ARIVA.DE Redaktion  | 
aufrufe Aufrufe: 609

Neue Favoriten im Euro Stoxx: Hier lauert die nächste Marktchance

Die DZ Bank sortiert ihre Branchenfavoriten neu. Banken fallen raus, defensive Werte verlieren an Reiz. Stattdessen rücken Grundstoffe, Technologie und Chemie in den Fokus.
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Verschiedene Euro-Banknoten.
Quelle: - © pixabay.com/CC0 <a href="https://pixabay.com" rel="nofollow" target="_blank">www.pixabay.com</a>
EURO STOXX 634,85 EURO STOXX Chart -0,79%
Zugehörige Wertpapiere:
S&P 500 7.396 S&P 500 Chart +0,78%
Zugehörige Wertpapiere:
SAP SE 146,20 € SAP SE Chart -3,42%
Zugehörige Wertpapiere:

Die europäischen Aktienmärkte haben einen großen Teil ihrer jüngsten Verluste wieder aufgeholt. Stephen Schneider, Analyst der DZ Bank, sieht darin den üblichen Gewöhnungseffekt nach negativen Nachrichten. Während der S&P 500 bereits neue Rekordstände erreicht hat, hinkt der Euro Stoxx noch etwas hinterher.

Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob die Stärke defensiver Branchen anhält. Besonders im Blick stehen Energie- und Versorgerwerte. Die DZ Bank erwartet zwar, dass der Ölpreis erst in rund einem Jahr wieder das Niveau von 2025 bei etwa 70 US-Dollar je Barrel erreicht. Die erwartete schrittweise Abwärtsbewegung dürfte die Energiebranche aber zunehmend belasten.

Erste Anzeichen für nachlassende Dynamik sind laut Schneider bereits sichtbar. Energie bleibt in der Momentumstrategie der DZ Bank zwar noch auf Platz eins. Versorger folgen auf Platz zwei. Trotzdem berücksichtigt die Bank beide Branchen nicht in ihren Empfehlungen. Defensive Sektoren entwickeln in steigenden Märkten oft nur zeitweise relative Stärke.

Die DZ Bank bleibt deshalb offensiv ausgerichtet. Schneider sieht Chancen, dass der Euro Stoxx sogar neue Höchststände erreicht. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Gesamtmarktes liefert nach seiner Methode noch kein klares Signal für eine nachhaltige Konsolidierung. In einem solchen Umfeld bevorzugt die DZ Bank Branchen mit hohem Beta-Wert.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG6FZE1 , DE000NG6XBH8 , DE000NB6BND3 , DE000NB5J8S6 , DE000NB51AE1 , DE000NB6KGL1 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Damit rücken Grundstoffe, Technologie und Chemie in den Fokus. Banken fallen dagegen nach rund 18 Monaten aus der Spitzengruppe. Für Schneider deutet sich damit ein Ende einer Ära an.

Grundstoffwerte bleiben attraktiv, obwohl ihr Gewicht im Euro-Stoxx-Universum unter einem Prozent liegt. Der Subindex wird stark von ArcelorMittal (ArcelorMittal Aktie) und UPM geprägt. Beide stehen zusammen für rund 60 Prozent des Indexgewichts. Schneider sieht die Branche trotzdem als wichtigen Frühindikator für die Konjunktur. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei gut 15 und damit unter dem Zehnjahresmedian von 19. Für die kommenden zwei Jahre erwartet der Markt weiter ein Gewinnwachstum von mehr als 18 Prozent pro Jahr.

Auch Technologie bleibt bevorzugt. Die Branche hatte zuletzt unter Verlusten und der Schwäche von SAP (SAP Aktie) gelitten. Doch Künstliche Intelligenz sorgt wieder für Rückenwind. Besonders Halbleiterhersteller und Ausrüster profitieren. Die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 28,7 zwar hoch. Die erwartete Gewinnwachstumsrate von mehr als 18 Prozent relativiert das aber.

Chemiewerte holten zuletzt überraschend stark auf. Die Branche reagiert zwar empfindlich auf hohe Energie- und Ölpreise. Gleichzeitig gilt sie als Frühzykliker und könnte von einer besseren Industriekonjunktur überdurchschnittlich profitieren. Für die kommenden 24 Monate erwartet der Konsens ein jährliches Gewinnwachstum von mehr als zwölf Prozent.

Am unteren Ende der Rangliste bleibt das Bild schwach. Der Autosektor konnte sich etwas verbessern. Eine nachhaltige Erholung ist aber noch nicht erkennbar. Auch Luxusgüterhersteller und Medienwerte bleiben abgeschlagen.

Die DZ Bank folgt mit ihrer Strategie dem Prinzip, dass Gewinner häufig Gewinner bleiben. Sie setzt auf Branchen mit relativer Stärke und prüft zusätzlich Bewertung, Gewinnwachstum und Konjunkturaussichten. Für die kommenden Monate zählen deshalb Grundstoffe, Technologie und Chemie zu den Favoriten. Defensive Branchen und Banken verlieren dagegen an Bedeutung.

Autor: sbh-Redaktion/neb


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend