- Die Renk-Aktie hat derzeit einen Abwärtstrend.
- Technische Indikatoren weisen bullishe Divergenzen auf.
- Die Unterstützung bei 50 Euro wird momentan gehalten.
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Rüstung "made in Germany" macht schlapp
Deutsche Rüstungswerte hatten bei Anlegerinnen und Anlegern einen zuletzt schwierigen Stand. Auch von neuen geopolitischen Spannungen, aufgeworfen durch die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten, konnten Hensoldt, Renk und Rheinmetall nicht profitieren. Sie werden aufgrund ihrer Produktportfolios nicht als unmittelbare Krisengewinner gehandelt.
Durch die anhaltenden Kursverluste sind die Aktien in charttechnisch schwieriges Fahrwasser geraten. Vor allem die Anteile von Rheinmetall sind jetzt unmittelbar von einer weiteren Korrekturwelle bedroht, wenn sich nicht bald die Käufer zurückmelden.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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Renk-Aktie zwischen Hoffen und Bangen
Doch auch um die Aktie von Panzergetriebehersteller Renk ist gegenwärtig nicht gut bestellt, nachdem es zur Etablierung eines Abwärtstrendkanals und mehreren Verkaufssignalen gekommen ist. Doch es besteht auch Anlass zur Hoffnung, wie der Blick auf den Chart der Aktie zeigt.

Der Trend der Aktie ist jetzt äußerst schwach ...
Gegenüber ihrem IPO vor mehr als 2 Jahren befindet sich die Renk-Aktie in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Dieser ist in den vergangenen 10 Monaten allerdings einem volatilen Seitwärtstrend gewichen, wobei das Kursgeschehen nach einer Korrektur ausgehend vom Allzeithoch auf den Korridor zwischen 50 und 70 Euro verengt wurde.
Hierdurch kam es im Dezember zu einem Death Cross der gleitenden Durchschnitte und damit einem Verkaufssignal. Dieses konnte sich allerdings nicht durchsetzen, da Renk im Bereich von 50 Euro immer wieder auf Kaufinteresse gestoßen ist. Dieses genügte aber wiederholt nicht für einen Befreiungsschlag. Auch der Ausflug über die 200-Tage-Linie Anfang Januar war nur von kurzer Dauer.
Seither handelt die Renk-Aktie in einem Abwärtstrendkanal mit einer Breite von etwa 15 Euro. Das Abrutschen zur Unterkante wurde in den vergangenen Tagen nur vom Unterstützungsbereich bei 50 Euro verhindert, wenngleich die technisch schwache Indikation zunächst für einen Bruch dieser Unterstützung spricht.
... doch bullishe Divergenzen machen Mut
Dass es trotzdem noch nicht so weit gekommen ist, liegt an den stetigen Verbesserungen der technischen Indikatoren. Die zeigen zwar noch immer Schwäche an, konnten sich aber gegen den Trend der Aktie bereits verbessern, womit bullishe Divergenzen vorliegen.
Solche sind häufig die Vorboten von Trendwendebewegungen. Der MACD zeigt unter seiner Nulllinie liegend zwar einen Abwärtstrend der Aktie an, gleichzeitig ist der Vorzeichenwechsel aber zum Greifen nahe, sodass selbst ein geringfügiger Anstieg der Aktie einen neuen Trend und damit ein erstes Kaufsignal anzeigen könnte.
Das macht die technische Ausgangslage jetzt interessant für antizyklisch agierende Anlegerinnen und Anleger, da sie ein klares Setup bietet: Jetzt kaufen und bis mindestens zur Abwärtstrendoberkante halten und damit auf die bullishen Divergenzen setzen. Verkauft wird hingegen, wenn die Unterstützung bei 50 Euro fällt. Dann sollte die Reaktion bei 45 Euro für einen möglichen Wiedereinstieg abgewartet werden.
Fazit: Trader können kaufen, Anleger warten lieber ab
Aus fundamentaler Perspektive hingegen liegt ein weniger klares Setup vor. Zwar ist die Unternehmensbewertung mit dem Aktienkurs deutlich zurückgekommen, doch ein KGVe 2026 von rund 36 (laut MarketScreener) ist alles andere als ein Schnäppchen, wenngleich zumindest das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) mit 0,9 unter dem Branchendurchschnitt von 1,62 liegt.
Während also antizyklisch agierende Techniker ein spannendes Setup vorfinden, sollten sich fundamental agierende Anlegerinnen und Anleger gegenwärtig noch von der Renk-Aktie fernhalten. Ein annehmbares KGVe 2026 von 25 wäre auf Basis der mittleren Gewinnschätzung von 1,41 Euro pro Aktie bei 35,25 Euro gegeben.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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