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Nacht-und-Nebel-Einigung: Samsung entgeht Mega-Streik in letzter Minute

Samsung und seine Gewerkschaft einigen sich im letzten Moment und verhindern so einen Streik mit globalen Folgen für die Chip-Versorgung. Die Aktien von Samsung und SK Hynix schießen hoch.
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Samsung Stand auf der CES
Quelle: - ©iStock
Samsung Electronics Ltd ADR 2.680 € Samsung Electronics Ltd ADR Chart +1,32%
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SK Hynix Inc 1.100 € SK Hynix Inc Chart +6,28%
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Rund 90 Minuten vor Mitternacht Ortszeit stand es fest: Samsung Electronics und seine Gewerkschaft haben sich auf einen vorläufigen Tarifvertrag geeinigt – und damit einen Streik abgewendet, der die globale Chip-Versorgung hätte durcheinanderbringen können. Der geplante Ausstand, der vom 21. Mai bis 7. Juni laufen sollte, ist damit vom Tisch.

Der Druck war enorm. Südkoreas Arbeitsminister Kim Young-hoon trommelte beide Seiten am Mittwochabend noch einmal zusammen – ein unübliches Eingreifen, das zeigt, wie hoch die wirtschaftlichen Einsätze waren. Samsung ist der weltgrößte Hersteller von Speicherchips, die in Smartphones, Elektroautos und KI-Rechenzentren verbaut werden. Die Preise für Speicher haben in den vergangenen Monaten bereits stark angezogen; ein Produktionsstopp hätte die Lage weiter verschärft.

An der Börse kam die Nachricht gut an: Die Samsung-Aktie legte am Donnerstag um bis zu 8,5 Prozent zu, der Leitindex Kospi kletterte um mehr als sechs Prozent. Marktbeobachter hatten das Papier zuletzt als deutlich unterbewertet gegenüber dem Rivalen SK Hynix eingestuft – der Streikrisiko-Abschlag löst sich nun auf. Die Papiere von SK Hynix legten am Donnerstag sogar mehr als 11 Prozent zu.

Kern der Einigung ist ein neues Bonussystem für die Halbleitersparte. Ab 2026 sollen Mitarbeiter am Gewinn beteiligt werden – der Bonustopf speist sich aus 10,5 Prozent des Halbleitergewinns, ausgezahlt in Aktien statt in Bar. Ein Drittel der Anteile darf sofort verkauft werden, der Rest ist bis zu zwei Jahre gesperrt. Die Zielmarken sind ehrgeizig: Für die Jahre 2026 bis 2028 ist ein jährlicher Gewinn von umgerechnet rund 133 Milliarden US-Dollar angepeilt.

Hinzu kommt eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 6,2 Prozent für 2026, verbesserte Kinderbetreuungszuschüsse sowie günstigere Wohnungsdarlehen.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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