- Die SAP-Aktie hat ein Minus von 44,1 Prozent im Jahr.
- Die Aktie fiel auf ein Mehrjahrestief bei 140 Euro.
- Erholungsversuche wurden immer wieder abverkauft.
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SAP: Anlegerinnen und Anleger warten weiterhin vergeblich
Trotz täglicher neuer Kursrekorde bei Technologiewerten kommt die Aktie von SAP auch weiterhin nicht vom Fleck. Mit einem Minus von 44,1 Prozent gegenüber dem Stand vor einem Jahr sowie von fast 30 Prozent allein in diesem Jahr ist die Underperformance gegenüber dem sonst starken Gesamtmarkt inzwischen dramatisch.
Dass sich die Anteile der Walldorfer dabei in "guter" Gesellschaft anderer Software- und Cloud-Dienstleister wie Microsoft und ServiceNow befinden, dürfte für Anlegerinnen und Anleger kaum ein Trost sein. Ebenso wenig wie die jüngsten Erholungsversuche, nachdem diese immer wieder abverkauft wurden.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
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Halbleiter-Aktien stehlen dem Rest des Marktes die Liquidität
Für die Behäbigkeit der SAP-Aktie gibt es Gründe. Neben der Wachstumsschwäche im Cloud-Geschäft und der Furcht vor einer KI-Disruption ist hierfür aktuell auch die inzwischen euphorische Halbleiter-Rallye verantwortlich.
Die täglich zweistelligen Kursgewinne bei Chip-Werten wie AMD, Intel und Micron wirkt inzwischen als gewaltiger Liquiditätsmagnet. Nicht nur die Software-Branche, sondern ganze Marktsegmente liegen aktuell brach, weil Investoren Kapital in die einzige Branche investieren, von der sie glauben, dass sie sich einer Rezession entziehen könnte, wie sie angesichts der noch immer andauernden Sperrung der Straße von Hormus mit anhaltend hohen Energiegreisen und gestörten Lieferketten immer wahrscheinlicher wird
Doch auch technisch lassen sich Anzeichen finden, dass die Kursflaute von SAP (SAP Aktie) einige Zeit andauern dürfte und sich Anlegerinnen und Anleger auch weiterhin in Geduld üben müssen.

Abwärtstrend zunächst gestoppt, ...
Gegenüber ihren Allzeithochs befindet sich die SAP-Aktie unverändert in einem Abwärtstrend mit hoher Verkaufsdynamik. Zuletzt ist die Aktie bei 140 Euro auf ein Mehrjahrestief gefallen. Hier konnte allerdings ein kurzfristiger Doppelboden etabliert und eine erste Erholungsbewegung eingeleitet werden.
Diese Bodenbildung wurde unterstützt durch bullishe Divergenzen im Trendstärkeindikator MACD, der aber weiter unterhalb der Nulllinie notiert und damit weiter einen Abwärtstrend der Aktie anzeigt. Etwas besser ist die Ausgangslage hier im Relative-Stärke-Indikator (RSI), der sich zuletzt in den neutralen Bereich beziehungsweise in den Bereich erster technischer Stärke vorschieben konnte. Er hat die Erholung der Aktie mit einem eigenen Aufwärtstrend begleitet.
Der Erholungsversuch muss allerdings als gescheitert betrachtet werden, denn bereits an der 50-Tage- beziehungsweise an der Aufwärtstrendlinie traf die SAP-Aktie auf neues Verkaufsinteresse. Am Freitag schloss das Papier in unmittelbarer Nähe zum Wochentief. Das lässt weitere Verluste in der kommenden Woche befürchten.
... doch die Erholung fiel bislang mau aus
Das gegenwärtig wahrscheinlichste Szenario ist, dass SAP erneut auf 140 Euro zurückfällt. Kommt es hier zu einem technisch überzeugenden Dreifachboden, dürfte der nächste Anstiegsversuch erfolgreicher werden und könnte bis zu einem Kursanstieg auf 160 Euro führen. Bleibt der Verkaufsdruck dagegen anhalten hoch, muss mit neuen Verlusten und einem weiteren Verkaufssignal gerechnet werden.
In diesem Fall dürfte die mehrjährige Unterstützung zwischen 120 und 125 Euro angelaufen werden, wo der nächste Bodenbildungsversuch gestartet werden dürfte. Behält der Aufwärtstrend im MACD dabei seine Gültigkeit, würde das zu weiteren bullishen Divergenzen beitragen, die eine mittelfristige Trendwende immer wahrscheinlicher machen würden. Reißt der Abwärtstrend im MACD, wäre das neue Tief allerdings bestätigt.
Fazit: Die Bären haben weiterhin die besseren Karten
Die SAP-Aktie wird die Sorgen um eine anhaltende Wachstumsschwäche sowie eine Disruption des Geschäftsmodelles durch KI nicht los. Gleichzeitig wird am Aktienmarkt aktuell fast ausschließlich in Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte investiert, was anderen Branchen Liquidität entzieht und Erholungsversuche vereitelt.
Wer nicht investiert ist, das aber tun möchte, soll entweder ein prozyklisches Kaufsignal abwarten oder sehen, ob nicht bei 140 Euro ein Dreifachboden gelingt. Ist das nicht der Fall, könnte bei 120 bis 125 Euro eine Einstiegschance entstehen. Wer bereits an Bord ist, sollte sich gegebenenfalls mit einem Stopp knapp unter den bisherigen Jahrestiefs absichern und einen späteren Einstieg auf tieferen Niveaus suchen.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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