2 Zugpferde, viel Show: Erstmals seit 2022 droht den Mag 7 die große Schmach

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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 Alphabet, Microsoft, Tesla, Apple, Nvidia, Amazon and Meta logo displayed on a phone screen and a laptop keyboard are seen in this multiple exposure illustration photo taken in Krakow, Poland on February 19, 2026. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)
picture alliance / NurPhoto | Jakub Porzycki
Die Magnificent 7 wachsen schneller als der Rest des Marktes. Doch ohne Nvidia und Meta bleiben nur 7,5 Prozent übrig. Und im vierten Quartal droht erstmals seit 2022 die Wachablösung. Was heißt das für Ihr Depot?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die sogenannten Magnificent 7 bleiben die Gewinnmaschine der Wall Street, doch der Motor läuft nur noch auf zwei Zylindern. Im dritten Quartal dürften die sieben Technologieriesen ihre Gewinne um 33,2 Prozent gesteigert haben, rechnet der Datenanbieter FactSet vor. Die übrigen 493 Unternehmen im S&P 500 kommen auf 27,7 Prozent. Ohne Nvidia und Meta schrumpft das Plus der Glorreichen Sieben allerdings auf magere 7,5 Prozent.

Auch für den gesamten Index sind wenige Namen entscheidend. Die größten Beiträge zum Gewinnwachstum liefern Micron, Nvidia, Meta, EchoStar und Boeing. Ohne die beiden Chipkonzerne Micron und Nvidia sinkt das Wachstum im S&P 500 von 29 auf 20 Prozent.

Bei Meta, EchoStar und Boeing hilft zudem ein schwaches Vorjahr. Meta hatte damals eine einmalige Steuerbelastung von 15,93 Milliarden US-Dollar verbucht. EchoStar schrieb 16,48 Milliarden US-Dollar ab. Boeing belastete das Programm für die 777X mit 4,9 Milliarden US-Dollar. Gegen solche Werte sieht jedes Ergebnis glänzend aus.

Schon im zweiten Quartal hatten Sondereffekte die Statistik aufgebläht. Alphabet verbuchte rund 98 Milliarden US-Dollar sonstige Erträge, vor allem Buchgewinne auf Beteiligungen. Amazon kam dank seiner Investitionen in Anthropic auf 53,4 Milliarden US-Dollar. Damit lieferten die beiden Konzerne den größten Beitrag zum Gewinnwachstum im Index.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 219,97 $ +1,62%
Microsoft Aktie 531,10 $ -0,14%
Amazon Aktie 260,14 $ -0,95%
Tesla Aktie 388,265 $ +3,89%
Apple Aktie 340,355 $ +0,25%
Meta Platforms Aktie 710,51 $ +2,34%

Ausblick: Die Wachablösung naht

Für das vierte Quartal erwarten Analysten eine Wende. Die Magnificent 7 sollen ihre Gewinne dann nur noch um 23,6 Prozent steigern, der Rest des Index um 30,6 Prozent. Es wäre das erste Mal seit Ende 2022, dass die Technologieriesen beim Gewinnwachstum hinterherhinken. Erste Hinweise auf kommende Ausblicke liefern Meta und Tesla, die am Mittwoch, 21. Oktober, ihre Zahlen vorlegen.

Fazit

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Die Gewinnrallye ruht auf schmalen Schultern. Ohne Nvidia, Meta und Micron sähe das Bild deutlich nüchterner aus. Wer nur auf die großen Technologiewerte setzt, wettet auf wenige Konzerne. Zieht der Rest des Marktes beim Gewinnwachstum vorbei, lohnt der Blick über die Glorreichen Sieben hinaus.


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