Produktionsstätte von Pierburg, S.A. (Rheinmetall Gruppe) in Traña-Matiena, Abadiño, Vizcaya, Spanien.
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Fortschritte im US-Ukraine-Friedensplan belasten Rüstungs-Aktien

Ein möglicher Durchbruch bei den US-ukrainischen Friedensverhandlungen erschüttert Europas Rüstungsaktien.
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Die Aussicht auf Bewegung im russisch-ukrainischen Konflikt setzt Europas Rüstungsaktien zum Wochenauftakt spürbar unter Druck. Nach neuen Signalen aus Washington und Kiew über einen überarbeiteten Friedensvorschlag rutschten mehrere Branchenwerte in Deutschland und Skandinavien deutlich ab.

Rheinmetall fällt auf Tief seit April – auch Hensoldt und Renk schwächer

Besonders im Fokus stand erneut Rheinmetall (Rheinmetall Aktie). Die Aktie fiel am Montagvormittag um rund 3 Prozent auf 1.459 Euro – den niedrigsten Stand seit April. Auch Hensoldt büßte weiter ein und notierte mit einem Minus von 2,7 Prozent bei 70,10 Euro auf dem Niveau von Mai. Renk setzte seine bereits am Freitag begonnene Abwärtsbewegung fort und gab weitere 3,1 Prozent auf 48,75 Euro ab. Der schwedische Rüstungskonzern Saab verlor rund 3 Prozent auf 42,35 US-Dollar.

Der europäische Branchenindex Stoxx Europe Aerospace and Defense lag zu Handelsbeginn 0,8 Prozent im Minus und gehörte zu den schwächsten Sektoren des Tages. 

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Genfer Gespräche senden neues Signal

Die Kursbewegungen folgten einer gemeinsamen Erklärung der USA und der Ukraine vom Wochenende. Bei Gesprächen in Genf hatten Vertreter beider Länder einen überarbeiteten Vorschlag für ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges erarbeitet. Die Beratungen seien "hochproduktiv" verlaufen, hieß es. Gleichzeitig betonten beide Seiten, die intensive Arbeit am Entwurf "in den kommenden Tagen" fortzusetzen und sich eng mit den europäischen Partnern abzustimmen.

US-Außenminister Marco Rubio, der die amerikanische Delegation leitete, sprach zwar von Fortschritten, doch blieb die Frage nach künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine offen. 

Analysten bleiben gelassen – strukturelle Aufrüstung Europas intakt

Trotz der deutlichen Kursrücksetzer zeigen sich Analysten weitgehend unbeeindruckt. Viele Experten argumentieren, dass ein diplomatischer Fortschritt am Konflikthorizont wenig an der grundlegenden sicherheitspolitischen Lage in Europa ändere.

David Perry von JPMorgan wiederholte am Montag seine Einschätzung, dass die jüngste Korrektur bei Rheinmetall eher eine langfristige Einstiegsgelegenheit darstellt. Die Aktie hatte sich bis Anfang Oktober mit einem Rekordhoch von 2.008 Euro seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht. Seitdem ist der Titel jedoch um 29 Prozent gefallen, das Jahresplus schrumpfte auf 132 Prozent.

Marktbeobachter verweisen zudem darauf, dass strukturelle Programme zur Wiederbewaffnung und Modernisierung europäischer Streitkräfte weiterlaufen – unabhängig vom kurzfristigen Nachrichtenfluss. 

Autor: Ariva-Redaktion/pg 


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