Aktienanalyse (Symbolbild)
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Evercore: Diese Aktien könnten jetzt drehen

Evercore sieht nach heftigen Rücksetzern im Tech-Sektor neue Kaufchancen und setzt nun gezielt auf diese stark gefallenen Aktien mit Comeback-Potenzial.
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Während sich die großen Indizes nach einem volatilen Start in den Februar stabilisieren, gerieten einzelne Titel massiv unter Druck. Die Investmentbank Evercore ISI sieht darin jedoch eine Chance – und identifiziert eine Reihe von Aktien, die nach kräftigen Rücksetzern vor einer möglichen Erholung stehen.

Software schwächelt

US-Aktien zeigten sich in den ersten Februarwochen ausgesprochen schwankungsanfällig. Investoren reagierten nervös auf die potenziellen Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Geschäftsmodelle von Softwareunternehmen.

Besonders stark gelaufene Aktien litten unter einer beschleunigten Korrektur – mit einem schleichenden Einbruch im Software-Sektor und einer raschen Abwärtsbewegung bei Bitcoin- und Edelmetallwerten.

Evercore setzt auf überverkaufte Aktien

In dieser Marktphase hat Evercore ISI eine gezielte Aktienauswahl unter dem Titel "Falling Knives Out" vorgestellt. Ziel war es, Aktien zu identifizieren, die zuletzt stark abverkauft wurden, aber strukturell intakt erscheinen und überdurchschnittliches Aufholpotenzial besitzen könnten.

Das von Julian Emanuel geführte Strategenteam filterte gezielt nach Unternehmen, die intern weiterhin mit "Outperform" bewertet sind, zuletzt jedoch deutlich unter Druck geraten waren. Berücksichtigt wurden Aktien mit kräftigen Kursverlusten im laufenden Jahr und auf Jahressicht sowie einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Leerverkäufen.

Die Idee dahinter: Titel, die stark gefallen und zugleich stark geshortet sind, könnten bei einer Stimmungsaufhellung überproportional von einer Erholung profitieren.

Software im Rebound-Fokus

Unter den identifizierten Titeln fanden sich auffallend viele Unternehmen aus dem Software-Sektor. Dazu zählen unter anderem ServiceNow, Salesforce und Workday. Die Titel wurden in der vergangenen Woche deutlich abgestraft, nachdem Investoren befürchteten, dass KI-Lösungen bestehende Geschäftsmodelle im Bereich Unternehmenssoftware unter Druck setzen könnten.

Emanuel schrieb in dem Bericht, dass in Gesprächen mit institutionellen Kunden "nahezu Einigkeit" darüber geherrscht habe, dass Softwarewerte auf dem aktuellen Niveau attraktiv seien.

Neben den bereits genannten Titeln finden sich auf der Liste von Evercore zudem UnitedHealth Group (UnitedHealth Group Aktie), Salesforce, Accenture (Accenture Aktie), Adobe, ServiceNow, Workday, Block, Blue Owl Capital, Samsara, Pinterest, The Trade Desk, SailPoint, Sprouts Farmers Market, Duolingo sowie CCC Intelligent Solutions.

Die Bandbreite reicht damit von Gesundheits- und Beratungsunternehmen über Cloud- und KI-nahe Softwareanbieter bis hin zu Konsum- und Plattformwerten.

Strategen bleiben grundsätzlich bullisch

Über einzelne Titel hinaus bleibt Evercore optimistisch für den Gesamtmarkt. Die Strategen verweisen auf das Ausbleiben einer Rezession, die Aussicht auf Zinssenkungen durch die Federal Reserve sowie vergleichsweise moderate Renditen am langen Ende der Zinskurve. Zudem sei der Kapitalmarktzyklus noch nicht ausgereizt, und die Angst, eine weitere Aufwärtsbewegung zu verpassen, könne zusätzliche Nachfrage generieren.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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