Die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Strausberg-Erkner (WSE) beriet am Nachmittag in nicht-öffentlicher Sitzung erneut über den Wasservertrag, bei dem es im Grunde um Schadstoff-Grenzwerte geht. Eine Entscheidung in dem Gremium dürfte an diesem Mittwoch aber unwahrscheinlich sein. Einige Tesla-Kritiker protestierten mit Transparenten angesichts der Zusammenkunft in Strausberg.
Die neue Runde in dem Streit dreht sich jetzt um Anlagen zu dem ausgehandelten Vertrag. "Wir werden heute darüber diskutieren, aber nicht zu einem Beschluss kommen", sagte der Vorsitzende der Verbandsversammlung und Bürgermeister der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf, Thomas Krieger (CDU). "Das Kleingedruckte kann heute nur besprochen werden."
Der WSE-Verbandsvorsteher André Bähler habe Tesla Anlagen übersandt, die das Unternehmen nicht als letzten Verhandlungsstand akzeptiere, sagte Krieger. Um welche Details es dabei geht, sagte er nicht. "Es ist zäh", so Krieger. Er appellierte, der Verbandsvorsteher und Tesla sollten miteinander Kompromisse suchen. Im April soll die nächste Sitzung der Verbandsversammlung anstehen.
Tesla dringt auf rasche Klarheit und kritisierte, die Anlagen zum Wasservertrag seien im Nachgang zu den Verhandlungen einseitig durch den WSE geändert worden. In einem Brief an die Gemeindevertreter und Bürgermeister in der Verbandsversammlung des WSE hieß es zudem: "Diesen Versuch des WSE, zentrale Verhandlungspunkte der Änderungsvereinbarung im Kleingedruckten der Anlagen zu untergraben, konnten wir verständlicherweise nicht tolerieren."
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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Der Elektroautobauer Tesla hat in Grünheide den Wasserverbrauch gesenkt. Dadurch ändert sich die Abwasserqualität. Knackpunkte waren höhere Grenzwerte bei der Belastung von Schmutzwasser aus dem Werk, sodass ein neuer Wasservertrag ausgehandelt wurde. Das einzige europäische Tesla-Werk von Elon Musk stellt in Grünheide seit März 2022 E-Autos her.
Einige Demonstranten riefen die Bürgermeister dazu auf, dem Wasservertrag nicht zuzustimmen. Sie äußern die Befürchtung, dass er zum Nachteil für die Bevölkerung sei.
Seit mehr als eineinhalb Jahren wird über den neuen Wasservertrag zwischen Tesla und dem Wasserverband Strausberg-Erkner verhandelt. Die Entscheidungen trifft die Verbandsversammlung des Wasserversorgers, dem 16 Mitgliedskommunen angehören./mow/DP/stw
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