Diese 3 defensiven Aktien schlagen jede KI-Korrektur – und Anleger übersehen sie noch

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KI-Aktien laufen heiß, weshalb Analysten zu mehr Balance raten im Depot. Welche defensiven Titel jetzt echte Stabilität, starke Dividenden und planbare Cashflows liefern, erklären diese beiden Experten.
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In einem Markt, der von Rekordständen großer Indizes und der Euphorie rund um die künstliche Intelligenz (KI) geprägt ist, steigt das Bedürfnis vieler Anleger nach defensiven Positionen. Die Seeking-Alpha-Analysten Leo Nelissen und Roberts Berzins haben ihre Favoriten vorgestellt.

Nelissen betont, dass er in einem möglichen Ausverkauf oder einer Rezession vor allem Unternehmen mit soliden Bilanzen, stabilen Cashflows und gut abgesicherten Dividenden bevorzugt. "Ich möchte Titel besitzen, bei denen ich mir keine Sorgen um die finanzielle Stabilität machen muss", sagte er. In schwachen Märkten würden Dividenden häufig zum wichtigsten Treiber der Gesamtrendite.

Neben aus seiner Sicht unterbewerteten Werten aus den Bereichen Gesundheitswesen und Basiskonsumgüter – darunter Merck, Johnson & Johnson und PepsiCo – hebt er vor allem REITs und Midstream-Unternehmen hervor. Sie stünden für besonders vorhersehbare Cashflows. Im MLP-Segment würden Western Midstream und MPLX seine Präferenz darstellen.

Im Immobiliensektor nennt er Realty Income, NNN REIT und Essential Properties Trust als Beispiele für defensive Net-Lease-Modelle. Im Midstream-Bereich gefallen ihm Unternehmen wie ONEOK, Antero Midstream, Kinder Morgan sowie die kanadischen Betreiber TC Energy und Enbridge. Alle seien als C-Corps strukturiert. 

Werte aus dem Artikel:
Merck Aktie 146,50 € +0,58%
PepsiCo Aktie 140,79 $ -0,28%

Erklärung: Eine C-Corp ist eine in den USA gegründete Kapitalgesellschaft, deren Gewinne regulär auf Unternehmensebene besteuert werden und deren Aktionäre getrennt davon ebenfalls Steuern auf ausgeschüttete Dividenden zahlen.

Berzins rät ebenfalls zu mehr defensiver Stabilität, gerade weil der KI-Hype viele Portfolios stark einseitig ausgerichtet habe. Hochwertige REITs wie der Vanguard Real Estate Index Fund ETF könnten seiner Ansicht nach eine sinnvolle Absicherung bieten.

Er rechnet damit, dass die Renditen langfristiger Staatsanleihen steigen, sobald der KI-getriebene Markt schwächer tendiert. Und sollte die Wirtschaft in eine Rezession rutschen, sieht er eine erneute quantitative Lockerung der Fed als wahrscheinlich an. Ein Szenario, das ebenfalls stützend wirken dürfte.

Für Realty Income wären das optimale Bedingungen, da die langfristig fixierten Mietverträge des Unternehmens eine hohe Zinsbindung erzeugen. Zudem lasse sich mit dem Titel eine Dividendenrendite von 5,6 Prozent erzielen. "Das ist genau das Umfeld, das notwendig ist, um die Bewertungen nach oben zu bewegen", sagte Berzins.

Beide Analysten sehen defensive Aktien damit nicht als Rückzugsort, sondern als aktives Gegengewicht zu den stark KI-getriebenen Marktsegmenten.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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