- Die IGBCE warnt vor Folgen des Iran-Kriegs.
- Der Krieg könnte Inflation und Wirtschaftswachstum dämpfen.
- Die Tarifrunde für Chemie- und Pharmaindustrie ist offen.
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Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer langen Schwächephase. Wirtschaftsforschungsinstitute wie das Ifo-Institut erwarten, dass der Iran-Krieg die wirtschaftliche Erholung in Deutschland in jedem Fall dämpfen wird. Je länger der Krieg andauert, desto schwerwiegender werden nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher die Auswirkungen. Zudem erwarten die Ökonomen einen zumindest vorübergehenden Anstieg der Inflation.
Warnung vor "Flächenbrand"
Zudem warnte die Gewerkschaft vor einem "unkontrollierten Flächenbrand" vor allem in der chemischen Grundstoffproduktion. Es drohe der Verlust kompletter Industriecluster. Vassiliadis forderte einen politisch moderierten Prozess für eine konzertierte Konsolidierung der Grundstoffchemie in Europa. Die Produktion von Grundstoffen in energieintensiven Großanlagen bilde das Herz nahezu jedes chemischen Verbundstandorts. "Werden sie abgeschaltet, fehlen den meist direkt angebundenen Anlagen und Betrieben in der weiteren Wertschöpfungskette Vorprodukte, auf die sie zwingend angewiesen sind." Dies könne Tausende Arbeitsplätze gefährden.
Vassiliadis mahnte schnelle Fortschritte bei den Energie- und Emissionskosten an. Im Emissionshandel müssten kostenlose CO2-Zertifikate an energieintensive Firmen länger möglich gemacht werden. Ansonsten würden die Kosten etwa in der kriselnden Chemieindustrie weiter nach oben getrieben.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Tarifrunde
Der Iran-Krieg kommt mitten in der laufenden Tarifrunde für rund 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie, bei der es bisher kein Ergebnis gibt. Die Arbeitgeberseite fordert angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage Lohnzurückhaltung. "Das geht mit uns nicht", sagte Vassiliadis. Die Gewerkschaft will mit höheren Entgelten die Kaufkraft stärken. Vassiliadis sagte mit Blick auf die hohen Inflationsraten nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2022, bis heute seien die Reallohnverluste nicht ausgeglichen. Jetzt drohten infolge des Iran-Krieges neue Inflationsschübe./hoe/DP/jha
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