Renk: Steht der Aktie das Schlimmste erst noch bevor?

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Militärfahrzeuge (Symbolbild).
©iStock
Die Anteile des Panzergetriebeherstellers Renk handeln – wieder einmal – in einer hartnäckigen Korrektur. Kommt es noch schlimmer oder ist Besserung in Sicht?
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Rüstungsaktien unter Druck: Wachstum steht in Frage

Deutsche Rüstungsaktien durchleben ein bislang schwieriges Börsenjahr. Nach dem Jahresauftakt noch stark gestartet, drehte sich in den vergangenen Wochen der Wind und die Verkäufe haben überhandgenommen.

Die Vermittlungsversuche im Ukraine-Krieg sowie die bislang ausgebliebene Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran belasten das Sentiment. Dazu kommen am Mittwoch Sorgen um eine möglicherweise langsamere Geschäftsentwicklung als gedacht.

Werte aus dem Artikel:
Hensoldt Aktie 75,62 € -4,13%
RENK Group Aktie 46,21 € -4,97%
Rheinmetall Aktie 1.205,6 € -1,18%
TKMS AG + Co Aktie 71,30 € -2,06%

Die Rheinmetall-Aktie verlor bis zu 8 Prozent und zog auch Hensoldt, TKMS und Renk mit nach unten. Während die drei zuerst genannten noch über einen recht komfortablen Abstand zu ihren letzten Verlaufstiefs verfügen, fehlt bei Panzergetriebehersteller Renk nicht mehr fiel und es drohen neben dem Unterschreiten der Unterstützung bei 50 Euro auch neue Korrekturtiefs und damit ein Verkaufssignal. Ist die Lage aus technischer Perspektive aussichtslos oder gibt es Anlass, auf Besserung zu hoffen?

Absturz auf 30 Euro? Das ist durchaus denkbar

Übergeordnet befindet sich die Renk-Aktie in einem Aufwärtstrend. In den vergangenen 10 Monaten ist das Papier unter dem Strich allerdings kaum vom Fleck gekommen. Das spricht innerhalb des übergeordneten Trends für einen Seitwärtstrend.

Ablesbar wird dieser auch an den sich stetig eintrübenden technischen Indikatoren RSI und MACD. Diese lieferten zunächst bearishe Divergenzen, weswegen sich das Allzeithoch Ende September als Fehlsignal entpuppte und eine Konsolidierung einsetzte.

Die wird aktuell durch die weitere Verschlechterung bestätigt, sodass fallende Kurse zu bevorzugen sind – erst recht, nachdem es kurzfristig zu einem Abwärtstrendkanal gekommen ist, welcher die Aktie nicht nur unter die gleitenden Durchschnitte, sondern auch an die Unterstützung bei 50 Euro geführt hat.

Wird diese nachhaltig unterschritten, würde das ein neues Korrekturtief und damit ein Verkaufssignal bedeuten. Mit Abgaben müsste dann bis mindestens 40 Euro gerechnet werden.  Die nächste Eskalationsstufe läge bei 30 Euro und damit auf dem Tief vom Zoll-Crash im April vergangenen Jahres.

Dieses Intraday-Reversal kam keinen Tag zu spät!

So schwach der Handel am Donnerstag zwischenzeitlich verlaufen ist, so sehr bietet er jetzt jedoch die Chance auf einen Konter der Bullen. Im Chart ist nach einem Intraday-Reversal eine Hammer-Kerze entstanden, die häufig das Ende einer Abwärtsbewegung markiert.

Gleichzeitig ist der RSI bereits in den überverkauften Bereich gerutscht, womit eine Erholung genau an der bei 50 Euro liegenden Unterstützung immer wahrscheinlicher wird.

Allzu groß ist das unmittelbare Erholungspotenzial allerdings nicht. Bereits zwischen 55 und 56 Euro, wo neben der 50-Tage-Linie auch die Oberkante des Abwärtstrendkanals liegt, ist bereits mit dem erneuten Widerstand der Bären zu rechnen. Ist der Kaufdruck jedoch groß genug, bestünde weiteres Potenzial zunächst bis in den Widerstandsbereich um 60 Euro.

Mit Blick auf den MACD muss jedoch festgehalten werden, dass die Aktie aktuell klar in einem Abwärtstrend handelt, der erst verlassen wäre, wenn hier ein Vorzeichenwechsel gelungen ist und sich der RSI wenigstens bis 50 Punkte erholen konnte. Alles bis dahin ist lediglich als Gegenbewegung innerhalb eines intakten Abwärtstrends und nicht als bereits erfolgte Trendwende zu verstehen.

05.02.26 - ARIVA.DE Redaktion


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