Die Analysten von Fundamental Research Corp. haben eine neue Analyse zu Sonoro Gold Corp. vorgelegt. Im Zentrum stehen eine aktualisierte Unternehmensbewertung sowie ergänzte Annahmen zum Goldprojekt Cerro Caliche. Der Bericht stammt von Sid Rajeev, Head of Research bei Fundamental Research, und Nina Rose Coderis, Geologin und Analystin. Die Experten haben ihre Einschätzung um konkrete Parameter zur Projektlaufzeit, zur geplanten jährlichen Goldproduktion und zu langfristigen Goldpreisannahmen erweitert.
Fundamental Research habe für Sonoro Gold ein detailliertes Bewertungsmodell vorgelegt, mit dem die Analysten das wirtschaftliche Potenzial des Projekts Cerro Caliche greifbar machen wollen. Grundlage sei ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell (DCF), mit dem künftige Erlöse aus dem geplanten Minenbetrieb auf ihren heutigen Wert zurückgerechnet würden.
Nach Einschätzung der Analysten gehe das Modell von einer Minenlaufzeit von rund zehn Jahren aus. In diesem Zeitraum unterstellen sie eine durchschnittliche Jahresproduktion von etwa 49.000 Unzen Goldäquivalent. Cerro Caliche fungiere dabei als klarer Mittelpunkt der Bewertung und bilde aus Sicht von Fundamental Research den wesentlichen Werttreiber des Unternehmens. Aus diesen Annahmen leiten die Analysten einen fairen Wert von rund 0,70 kanadischen Dollar je Aktie ab. Fundamental Research macht in ihrer Analyse deutlich, dass diese Einschätzung bewusst langfristig angelegt sei und nicht auf kurzfristige Kursbewegungen abziele, sondern das strukturelle Potenzial des Projekts in einem stabilen Goldumfeld widerspiegeln solle.
Die Analysten weisen darauf hin, dass ihre Bewertung maßgeblich vom angenommenen Goldpreis abhänge. Während frühere Wirtschaftlichkeitsstudien von Sonoro Gold auf einem Goldpreis von 2.000 US-Dollar je Unze basiert hätten, liege der aktuelle Marktpreis deutlich darüber. Fundamental Research habe diesen Umstand in seinem Modell berücksichtigt, ohne von extremen Preisannahmen auszugehen. Gleichzeitig verweisen die Analysten auf die in der Projektstudie ausgewiesenen vergleichsweise niedrigen Anfangsinvestitionen sowie auf Betriebskosten von rund 1.295 US-Dollar je Unze, die in das Bewertungsmodell eingeflossen seien.
Cerro Caliche liege in unmittelbarer Nähe zu mehreren bestehenden oder ehemaligen Minen, unter anderem von Bear Creek Mining, Goldgroup Mining und Agnico Eagle. Die Analysten sehen darin nicht nur Vorteile bei Infrastruktur und Know-how, sondern auch mögliche Übernahmefantasie. Besonders aufmerksam machen die Analysten auf die Situation rund um das benachbarte Cerro-Prieto-Projekt von Goldgroup Mining. Ab dem Jahr 2028 werde Sonoro Gold die Oberflächenrechte in diesem Gebiet kontrollieren, was laut Analysten eine neue Verhandlungsposition schaffen könnte.
Neben der reinen Finanzmodellierung habe Fundamental Research auch den aktuellen Projektstand bewertet. Dabei verweisen die Analysten darauf, dass sich Cerro Caliche weiterhin in der Genehmigungsphase befinde, zugleich aber bereits wesentliche Grundlagen geschaffen worden seien. Besonders hervorgehoben werde, dass bislang nur rund 30 Prozent der bekannten mineralisierten Zonen gebohrt worden seien. Aus Analystensicht rechtfertige dies zusätzliche Annahmen zur möglichen Ausweitung der Ressourcenbasis, auch wenn diese nicht vollständig in der aktuellen Bewertung enthalten seien.
Fundamental Research hebt hervor, dass Management und Verwaltungsrat rund 25 Prozent der Aktien halten. Dies werde als Zeichen einer engen Interessenbindung gewertet. Zudem habe Sonoro Gold zuletzt rund 8 Millionen kanadische Dollar über Kapitalmaßnahmen eingeworben und damit die Bilanz gestärkt. Gleichzeitig stufen die Analysten das Unternehmen als hoch spekulativ ein. Risiken bestünden insbesondere bei Genehmigungen, Goldpreisen und der künftigen Finanzierung.
Fundamental Research nennt vier zentrale Faktoren, die Sonoro Gold aus Analystensicht für größere Goldproduzenten interessant machen könnten: das aktuell hohe Goldpreisniveau, das Übernahmen begünstigt, die Lage des Projekts in einem etablierten Bergbaurevier mit vorhandener Infrastruktur, der zunehmende Bedarf an neuen Reserven, da bestehende Minen in der Region rückläufige Fördermengen verzeichnen, sowie die vergleichsweise niedrigen Produktionskosten des Projekts Cerro Caliche, die das wirtschaftliche Risiko für einen potenziellen Käufer reduzieren könnten.
In einem solchen Umfeld würden laut Fundamental Research Projekte mit vorhandener Infrastruktur und klarer wirtschaftlicher Struktur zunehmend an Bedeutung gewinnen. Sonoro Gold werde in diesem Zusammenhang als ein Projekt eingeordnet, das aus Analystensicht grundsätzlich in das Suchprofil größerer Produzenten passen könne, ohne dass daraus eine konkrete Erwartung abgeleitet werde.
In ihrem Gesamturteil zeigen sich die Analysten von Fundamental Research optimistisch. Sie sehen Sonoro Gold als ein Unternehmen mit einem vergleichsweise einfachen, kostengünstigen Projekt, das von einem freundlicheren politischen Umfeld und hohen Goldpreisen profitieren könne. Zugleich machen sie deutlich, dass der Erfolg maßgeblich von regulatorischen Entscheidungen und der weiteren Projektentwicklung abhänge.
Dieser Artikel gibt ausschließlich die Einschätzungen und Aussagen der Analysten von Fundamental Research Corp. wieder.
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