Ein Outlet-Store des deutschen Online-Modehändlers
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dpa-AFX  | 
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Zalando-Aus bringt Verdi Zulauf

ERFURT (dpa-AFX) - Das Aus des Erfurter Standorts des Online-Händlers Zalando (Zalando Aktie) sorgt bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zumindest für einen kleinen Mitgliederzuwachs. Seit das Unternehmen vor wenigen Wochen seine Schließungspläne öffentlich machte, habe es aus den Reihen der noch bei Zalando Beschäftigten etwa 50 Neueintritte in die Gewerkschaft gegeben. Das sagte der für den Handel verantwortliche Landesbezirksfachbereichsleiter von Verdi, Torsten Furgol, der Deutschen Presse-Agentur.

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"Das sind hauptsächlich Kolleginnen und Kollegen, die sich mit Blick auf Rechtsschutz und Rechtsberatung in der aktuellen Situation schon mal Unterstützung organisieren", so Furgol. Gewerkschaftsmitglieder haben Anspruch auf einen für sie kostenfreien Rechtsschutz in Fragen des Arbeits- und Sozialrechts.

Gleichzeitig gab sich Furgol mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen zur Schaffung eines Sozialplans für die Beschäftigten selbstbewusst. Ziel von Verdi sei es, dafür zu sorgen, dass diese Standortschließung "für den Arbeitgeber so teuer wie möglich ausfällt und es für die Kolleginnen und Kollegen Abfindung gibt, die akzeptabel sind".

Bislang keine Gespräche mit Gewerkschaft

Der Online-Händer Zalando hatte Anfang Januar erklärt, seinen 2012 eröffneten Logistik-Standort in der Thüringer Landeshauptstadt bis Ende September komplett aufgeben zu wollen. Das Unternehmen begründete den Schritt mit einem notwendigen Umbau seines europaweiten Logistiknetzwerks. Dabei hatte Zalando auch angekündigt, mit Arbeitnehmervertretern über die Umstände der Abwicklung des Standorts fair und respektvoll zu sprechen. "Wir werden Verhandlungen mit dem Erfurter Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufnehmen", hieß es in der damaligen Erklärung.

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Laut Furgol hat es allerdings Gespräche über einen Interessenausgleich oder einen Sozialplan jedenfalls mit Gewerkschaftsvertretern bisher nicht gegeben. Realistische Hoffnungen, Zalando von der geplanten Schließung dieses Standorts abzubringen, habe er aber keine mehr, sagte Furgol. "Dass die Schließungspläne zurückgenommen werden, das glaube ich eher nicht."

Beschäftigte auch von Subunternehmen betroffen

Insgesamt seien etwa 20 Prozent der direkt bei Zalando-Beschäftigten in Erfurt bei Verdi organisiert, sagte Furgol. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben an diesem Standort etwa 2.700 Beschäftigte. Der Vorsitzende des Erfurter Betriebsrates, Tony Krause, hatte darauf hingewiesen, das von der Schließung noch hunderte weitere Arbeitnehmer betroffen seien, die bei Subunternehmen beschäftigt seien, die für Zalando in Thüringen arbeiteten - etwa in der Kantine./seh/DP/zb

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