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1.450 oder 2.200 Euro? Analysten streiten um Rheinmetalls wahren Wert nach Q1-Enttäuschung

Rheinmetall hat im ersten Quartal die Erwartungen deutlich verfehlt – und stieg trotzdem. Zwei Analysehäuser, zwei Welten: Halteempfehlung hier, 63 Prozent Kurspotenzial dort. Was Anleger jetzt wissen müssen.
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Deutsche Militärfahrzeuge in einem Konvoi. (Symbolfoto)
Quelle: - ©iStock
Rheinmetall AG 1.230,4 € Rheinmetall AG Chart -8,29%
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Das schwache Quartalsergebnis ist nach Einschätzung der Analysten vor allem auf Timing-Effekte zurückzuführen. Das Management selbst erwartet, dass rund 64 Prozent des Jahresumsatzes erst in der zweiten Jahreshälfte anfallen werden. Das macht 2026 zu einem stark auf das Jahresende ausgerichteten Geschäftsjahr – und das Verfehlen des zweiten Quartals hätte erhebliche Folgen für die Glaubwürdigkeit der Gesamtjahresprognose.

Rheinmetall hält an seinem Wachstumsziel für das Gesamtjahr fest: Einem Umsatzanstieg von 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro, davon 28 bis 31 Prozent organisch. Rückendeckung gibt der Auftragsbestand: Mit einem Backlog von 73 Milliarden Euro sind rund 97 Prozent des Jahresumsatzes bereits abgedeckt. Im zweiten Quartal erwartet das Unternehmen zusätzliche Auftragsnominierungen von über 20 Milliarden Euro, was den Gesamtbestand auf rund 135 Milliarden Euro treiben würde.

Die Analystenurteile fallen unterschiedlich aus. Das Hamburger Haus mwb research bestätigt seine Halteempfehlung mit einem Kursziel von 1.450 Euro – was beim aktuellen Kurs kaum Luft nach oben lässt. Die Experten haben erstmals die Tochtergesellschaft NVL in ihr Modell integriert, was die Umsatzschätzungen um rund 1,3 Milliarden Euro erhöht, die Margen aber verwässert. Die Minderheitenquote wurde von 15 auf 17 Prozent angehoben. 

Deutlich optimistischer gibt sich UBS. Die Schweizer Großbank hält an ihrer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 2.200 Euro fest – ein Aufwärtspotenzial von rund 63 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. UBS sieht Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) strukturell gut aufgestellt, mahnt aber zur Geduld. Der Ausgang des milliardenschweren Boxer-Landfahrzeugprogramms gilt als zentraler Kurstreiber, doch die Vergabeentscheidung hat sich auf Ende des dritten Quartals oder Anfang des vierten Quartals verschoben. Solange dieser Auftrag ausbleibt, dürfte die Aktie volatil bleiben.

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Weiteres Wachstumspotenzial sehen beide Häuser im US-Programm XM30, dem geplanten Nachfolger des Bradley-Schützenpanzers. Rheinmetalls CEO deutete eine Vorentscheidung noch in diesem oder Anfang nächsten Jahres an. Der Auftragswert läge im mittleren zweistelligen Milliardenbereich. Hinzu kommen mögliche Fregattenaufträge der deutschen Marine im Wert von bis zu zwölf Milliarden Euro, bei denen Rheinmetall ebenfalls zuversichtlich ist.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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