- Die EU startet ein Bietverfahren für sieben KI-Gigafactories.
- Bis zu zehn Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln stehen bereit.
- Die Frist für Angebote endet am 12. November 2026.
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Das ambitionierte Vorhaben bündelt bis zu zehn Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln der EU sowie der teilnehmenden Mitgliedstaaten. Durch diese öffentlichen Anschubfinanzierungen sollen wiederum mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen ausgelöst werden, sodass sich das Gesamtvolumen des Programms auf über 30 Milliarden Euro beläuft.
Europäische Alternative zu AWS, Microsoft
Ziel der Initiative ist es, Europa aus der Abhängigkeit von US-amerikanischen Hyperscalern wie Amazon
EU-Tech-Kommissarin Henna Virkkunen sprach von einem "Meilenstein". "Der Zugang zu Rechenleistung im Gigawatt-Maßstab ist für Europa eine strategische Notwendigkeit, während sich die KI-Entwicklung beschleunigt."
Wie viel Geld fließt nach Deutschland?
Deutschland möchte von der großen Fördersumme ein angemessenes Stück abhaben. Erste Pläne, wichtige deutsche Tech-Unternehmen gemeinsam in einer Art "Deutschland AG" antreten zu lassen, scheiterten jedoch, auch weil SAP (SAP Aktie)
Nun treten verschiedene Player aus Deutschland getrennt voneinander an und stehen damit auch im Wettbewerb untereinander. Dazu gehören die Deutsche Telekom
Zwei Leistungsklassen
Die Vergabe der Mittel erfolgt über die europäische Supercomputing-Initiative "EuroHPC Joint Undertaking" (EuroHPC JU). Das Beschaffungsverfahren unterteilt sich dabei in zwei Förderklassen. Die erste Förderklasse sieht die Unterstützung von bis zu vier Projekten vor. In einer ersten Phase können dafür jeweils bis zu 100 Millionen Euro an EU-Mitteln fließen, gefolgt von weiteren bis zu 400 Millionen Euro in Phase zwei. Voraussetzung ist, dass die ausgewählten Standorte in Phase zwei mindestens das Dreifache der Prozessorkapazität der aktuell leistungsfähigsten europäischen KI-Fabrik bereitstellen.
Die zweite Förderklasse richtet sich an bis zu drei noch größere Infrastrukturprojekte. Hier sind bis zu 200 Millionen Euro EU-Förderung pro Projekt in der ersten Phase und bis zu 800 Millionen Euro in der zweiten Phase vorgesehen. Diese Standorte müssen in der zweiten Phase die vierfache Rechenkapazität der heutigen Top-Einrichtung in Europa erreichen.
Teilnahme der Mitgliedstaaten und Zeitplan
Achtzehn EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden, haben eine gemeinsame Beschaffung mit der EuroHPC JU vereinbart. Die beteiligten Länder verpflichten sich, die bereitgestellten EU-Fördergelder durch nationale Mittel zu ergänzen. Bewerben können sich Konsortien oder Zweckgesellschaften, die private Unternehmen, öffentliche Stellen und Investoren zusammenbringen. Gigafactories können wahlweise an einem einzelnen Standort oder als verteiltes, grenzüberschreitendes Netzwerk errichtet werden.
Die Frist für die Einreichung von Angeboten endet am 12. November 2026. Die Vergabeentscheidungen sollen Anfang 2027 fallen, sodass die Bauarbeiten noch im selben Jahr beginnen können./chd/DP/mis
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
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