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Eskalation im Nahen Osten - explodieren jetzt die Öl- und Bezinpreise?

Die Angriffe von Israel und den USA auf den Iran schüren Sorgen vor Lieferausfällen im Nahen Osten. Der Ölpreis zieht an – und damit wächst auch das Risiko steigender Spritpreise in Deutschland.
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Silhouette von Öl-Förderpumpen (Symbolbild).
Quelle: www.gettyimages.de"> - © ssuaphoto / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de: http://www.gettyimages.de
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Die militärische Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran rückt den Ölmarkt schlagartig ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Nach Angaben aus Washington bestätigte US-Präsident Donald Trump den Beginn "großer Kampfhandlungen" im Iran. Israel sprach von einem "Präventivschlag". Noch gibt es keine Hinweise darauf, dass iranische Förderanlagen direkt getroffen wurden. Doch die Nervosität an den Märkten ist spürbar.

Bereits vor dem Wochenende war der Preis für die Nordseesorte Brent Crude auf rund 73 Dollar (Dollarkurs) je Barrel gestiegen – der höchste Stand seit Juli 2025. Händler preisen ein wachsendes geopolitisches Risiko ein. Der Iran zählt mit rund 3,1 Millionen Barrel pro Tag zu den größten Produzenten innerhalb der OPEC und deckt etwa 4,5 Prozent des weltweiten Angebots ab. Wegen bestehender US-Sanktionen exportiert Teheran allerdings deutlich weniger als früher, der Großteil der Ausfuhren geht nach China.

Als größtes Risiko gilt eine mögliche Blockade der Straße von Hormus, jenem Nadelöhr zwischen Persischem Golf und Golf von Oman, durch das täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird. Schon Zweifel an der Sicherheit der Route könnten Versicherungsprämien für Tanker in die Höhe treiben und Lieferketten belasten.

Gleichzeitig versucht das erweiterte Ölkartell OPEC+ gegenzusteuern. Insidern zufolge prüfen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate eine stärkere Ausweitung der Förderung als bislang geplant. Ursprünglich war für April lediglich eine moderate Anhebung um 137.000 Barrel pro Tag vorgesehen. Nun wird über zusätzliche Mengen beraten, um mögliche Ausfälle zu kompensieren und einen Preisschock zu verhindern.

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Wie Reuters am Sonntag unter Berufung auf Ölhänle rberichtet kletterte der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl im außerbörslichen Handel um etwa 10 Prozent auf rund 80 US-Dollar. Analysten sehen deshalb Potenzial für weitere deutliche Preissteigerungen – einige schätzen, dass Brent im Zuge der anhaltenden Unsicherheit bis auf etwa 100 US-Dollar je Barrel steigen könnte, sollte es zu weiteren Störungen im Ölfluss kommen.

Für Verbraucher in Deutschland ist die Entwicklung relevant. Steigende Rohölpreise schlagen erfahrungsgemäß mit Verzögerung auf Benzin- und Dieselpreise durch. Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich Kraftstoffe verteuert. Sollte sich der Konflikt ausweiten oder Lieferströme tatsächlich unterbrochen werden, dürfte sich dieser Trend beschleunigen.

Fazit:

Noch sind die physischen Lieferungen nicht unterbrochen. Doch die geopolitische Risikoprämie steigt. Ziehen die Ölpreise weiter an, dürfte auch das Tanken teurer werden – mit spürbaren Folgen für Verbraucher und Konjunktur. 

Ein kräftiger Anstieg des Ölpreises könnte für Teheran zugleich als strategisches Druckmittel gegenüber Washington dienen. Mit Blick auf die anstehenden US-Zwischenwahlen und Donald Trumps Versprechen niedriger Energiepreise dürfte die US-Regierung laut Analyst John Evans vom Brokerhaus PVM bemüht sein, "ein 100-US-Dollar-Barrel-Szenariol“ zu verhindern – ein Preisniveau, das zuletzt zu Beginn des Ukrainekriegs erreicht wurde.

Redaktion Ariva/MW


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