer werden auch die wirtschaftlichen Folgen."

Deutschland bekommt die Folgen des Krieges bereits in Form von stark gestiegenen Benzin- und Gaspreisen zu spüren. Dazu sagte Klingbeil: "Hier muss Abzocke verhindert werden." Deshalb werde Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nun schnell prüfen, ob man mit dem Kartellrecht gegen die Mineralölkonzerne vorgehen könne. "Es darf nicht sein, dass die Mineralölkonzerne die Krise ausnutzen und daraus Profit schlagen."

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Klar ist aus Klingbeils Sicht auch, "dass uns dieser Krieg erneut sehr deutlich zeigt, dass wir uns unabhängig von fossiler Energie machen müssen". Das sollte nun auch der Letzte verstanden haben./sk/DP/stk

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