ARIVA.DE Redaktion  | 
aufrufe Aufrufe: 837

Neuer Chef, altes Problem: PayPal Aktie rauscht nach Zahlen ab

Trotz besserer Quartalszahlen als erwartet, kann der neue CEO von PayPal das Vertrauen der Anleger nicht zurückgewinnen. Die Aktie stürzt ab, und die Frage bleibt: Werden die angekündigten Umstrukturierungen das Unternehmen wirklich wieder auf Kurs bringen?
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
PayPal-Aktie fällt nach Zahlen zum ersten Quartal 2026
Quelle: - KI generiert mit DALL-E
PayPal Holdings Inc 39,63 € PayPal Holdings Inc Chart -0,29%
Zugehörige Wertpapiere:

PayPal hat für das erste Quartal 2026 einen Non-GAAP-Gewinn von 1,34 USD pro verwässerter Aktie gemeldet, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (1,33 USD) darstellt und über den Erwartungen der Analysten von 1,27 USD lag. Der Nettoumsatz stieg auf 8,35 Milliarden USD, ein Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (7,79 Milliarden USD) und ebenfalls über der Schätzung von 8,05 Milliarden USD.

Trotz dieser positiven Zahlen zeigte sich das Unternehmen jedoch auf der Gewinnseite nicht ganz stabil: Für das zweite Quartal rechnet PayPal (PayPal Aktie) mit einem Rückgang des Non-GAAP-EPS von etwa 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – von 1,40 USD auf voraussichtlich 1,27 USD. Die Analysten gingen von 1,34 USD aus. In Kombination mit den angekündigten Stellenstreichungen von rund 20 Prozent der Belegschaft in den nächsten zwei bis drei Jahren brachen die Aktien des Unternehmens am Dienstag um fast 9 Prozent in der Spitze ein und verzeichnen seit Jahresbeginn bereits einen Verlust von 21 Prozent.

PayPal ist einer der größten digitalen Zahlungsdienstleister der Welt. Mit seiner Plattform ermöglicht das Unternehmen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, Zahlungen sicher und effizient über das Internet zu tätigen. PayPal ist in der Branche für seine einfache Integration in Online-Shops und für die Popularität seiner mobilen Bezahl-Optionen bekannt. Allerdings hat die zunehmende Konkurrenz durch Big Tech und neuere Marktteilnehmer wie Klarna und Stripe das Unternehmen unter Druck gesetzt. Zudem hat sich das Wachstum nach der Pandemie merklich abgekühlt.

Erste Schritte, aber keine Wundermittel

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB5EZE1 , DE000NB6CMS1 , DE000NB6DG66 , DE000NB5DHU7 , DE000NB5ET61 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Enrique Lores, der im März 2026 die Führung bei PayPal übernommen hat, stellte Pläne zur Umstrukturierung des Unternehmens vor. Unter anderem sollen Kosten in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Der Plan umfasst die Aufspaltung des Unternehmens in drei Geschäftsbereiche – darunter die Bereiche Checkout-Lösungen, Venmo und Zahlungsdienste für Krypto. Lores betonte, dass der Fokus auf der Optimierung der Abläufe und der Beseitigung von Doppelstrukturen liegt.

Trotz dieser positiven Ankündigungen konnten die Anleger nicht von einem Aufschwung überzeugt werden, was sich deutlich in der Kursreaktion zeigte. Zwar bleibt der Unternehmensumsatz weiterhin stabil, doch die negative Marktreaktion und die unsicheren Aussichten auf das zweite Quartal verdeutlichen, dass das Vertrauen der Anleger in den Konzern noch nicht wiederhergestellt wurde.

Das "alte Problem" bleibt: Wettbewerb und Wachstum

Trotz der internen Umstrukturierungen bleibt PayPal einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt – sowohl von Big-Tech-Unternehmen als auch von neuen Marktteilnehmern wie Klarna und Stripe. Auch wenn das Unternehmen von einem großen Vorsprung durch den digitalen Zahlungsboom während der Pandemie profitierte, hat sich das Wachstum seitdem merklich verlangsamt. Der Ölpreis und die daraus resultierende Inflation haben das Geschäft zwar noch gestützt, aber die Erholung ist von Unsicherheit geprägt.

Der neue Chef muss jetzt liefern

PayPal bleibt unter Enrique Lores weiter auf der Suche nach einem klaren Kurs. Während die Zahlen des Unternehmens in Q1 2026 positiv ausfielen, zeigte der Markt wenig Begeisterung. Das Vertrauen der Anleger ist nicht sehr groß und auch der neue CEO hat es bislang nicht geschafft, dies zu ändern. Für den Moment bleibt abzuwarten, ob Lores Umstrukturierungspläne und Kosteneinsparungen wirklich zu einem stabilen Aufschwung führen können. Wer auf die Aktie setzt, sollte sich bewusst sein, dass die Unsicherheiten weiter bestehen.

Dieses Video wird aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen nicht abgespielt. Wenn Sie dieses Video betrachten möchten, geben Sie bitte hier die Einwilligung, dass wir Ihnen Youtube-Videos anzeigen dürfen.

Redaktion Ariva/MW

 


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend