FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien aus der Rüstungsbranche sind am Montag gegen die allgemeine Kursschwäche an Europas Börsen gesucht gewesen. Die Rüstungsaktien gelten als potenzielle Profiteure der Eskalation im Nahen Osten. Gegen Mittag legten Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) , Renk und Hensoldt zwischen einem und fünf Prozent zu. Papiere des U-Bootherstellers TKMS drehten indes nach anfänglichen Gewinnen ins Minus.
"Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran und die anschließenden Vergeltungsschläge dürften den Blick von Investoren auf Raketenabwehrsysteme richten", schrieb Analyst Charles Armitage von der Citigroup (Citigroup Aktie). Zudem dürften die USA die Rüstungsausgaben aufstocken. Er nannte unter anderen die Systeme Iris-T SLM der Hersteller Diehl und Hensoldt sowie das System Skyranger von Rheinmetall.
"Die Eskalation der Spannungen in der Region sollte den Aktien der europäischen Verteidigungsbranche weitere Unterstützung verleihen", schrieb Chloe LeMarie von der Investmentbank Jefferies. Der Konflikt komme zu zahlreichen ohnehin schon existierenden geopolitischen Spannungen hinzu.
Europaweit war die Rüstungsbranche am Montag gesucht. Die Papiere von BAE Systems (BAE Systems Aktie) beispielsweise verteuerten sich am Mittag um 5 Prozent und erreichten ein Rekordhoch. Mit einem Umsatzanteil von 50 Prozent in den USA würde der breit aufgestellte Waffenproduzent unter den europäischen Herstellern am stärksten von höheren Rüstungsausgaben der USA profitieren, so Charles Armitage von der Citigroup.
In Paris verteuerten sich Thales um 2 Prozent. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Radarsysteme und unterstützt Streitkräfte bei der Sicherung kritischer Infrastruktur. In Mailand gewannen Aktien von Leonardo 3,8 Prozent. Der Technologiekonzern stellt Hubschrauber und Militärflugzeuge her sowie elektronische Überwachungssysteme./bek/tih/nas
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