SAP nach den Zahlen: Das sagen jetzt die Analysten!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Der deutsche Software-Riese und DAX-Schwergewicht SAP hat am Donnerstagabend zufriedenstellende Zahlen vorgelegt. Analysten sehen Konzern und Aktie auf Kurs!
Für dich zusammengefasst:
SAP-Aktie stieg um rund 7 Prozent nach Quartalszahlen.
Analysten äußerten sich überwiegend positiv zur Cloud.
CEO Christian Klein kaufte Aktien im Wert von 325.218,90 Euro.
Nach wochen- und monatelangen Kursverlusten sind die Quartalszahlen von SAP am Donnerstagabend mit großer Spannung erwartet worden. Die Verunsicherung unter Anlegerinnen und Anleger war groß, nachdem die Aktie zuvor ein neues Mehrjahrestief gefallen war und damit ein weiteres Verkaufssignal geliefert hatte.
Dementsprechend machte die SAP-Aktie vor dem Wochenende einen großen Satz nach oben und legte um rund 7 Prozent zu. Zwar stehen gegenüber dem Jahreswechsel noch immer Verluste in Höhe von knapp 35 Prozent zu Buche, doch der Ausblick für eine Erholung hat sich auch dem Urteil der Analystinnen und Analysten zufolge deutlich verbessert. Der Überblick.
Analysten heben vor allem den Cloud-Backlog positiv hervor
Nur wenig beeindruckt von den Quartalszahlen zeigte sich am Freitag Analyst Toby Ogg von der US-Großbank JP Morgan. Er beließ seine Einstufung unverändert bei "Neutral" und bekräftigte sein Kursziel von 175 Euro für die Aktie. Er hob positiv den Cloud-Auftragsbestand um 26 Prozent über den Erwartungen hervor, bemängelte jedoch das schwächere operative Abschneiden und den Margenrückgang. Sein Kursziel gehört zu denen am unteren der Bandbreite, er gilt laut TipRanks, einem Vergleichsportal für Wall-Street-Analystinnen und -Analysten, als überdurchschnittlich zuverlässiger Experte.
Deutlich positivere Worte fand Johannes Schaller von der Deutschen Bank. Er bestätigte seine Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von 200 Euro. Schaller sprach in seiner Einschätzung von einem starken zweiten Quartal und stellte die These auf, dass sich die Cloud-Erlöse sowie das währungsbereinigte Wachstum des Konzerns ab 2027 beschleunigen dürften. Auch Schaller gilt als überdurchschnittlich erfolgreich.
Beim US-Research-Haus Jefferies traut man SAP (SAP Aktie) noch etwas mehr zu. Hier nannte Experte Charles Brennan, der bei TipRanks noch besser als seine beiden Kollegen zuvor abschneidet, einen fairen Wert von 210 Euro für die Aktie. Auch seiner Einschätzung nach stellte der Auftragsbestand bei Cloud-Aboverträgen die größte positive Überraschung dar. Er erwartet angesichts der "niedrigen Bewertung" der Aktie einen kurzfristigen Schub.
Vor allem Bernstein und der CEO sind unverändert optimistisch
Trotz eines geringfügig von 276 auf 273 Euro gesenkten Kursziels gehört das Analystenhaus Bernstein unverändert zu den größten Fans der Aktie. Experte Richard Ngyuen, ebenfalls ein als überdurchschnittlich erfolgreich geltender Analyst, bekräftigte seine Bewertung mit "Übergewichten". Er betonte ein "gesundes" Wachstum, auch wenn es bei den Margen "ein wenig Lärm" gegeben habe. Er sieht in dem Cloud-Backlog einen Wachstumskatalysator, der Sorgen um eine nachhaltig nachteilige Margenentwicklung besänftigte. Ferner sprach er von einem Management, das "dazu gelernt habe".
Tatsächlich gab es auch aus dem Management, wenn man so will, einen Vertrauensbeweis über die Pressemitteilungen und die Unternehmensdokumente hinaus. Wie eine Meldung an die Börsenaufsichtsbehörde BaFin belegt, schlug CEO Christian Klein am Freitag bei der Aktie zu und kaufte die Erholung. Insgesamt 325.218,90 Euro nahm er hierfür in die Hand.
Aktie mit wichtigem Kursanstieg, aber noch ohne Befreiungsschlag
Unter dem Eindruck starker Zahlen, positiver Analystenkommentare und des Insider-Kaufs durch den eigenen Vorstandsvorsitzenden verteuerte sich die SAP-Aktie vor dem Wochenende um rund 7 Prozent.
Damit konnte sie sich deutlich von ihren bisherigen Jahrestiefs absetzen, die Gefahr erneuter Kursverluste ist jedoch weiterhin hoch, da unverändert noch keine prozyklischen Kaufsignale, wie der Sprung über die 50-Tage-Linie, vorliegen.
Was jedoch Mut macht, sind die bullishen Divergenzen in den technischen Indikatoren RSI und MACD. Solange deren Aufwärtstrends gegen den Trend der Aktie anhalten, ohne dass diese neue Verkaufssignale geliefert hat, besteht die Chance auf eine Trendwende.
Fazit: Die Anzeichen für eine nachhaltige Erholung verdichten sich
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung steht für 2026 ein KGVe von 18,3 zu Buche, das im kommenden Geschäftsjahr auf 15,8 sinken soll. Das wäre sowohl im historischen als auch im Branchenvergleich sehr günstig – insbesondere gegenüber Erzrivale Oracle schneiden die Walldorfer gut ab, zumal hier sorgsam mit Geld umgegangen wird und die Bilanz statt hoher Schulden ein Nettovermögen aufweist. Damit liefert auch die fundamentale Seite Argumente für höhere Notierungen.
Nach den jüngsten Updates ihrer Einschätzungen kommt die SAP-Aktie jetzt bei insgesamt 26 Studien auf 19 Kaufempfehlungen sowie 3 weitere zum Übergewichten der Anteile. Zum Halten raten insgesamt vier Analystenstimmen, während SAP kein einziges Mal zum Reduzieren oder Verkaufen empfohlen ist. Im Mittel wird ein fairer Wert von 200,94 Euro genannt. Das impliziert ein Kurspotenzial von fast 57 Prozent.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB68674 , DE000NB69HG3 , DE000NB7B0T7 , DE000NB5BA57 , DE000NB5BA08 , DE000NB5J8S6 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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