Was für ein Debakel: Crash in Südkorea, Samsung und SK Hynix stürzen ab – auch Micron betroffen!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
In den vergangenen Monaten kannten südkoreanische Basiswerte kaum ein Halten mehr, doch jetzt entlädt sich die steile Rallye in massivem Verkaufsdruck.
Nicht nur im vergangenen, sondern auch in diesem Jahr gehörte der südkoreanische Aktienmarkt zu den weltweit am besten performenden Märkten. Vor allem dank der hohen Indexgewichtung der Speicherchip-Hersteller Samsung und SK Hynix zauberte der Leitindex Kospi eine nicht enden wollende Rallye auf das Parkett. Gehebelte Wetten und Aktienkäufe auf Kredit befeuerten die Rekordjagd zusätzlich.
Doch inzwischen agieren Anlegerinnen und Anleger immer nervöser. In den zurückliegenden zwei Wochen kam es mehrfach zu Handelsunterbrechungen aufgrund hoher Kursverluste – so zum Beispiel auch nach den in der vergangenen Woche von Samsung vorgelegten, sehr starken Quartalszahlen.
Während sich internationale Investoren zuletzt im Rekordtempo vom südkoreanischen Aktienmarkt zurückgezogen haben, griffen vor allem Privatanlegerinnen und -anleger zu. Doch das scheint die Kapitalabflüsse nicht aufhalten zu können, denn zum Wochenauftakt kam es erneut zu crashartigen Kursverlusten.
Samsung und SK Hynix führen den Abverkauf an
Im Mittelpunkt des Geschehens standen einmal mehr Samsung und SK Hynix. Die Aktie des führenden Herstellers für Speicher mit hoher Bandbreite (HBM) crashte um 15,4 Prozent und beendete den Handel am Tagestief – ein Indiz dafür, dass der Verkaufsdruck noch nicht vorbei sein dürfte. Nicht besser sah es für Samsung aus, dessen Anteile 10,7 Prozent verloren. Insgesamt verlor der Kospi dadurch 9 Prozent an Wert
Gegenüber seinen noch vor einem Monat erzielten Rekordnotierungen hat der südkoreanische Leitindex mittlerweile 27,5 Prozent an Wert verloren. Das entspricht einem Crash wie aus dem Lehrbuch und bedeutet aus technischer Perspektive einen neuen Bärenmarkt. Anlegerinnen und Anleger werden sich auf weitere Verluste einstellen müssen.
Auch andere Halbleiterwerte betroffen
Dass die asiatischen Märkte nach dem Wochenende schwach eröffnen würden, war mit Blick auf die erneut eskalierenden Spannungen im Nahen Osten mit sich widersprechenden Berichten zum Status der Straße von Hormus zwar abzusehen, da Volkswirtschaften wie Südkorea und Japan in hohem Maße von Energieimporten aus der Golfregion abhängig sind. Dass ausgerechnet die Speicherchip-Hersteller den Abverkauf anführen würden, ist jedoch überraschend, nachdem SK Hynix am Freitag noch ein fulminantes Zweitlisting an der Technologiebörse Nasdaq mit einem Plus von 12,8 Prozent gefeiert hatte.
Zum Handelsauftakt in Europa verfehlen die nächtlichen Kursverluste in Asien ihre Wirkung nicht. Während der Preis für ein Barrel Brent um knapp 4 Prozent steigt, stehen auch die europäischen Leitindizes unter Druck und starten mit roten Vorzeichen in die Woche.
Zu den größten Verlieren gehören auch hier Halbleiterwerte. Im DAX büßt Infineon über zwei Prozent ein, US-Werte wie Micron verlieren sogar bis zu 6 Prozent an Wert. Damit zeichnet sich ein Ende der monatelang nicht zu bremsenden Halbleiter-Rallye jetzt immer deutlicher ab. Damit steigt der Druck auf ASML und Taiwan Semiconductor, die am Mittwoch und Donnerstag ihre Quartalszahlen vorlegen werden, den Erwartungen der Anlegerinnen und Anleger gerecht zu werden.
Monatelang dominierten Halbleiterwerte das Kursgeschehen – sowohl am US-Markt wie auch in Südkorea, wo die Kurse lange nur eine Richtung kannten. Doch jetzt entlädt sich der zuvor massive Kaufdruck in ebenso massivem Verkaufsdruck mit crashartigen Verlusten bei Anlegerlieblingen wie Samsung und SK Hynix.
Das führt zu Kursverlusten innerhalb der gesamten Halbleiterbranche. Auch Anlegerliebling Micron gerät am Montagmorgen unter Druck. Damit trifft der Beginn der US-Quartalssaison auf ein hochnervöses Marktumfeld und erneute geopolitische Spannungen. Anlegerinnen und Anleger sollten sich nicht nur auf weitere Verluste, sondern vor allem auf ein hochvolatiles Handelsumfeld einstellen.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB6RSE6 , DE000NB68GK9 , DE000NB68F97 , DE000NB63CH5 , DE000NB631X7 , DE000NB65XN4 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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