Mo-Bruk SA

Aktie
WKN:  A1C3YC ISIN:  PLMOBRK00013 US-Symbol:  MBRFF Land:  Polen
86,70 €
+2,90 €
+3,46%
29.05.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
302,91 Mio. €
Streubesitz
51,94%
KGV
44,35
Dividende
3,09 EUR
Index-Zuordnung
-
Mo-Bruk Aktie Chart

Mo-Bruk Unternehmensbeschreibung

Mo-Bruk SA ist ein spezialisierter polnischer Entsorger mit Fokus auf die industrielle Abfallwirtschaft und die energetische Verwertung von Abfällen. Das Unternehmen betreibt ein integriertes Geschäftsmodell entlang zentraler Wertschöpfungsstufen der europäischen Kreislaufwirtschaft. Im Zentrum stehen die Behandlung gefährlicher und nicht gefährlicher industrieller Abfälle, die Herstellung von Ersatzbrennstoffen und die Nutzung von Abfallströmen zur Energiegewinnung. Mo-Bruk adressiert damit regulatorisch getriebene, wenig zyklische Nachfrage in einem stark regulierten Nischenmarkt. Der Konzern ist an der Warschauer Börse notiert und gilt in Polen als einer der bedeutenderen privaten Anbieter für spezialisierte Abfallbehandlung und -verwertung mit industriellem Fokus.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Mo-Bruk SA basiert auf der Annahme, Aufbereitung und Behandlung von industriellen Abfällen, die aufgrund von Umweltauflagen, EU-Richtlinien und nationalen Vorschriften einer kontrollierten Verwertung oder Beseitigung zugeführt werden müssen. Das Unternehmen erwirtschaftet Erlöse vor allem über Entsorgungsentgelte und Verwertungserlöse, ergänzt um Einnahmen aus der Bereitstellung von Ersatzbrennstoffen und der Nutzung von Sekundärrohstoffen. Im Kern kombiniert Mo-Bruk Elemente eines klassischen Entsorgers mit denen eines Betreibers von Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen. Das Unternehmen profitiert von langfristigen regulatorischen Rahmenbedingungen in der EU, in denen die sichere Behandlung gefährlicher Abfälle, die Verringerung der Deponierung sowie die Steigerung der Recycling- und Verwertungsquoten politisch verankert sind. Die operative Logik: Mo-Bruk übernimmt komplexe, zumeist kostenintensive Abfallströme, verwandelt sie in verwertbare Fraktionen oder neutralisiert sie und erzielt dabei Margen, die von technischem Know-how, Genehmigungslage, Anlagenqualität und logistischer Effizienz abhängen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Mo-Bruk SA lässt sich aus öffentlichen Unternehmensangaben und der Positionierung im Markt als Beitrag zu einer umweltverträglichen, gesetzeskonformen und wirtschaftlich tragfähigen Abfallwirtschaft ableiten. Das Unternehmen versteht sich als Partner für Industrie, Kommunen und Infrastrukturbetreiber, die komplexe Abfallströme auslagern müssen, um regulatorische Risiken zu minimieren. Strategisch setzt Mo-Bruk auf:
  • die Konzentration auf margenstarke, technisch anspruchsvolle Abfallsegmente
  • die kontinuierliche Anpassung an verschärfte Umweltstandards und EU-Regularien
  • die Optimierung bestehender Anlagen und Genehmigungen, statt rein volumengetriebener Expansion
  • eine robuste, risikoaverse Kapitalstruktur mit Fokus auf Cashflow-Generierung
Die Mission ist damit klar auf nachhaltige Entsorgungslösungen, Ressourceneffizienz und regulatorische Compliance ausgerichtet, was insbesondere für institutionelle und konservative Kunden von Bedeutung ist.

Produkte und Dienstleistungen

Mo-Bruk SA deckt ein Spektrum spezialisierter Umwelt- und Entsorgungsdienstleistungen ab, das vor allem industrielle Kunden adressiert. Zu den Kernleistungen gehören:
  • Behandlung gefährlicher Abfälle: thermische und chemisch-physikalische Verfahren zur sicheren Entsorgung oder Neutralisierung von Gefahrstoffen wie Industriechemikalien, Rückständen aus Verbrennungsprozessen sowie kontaminierten Materialien.
  • Verwertung von Verbrennungsrückständen: Aufbereitung von Aschen, Schlacken und ähnlichen Reststoffen mit dem Ziel, Sekundärbaustoffe oder verwertbare Materialien zu gewinnen.
  • Herstellung von Ersatzbrennstoffen (RDF/SRF): Verarbeitung geeigneter Abfallfraktionen zu Brennstoffen, die in Zementwerken, Kraftwerken oder Industrieanlagen eingesetzt werden können.
  • Stabilisierung und Solidifizierung: Behandlung von Abfällen, um diese deponiefähig oder transportfähig zu machen und Umweltgefahren zu minimieren.
  • Dienstleistungen im Bereich Abfalllogistik und Beratung: Unterstützung von Kunden bei der Klassifizierung, Deklaration und optimierten Entsorgung komplexer Abfallströme unter Einhaltung der EU- und Landesvorschriften.
Das Portfolio zielt darauf ab, dem Kunden einen möglichst geschlossenen Service aus einer Hand zu bieten und damit Transaktionskosten, Koordinationsaufwand und Haftungsrisiken zu reduzieren.

Business Units und operative Struktur

Offizielle Segmenteinteilungen orientieren sich bei Mo-Bruk SA an den unterschiedlichen Arten der Abfallbehandlung und Verwertung. Auch wenn Terminologie und Granularität je nach Berichtssaison variieren können, lassen sich typischerweise folgende operative Bereiche unterscheiden:
  • Segment gefährliche und andere Abfälle: Fokus auf Annahme, Aufbereitung und Entsorgung von gefährlichen Abfällen sowie bestimmten Industrieabfällen, die spezialisiertes Know-how und genehmigte Anlagen erfordern.
  • Segment Vermarktung von Verwertungsprodukten: umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Ersatzbrennstoffen sowie Sekundärbaustoffen, die aus behandelten Rückständen gewonnen werden.
  • Segment Deponie- und Ablagerungsaktivitäten: dort, wo eine stoffliche oder energetische Verwertung nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, übernimmt Mo-Bruk die regulierte Ablagerung in entsprechend genehmigten Einrichtungen.
Die Aktivitäten werden über mehrere Standorte in Polen gesteuert, die jeweils unterschiedliche Technologien und Genehmigungen vorhalten. Diese Netzwerkstruktur ermöglicht es, Abfallströme je nach Zusammensetzung und rechtlicher Einstufung an den optimal geeigneten Standort zu leiten, um Kapazität, Kosten und Erträge zu optimieren.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Im polnischen und regionalen Markt für spezialisierte Abfallwirtschaft verfügt Mo-Bruk SA über mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale und strukturelle Burggräben. Zu den wesentlichen Differenzierungsfaktoren zählen:
  • Hohe regulatorische Eintrittsbarrieren: Der Betrieb von Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle und von Verbrennungsrückständen erfordert langwierige Genehmigungsprozesse, Umweltverträglichkeitsprüfungen und laufende Überwachung. Diese Komplexität begrenzt den Eintritt neuer Wettbewerber und schützt bestehende Kapazitäten.
  • Technologisches und prozessuales Know-how: Die Kombination aus thermischen, chemisch-physikalischen und mechanischen Behandlungsverfahren erhöht die Flexibilität bei der Annahme unterschiedlicher Abfallströme und ermöglicht optimierte Verwertungsquoten.
  • Breite Genehmigungsbasis: Umfangreiche Betriebs- und Umweltgenehmigungen gelten in der Abfallwirtschaft als knappe Ressource. Sie können den Charakter eines immateriellen Vermögenswertes annehmen, da Erweiterungen und Neuanlagen schwer durchsetzbar sind.
  • Netzwerk aus spezialisierten Standorten: Mehrere Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten reduzieren Abhängigkeiten von einzelnen Anlagen, stärken die Versorgungssicherheit für Kunden und erhöhen die operative Resilienz.
Diese Faktoren bilden einen strukturellen Schutzwall gegenüber kleineren Anbietern und potenziell neuen Marktteilnehmern. Gleichwohl bestehen mittel- bis langfristig Risiken durch technologische Substitution, strengere Emissionsgrenzen oder veränderte Abfallströme.

Wettbewerbsumfeld

Mo-Bruk SA agiert in einem fragmentierten, aber zunehmend konsolidierten Markt für industrielle Entsorgung und Kreislaufwirtschaft in Mittel- und Osteuropa. Zu den Wettbewerbern gehören:
  • internationale, vollintegrierte Umweltkonzerne mit Aktivitäten in Polen und der EU, insbesondere große Abfall- und Recyclinggruppen
  • regionale und nationale Entsorger, die sich auf bestimmte Abfallarten, Deponien oder Recyclingsegmente fokussieren
  • Industrieunternehmen, die Teile der Abfallbehandlung selbst durchführen oder mit vertikal integrierten Lösungspartnern kooperieren
Der Wettbewerb findet weniger über reine Preisaggression, sondern stark über Genehmigungsumfang, technische Kompetenz, Compliance-Track-Record und Servicequalität statt. Eine besondere Rolle spielen öffentliche Ausschreibungen, langfristige Entsorgungsverträge mit Industrieunternehmen sowie regulatorische Vorgaben, die spezifische Behandlungspfade vorschreiben. Für konservative Anleger ist bedeutsam, dass der Markt von politischen Entscheidungen, EU-Richtlinien, nationaler Umweltgesetzgebung und Deponiepolitik geprägt wird, was sowohl Chancen als auch Interventionsrisiken birgt.

Management und Unternehmensführung

Mo-Bruk SA wird von einem Managementteam geführt, das über langjährige Erfahrung in der polnischen und europäischen Entsorgungsbranche verfügt. Die Eigentümerstruktur weist traditionell einen hohen Anteil von Gründern oder langjährigen Ankeraktionären auf, was die strategische Kontinuität und den Fokus auf Cashflow-basierte Wertschöpfung tendenziell unterstützt. Die Unternehmensführung hat in der Vergangenheit strategisch auf:
  • die Festigung der Kernkompetenzen in der Behandlung gefährlicher Abfälle
  • die Sicherung und Erweiterung von Genehmigungen und Kapazitäten
  • eine vergleichsweise konservative Finanzpolitik mit Betonung von Liquidität und Limitierung operativer Risiken
gesetzt. Die Corporate-Governance-Struktur folgt dem in Polen üblichen Modell börsennotierter Gesellschaften mit Aufsichtsrat und Vorstand. Für Investoren bleibt Augenmerk auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit von Umwelt- und Compliance-Risiken sowie eine konsistente Dividenden- und Investitionspolitik wesentlich.

Branchen- und Regionenanalysen

Mo-Bruk SA operiert vornehmlich in der polnischen Abfallwirtschaft und ist damit Teil der europäischen Industrie für Kreislaufwirtschaft, Spezialentsorgung und Umwelttechnik. Polen befindet sich hinsichtlich Recyclingquoten, Deponierungsanteilen und Infrastruktur für die Abfallverwertung in einem Aufholprozess gegenüber westeuropäischen Staaten. Dies führt zu:
  • einem strukturellen Investitionsbedarf in Entsorgungs- und Verwertungsanlagen
  • Potenzial für steigende Nachfrage nach hochwertiger, regulierungskonformer Abfallbehandlung
  • zunehmender Harmonisierung mit EU-Vorgaben, die Deponierung verteuern und Verwertung priorisieren
Die Branche ist stark von Umweltregulierung, CO2-Politik, Energiewende und Ressourceneffizienzstrategien der EU geprägt. Langfristig wird erwartet, dass schärfere Vorgaben zur Reduktion von Deponierung und zur energetischen Verwertung von Abfällen den Bedarf an spezialisierten Anbietern wie Mo-Bruk unterstützen. Konjunkturelle Schwankungen können über Industrieproduktion und Bauaktivität Einfluss auf Abfallmengen und Zusammensetzung nehmen, der strukturell-regulatorische Rückenwind wirkt jedoch dämpfend auf Zyklen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Mo-Bruk SA hat sich aus einem regionalen Anbieter zu einem landesweit agierenden Spezialisten für industrielle Abfallbehandlung entwickelt. Das Unternehmen entstand in den 1980er Jahren im Kontext der Modernisierung der polnischen Bau- und Baustoffbranche und verlagerte den Schwerpunkt in den folgenden Jahrzehnten zunehmend auf Umweltdienstleistungen, insbesondere die Verarbeitung von Rückständen aus Verbrennungs- und Industrieprozessen. Mit der EU-Integration Polens und der sukzessiven Angleichung an europäische Umweltstandards eröffnete sich ein wachsender Markt für spezialisierte Entsorgungs- und Verwertungsleistungen. Mo-Bruk nutzte diese regulatorische Dynamik, um sein Netzwerk an Standorten auszubauen, zusätzliche Genehmigungen zu erlangen und technologische Kompetenzen zu vertiefen. Der Börsengang in Warschau ermöglichte den Zugang zu Kapital für organisches Wachstum und selektive Investitionen in Anlagentechnik. Heute präsentiert sich das Unternehmen als etablierter Akteur im polnischen Markt mit klarer Fokussierung auf anspruchsvolle Abfallströme und energetische Verwertung.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Betreiber von Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle und zur energetischen Verwertung steht Mo-Bruk SA im Spannungsfeld zwischen Umweltentlastung und Emissionsrisiken. Einerseits leistet das Geschäftsmodell einen Beitrag zur Reduzierung unkontrollierter Deponierung, zur sicheren Entsorgung gefährlicher Stoffe und zur Bereitstellung von Ersatzbrennstoffen, die Primärenergieträger substituieren können. Andererseits unterliegen die Aktivitäten strengen Emissionsgrenzwerten, Monitoringpflichten und Reportinganforderungen. Für institutionelle und konservative Anleger sind insbesondere folgende Besonderheiten relevant:
  • ESG-Relevanz: Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft gelten als zentrale Bausteine der europäischen Nachhaltigkeitsagenda, gleichzeitig sind Vorfälle, Genehmigungsverstöße oder Umweltunfälle mit erheblichen Reputations- und Haftungsrisiken verbunden.
  • Abhängigkeit von Regulierung: Umweltpolitik, Deponiesteuern, CO2-Bepreisung und EU-Abfallrahmenrichtlinien beeinflussen Geschäftsbedingungen, Investitionsanforderungen und Profitabilität maßgeblich.
  • Lokalpolitische Sensitivität: Standorte und Erweiterungsprojekte können auf Widerstand lokaler Interessengruppen stoßen, was Projektlaufzeiten verlängert oder Genehmigungen verzögert.
Insgesamt gehört Mo-Bruk zu jenen Geschäftsmodellen, die eng mit der Transformation hin zu einer ressourceneffizienten, CO2-ärmeren Wirtschaft verknüpft sind, jedoch unter erhöhter regulatorischer und gesellschaftlicher Beobachtung stehen.

Chancen aus Investorensicht

Aus der Perspektive eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere potenzielle Chancen:
  • Struktureller Wachstumsmarkt: Der langfristige Trend zu schärferen Umweltstandards, höherer Verwertungsquote und geringerer Deponierung schafft eine stabile, teils wachsende Nachfrage nach spezialisierten Abfallbehandlungsleistungen.
  • Hohe Eintrittsbarrieren: Genehmigungen, technische Komplexität und regulatorische Anforderungen schützen etablierte Anbieter und können zu überdurchschnittlichen Renditen bei gut geführten Kapazitäten führen.
  • Krisenresistente Nachfrage: Die Notwendigkeit zur sicheren Entsorgung gefährlicher Abfälle besteht weitgehend unabhängig von konjunkturellen Zyklen; Entsorgungsverpflichtungen sind in vielen Fällen gesetzlich zwingend.
  • Potenzial für Effizienzgewinne: Optimierung der Anlagenauslastung, Prozessverbesserungen und eine zunehmende Monetarisierung von Sekundärrohstoffen und Ersatzbrennstoffen können mittelfristig Margen stützen.
Diese Chancen sind vor allem für Investoren mit längerem Anlagehorizont interessant, die von regulatorischem Rückenwind und der fortschreitenden Konvergenz osteuropäischer Umweltstandards an das westeuropäische Niveau profitieren wollen.

Risiken aus Investorensicht

Dem gegenüber stehen signifikante Risiken, die bei einer konservativen Anlagestrategie sorgfältig gewichtet werden müssen:
  • Regulatorisches Risiko: Veränderungen in Umweltgesetzgebung, Emissionsgrenzwerten, Deponiepolitik oder EU-Richtlinien können bestehende Geschäftsmodelle verteuern, zusätzliche Investitionen erzwingen oder bestimmte Behandlungspfade unrentabel machen.
  • Genehmigungs- und Anlagenspezifisches Risiko: Der Verlust, die Einschränkung oder die verzögerte Erneuerung von Betriebsgenehmigungen kann Kapazitäten abrupt reduzieren. Technische Störungen, Unfälle oder behördliche Auflagen können zu Produktionsunterbrechungen führen.
  • Reputations- und Haftungsrisiko: Umweltvorfälle, nicht konforme Entsorgung oder Konflikte mit Behörden bergen die Gefahr von Strafzahlungen, Schadensersatzforderungen und Vertrauensverlust bei Kunden und Kapitalmarktteilnehmern.
  • Marktkonzentration und Wettbewerb durch Großkonzerne: Internationale Umwelt- und Entsorgungskonzerne könnten durch Übernahmen oder Kapazitätsaufbau verstärkt in den Markt drängen und Margen unter Druck setzen.
  • Politisches und lokales Risiko: Standortfragen, kommunale Interessen, Bürgerproteste oder Veränderungen in lokalen Verwaltungsentscheidungen können Projekte verzögern oder blockieren.
Für risikobewusste Anleger ist daher eine kontinuierliche Beobachtung der regulatorischen Entwicklung, der ESG-Performance, der Governance-Qualität und der Standortsituation von Mo-Bruk SA unabdingbar. Eine Investitionsentscheidung sollte stets in den Kontext der individuellen Risikotragfähigkeit und Portfoliodiversifikation gestellt werden, ohne dass hieraus eine Empfehlung im engeren Sinne abgeleitet werden kann.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 83,80 €
Gehandelte Stücke 3
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief 85,20 €
Tageshoch 86,70 €
52W-Tief 60,20 €
52W-Hoch 88,40 €
Jahrestief 76,90 €
Jahreshoch 88,40 €

Community: Diskussion zur Mo-Bruk Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Mo-BRUK-Gruppe meldet für die ersten drei Quartale 2025 einen Umsatz von 210,2 Mio. PLN (+5 %), ein EBITDA von 36,9 Mio. PLN (gegenüber 84,7 Mio. PLN im Vorjahr) und einen Nettogewinn von −12,1 Mio. PLN, wobei das Ergebnis vor allem durch eine einmalige Wertberichtigung über 65,2 Mio. PLN belastet wurde; ohne diese Sondereffekte lägen EBITDA (89,2 Mio. PLN) und bereinigter Nettogewinn (55 Mio. PLN) deutlich höher, die EBITDA‑Marge des Kerngeschäfts sei mit rund 46 % hoch und das Verhältnis Nettofinanzschulden/EBITDA betrage Ende September etwa 0,9.
  • Das operative Geschäft fokussiert auf die Beseitigung gefährlicher Sonderabfälle ("Umweltbomben") mit Einnahmen von 19,3 Mio. PLN in den ersten drei Quartalen 2025, einem erwarteten vierten Quartal über 30 Mio. PLN und mindestens 21 Mio. PLN für 2026 sowie einem konkret gemeldeten Vertrag in Częstochowa über 33 Mio. PLN; die Gruppe verarbeitete kumulativ rund 256,4 Tsd. Tonnen Abfall in den Segmenten Verfestigung/Stabilisierung, RDF und Verbrennung.
  • Forumsteilnehmer diskutieren Dividendenfragen (eingebracht wurde ein DPS von 13,17 PLN), kritisieren teilweise die Unternehmenskommunikation zu Hauptversammlungen und äußern zugleich Geduld und Zuversicht in das langfristige Geschäftsmodell aufgrund wachsender öffentlicher und politischer Aufmerksamkeit für Sondermüllentsorgung sowie erwarteter Ausschreibungen.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Mo-Bruk Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 283,91 zł
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 95,69 zł
Jahresüberschuss in Mio. 88,74 zł
Umsatz je Aktie 80,82 zł
Gewinn je Aktie 20,08 zł
Gewinnrendite +36,20%
Umsatzrendite +24,84%
Return on Investment +18,79%
Marktkapitalisierung in Mio. 1.140 zł
KGV (Kurs/Gewinn) 16,17
KBV (Kurs/Buchwert) 4,65
KUV (Kurs/Umsatz) 4,02
Eigenkapitalrendite +28,77%
Eigenkapitalquote +51,89%

Dividenden Historie

Datum Dividende
29.07.2025 13,17 PLN
29.07.2024 13,17 PLN
30.06.2023 13,17 PLN
02.05.2022 31,50 PLN
15.06.2021 20,15 PLN
19.06.2020 10,25 PLN
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Mo-Bruk Termine

Keine Termine bekannt.

Mo-Bruk Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 84,90 -1,16%
85,90 € 29.05.26
Frankfurt 86,70 +3,46%
83,80 € 29.05.26
Hamburg 86,40 +1,65%
85,00 € 29.05.26
Stuttgart 85,00 -1,16%
86,00 € 29.05.26
L&S RT 85,05 0 %
85,05 € 30.05.26
Quotrix 86,20 +0,70%
85,60 € 29.05.26
Gettex 85,20 -1,27%
86,30 € 29.05.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
29.05.26 86,70 260
28.05.26 83,80 0
27.05.26 85,60 0
26.05.26 86,50 6.055
25.05.26 85,60 0
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 84,40 € +2,73%
1 Monat 82,10 € +5,60%
6 Monate 72,70 € +19,26%
1 Jahr 64,40 € +34,63%
5 Jahre 81,20 € +6,77%

Unternehmensprofil Mo-Bruk

Mo-Bruk SA ist ein spezialisierter polnischer Entsorger mit Fokus auf die industrielle Abfallwirtschaft und die energetische Verwertung von Abfällen. Das Unternehmen betreibt ein integriertes Geschäftsmodell entlang zentraler Wertschöpfungsstufen der europäischen Kreislaufwirtschaft. Im Zentrum stehen die Behandlung gefährlicher und nicht gefährlicher industrieller Abfälle, die Herstellung von Ersatzbrennstoffen und die Nutzung von Abfallströmen zur Energiegewinnung. Mo-Bruk adressiert damit regulatorisch getriebene, wenig zyklische Nachfrage in einem stark regulierten Nischenmarkt. Der Konzern ist an der Warschauer Börse notiert und gilt in Polen als einer der bedeutenderen privaten Anbieter für spezialisierte Abfallbehandlung und -verwertung mit industriellem Fokus.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Mo-Bruk SA basiert auf der Annahme, Aufbereitung und Behandlung von industriellen Abfällen, die aufgrund von Umweltauflagen, EU-Richtlinien und nationalen Vorschriften einer kontrollierten Verwertung oder Beseitigung zugeführt werden müssen. Das Unternehmen erwirtschaftet Erlöse vor allem über Entsorgungsentgelte und Verwertungserlöse, ergänzt um Einnahmen aus der Bereitstellung von Ersatzbrennstoffen und der Nutzung von Sekundärrohstoffen. Im Kern kombiniert Mo-Bruk Elemente eines klassischen Entsorgers mit denen eines Betreibers von Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen. Das Unternehmen profitiert von langfristigen regulatorischen Rahmenbedingungen in der EU, in denen die sichere Behandlung gefährlicher Abfälle, die Verringerung der Deponierung sowie die Steigerung der Recycling- und Verwertungsquoten politisch verankert sind. Die operative Logik: Mo-Bruk übernimmt komplexe, zumeist kostenintensive Abfallströme, verwandelt sie in verwertbare Fraktionen oder neutralisiert sie und erzielt dabei Margen, die von technischem Know-how, Genehmigungslage, Anlagenqualität und logistischer Effizienz abhängen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Mo-Bruk SA lässt sich aus öffentlichen Unternehmensangaben und der Positionierung im Markt als Beitrag zu einer umweltverträglichen, gesetzeskonformen und wirtschaftlich tragfähigen Abfallwirtschaft ableiten. Das Unternehmen versteht sich als Partner für Industrie, Kommunen und Infrastrukturbetreiber, die komplexe Abfallströme auslagern müssen, um regulatorische Risiken zu minimieren. Strategisch setzt Mo-Bruk auf:
  • die Konzentration auf margenstarke, technisch anspruchsvolle Abfallsegmente
  • die kontinuierliche Anpassung an verschärfte Umweltstandards und EU-Regularien
  • die Optimierung bestehender Anlagen und Genehmigungen, statt rein volumengetriebener Expansion
  • eine robuste, risikoaverse Kapitalstruktur mit Fokus auf Cashflow-Generierung
Die Mission ist damit klar auf nachhaltige Entsorgungslösungen, Ressourceneffizienz und regulatorische Compliance ausgerichtet, was insbesondere für institutionelle und konservative Kunden von Bedeutung ist.

Produkte und Dienstleistungen

Mo-Bruk SA deckt ein Spektrum spezialisierter Umwelt- und Entsorgungsdienstleistungen ab, das vor allem industrielle Kunden adressiert. Zu den Kernleistungen gehören:
  • Behandlung gefährlicher Abfälle: thermische und chemisch-physikalische Verfahren zur sicheren Entsorgung oder Neutralisierung von Gefahrstoffen wie Industriechemikalien, Rückständen aus Verbrennungsprozessen sowie kontaminierten Materialien.
  • Verwertung von Verbrennungsrückständen: Aufbereitung von Aschen, Schlacken und ähnlichen Reststoffen mit dem Ziel, Sekundärbaustoffe oder verwertbare Materialien zu gewinnen.
  • Herstellung von Ersatzbrennstoffen (RDF/SRF): Verarbeitung geeigneter Abfallfraktionen zu Brennstoffen, die in Zementwerken, Kraftwerken oder Industrieanlagen eingesetzt werden können.
  • Stabilisierung und Solidifizierung: Behandlung von Abfällen, um diese deponiefähig oder transportfähig zu machen und Umweltgefahren zu minimieren.
  • Dienstleistungen im Bereich Abfalllogistik und Beratung: Unterstützung von Kunden bei der Klassifizierung, Deklaration und optimierten Entsorgung komplexer Abfallströme unter Einhaltung der EU- und Landesvorschriften.
Das Portfolio zielt darauf ab, dem Kunden einen möglichst geschlossenen Service aus einer Hand zu bieten und damit Transaktionskosten, Koordinationsaufwand und Haftungsrisiken zu reduzieren.

Business Units und operative Struktur

Offizielle Segmenteinteilungen orientieren sich bei Mo-Bruk SA an den unterschiedlichen Arten der Abfallbehandlung und Verwertung. Auch wenn Terminologie und Granularität je nach Berichtssaison variieren können, lassen sich typischerweise folgende operative Bereiche unterscheiden:
  • Segment gefährliche und andere Abfälle: Fokus auf Annahme, Aufbereitung und Entsorgung von gefährlichen Abfällen sowie bestimmten Industrieabfällen, die spezialisiertes Know-how und genehmigte Anlagen erfordern.
  • Segment Vermarktung von Verwertungsprodukten: umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Ersatzbrennstoffen sowie Sekundärbaustoffen, die aus behandelten Rückständen gewonnen werden.
  • Segment Deponie- und Ablagerungsaktivitäten: dort, wo eine stoffliche oder energetische Verwertung nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, übernimmt Mo-Bruk die regulierte Ablagerung in entsprechend genehmigten Einrichtungen.
Die Aktivitäten werden über mehrere Standorte in Polen gesteuert, die jeweils unterschiedliche Technologien und Genehmigungen vorhalten. Diese Netzwerkstruktur ermöglicht es, Abfallströme je nach Zusammensetzung und rechtlicher Einstufung an den optimal geeigneten Standort zu leiten, um Kapazität, Kosten und Erträge zu optimieren.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Im polnischen und regionalen Markt für spezialisierte Abfallwirtschaft verfügt Mo-Bruk SA über mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale und strukturelle Burggräben. Zu den wesentlichen Differenzierungsfaktoren zählen:
  • Hohe regulatorische Eintrittsbarrieren: Der Betrieb von Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle und von Verbrennungsrückständen erfordert langwierige Genehmigungsprozesse, Umweltverträglichkeitsprüfungen und laufende Überwachung. Diese Komplexität begrenzt den Eintritt neuer Wettbewerber und schützt bestehende Kapazitäten.
  • Technologisches und prozessuales Know-how: Die Kombination aus thermischen, chemisch-physikalischen und mechanischen Behandlungsverfahren erhöht die Flexibilität bei der Annahme unterschiedlicher Abfallströme und ermöglicht optimierte Verwertungsquoten.
  • Breite Genehmigungsbasis: Umfangreiche Betriebs- und Umweltgenehmigungen gelten in der Abfallwirtschaft als knappe Ressource. Sie können den Charakter eines immateriellen Vermögenswertes annehmen, da Erweiterungen und Neuanlagen schwer durchsetzbar sind.
  • Netzwerk aus spezialisierten Standorten: Mehrere Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten reduzieren Abhängigkeiten von einzelnen Anlagen, stärken die Versorgungssicherheit für Kunden und erhöhen die operative Resilienz.
Diese Faktoren bilden einen strukturellen Schutzwall gegenüber kleineren Anbietern und potenziell neuen Marktteilnehmern. Gleichwohl bestehen mittel- bis langfristig Risiken durch technologische Substitution, strengere Emissionsgrenzen oder veränderte Abfallströme.

Wettbewerbsumfeld

Mo-Bruk SA agiert in einem fragmentierten, aber zunehmend konsolidierten Markt für industrielle Entsorgung und Kreislaufwirtschaft in Mittel- und Osteuropa. Zu den Wettbewerbern gehören:
  • internationale, vollintegrierte Umweltkonzerne mit Aktivitäten in Polen und der EU, insbesondere große Abfall- und Recyclinggruppen
  • regionale und nationale Entsorger, die sich auf bestimmte Abfallarten, Deponien oder Recyclingsegmente fokussieren
  • Industrieunternehmen, die Teile der Abfallbehandlung selbst durchführen oder mit vertikal integrierten Lösungspartnern kooperieren
Der Wettbewerb findet weniger über reine Preisaggression, sondern stark über Genehmigungsumfang, technische Kompetenz, Compliance-Track-Record und Servicequalität statt. Eine besondere Rolle spielen öffentliche Ausschreibungen, langfristige Entsorgungsverträge mit Industrieunternehmen sowie regulatorische Vorgaben, die spezifische Behandlungspfade vorschreiben. Für konservative Anleger ist bedeutsam, dass der Markt von politischen Entscheidungen, EU-Richtlinien, nationaler Umweltgesetzgebung und Deponiepolitik geprägt wird, was sowohl Chancen als auch Interventionsrisiken birgt.

Management und Unternehmensführung

Mo-Bruk SA wird von einem Managementteam geführt, das über langjährige Erfahrung in der polnischen und europäischen Entsorgungsbranche verfügt. Die Eigentümerstruktur weist traditionell einen hohen Anteil von Gründern oder langjährigen Ankeraktionären auf, was die strategische Kontinuität und den Fokus auf Cashflow-basierte Wertschöpfung tendenziell unterstützt. Die Unternehmensführung hat in der Vergangenheit strategisch auf:
  • die Festigung der Kernkompetenzen in der Behandlung gefährlicher Abfälle
  • die Sicherung und Erweiterung von Genehmigungen und Kapazitäten
  • eine vergleichsweise konservative Finanzpolitik mit Betonung von Liquidität und Limitierung operativer Risiken
gesetzt. Die Corporate-Governance-Struktur folgt dem in Polen üblichen Modell börsennotierter Gesellschaften mit Aufsichtsrat und Vorstand. Für Investoren bleibt Augenmerk auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit von Umwelt- und Compliance-Risiken sowie eine konsistente Dividenden- und Investitionspolitik wesentlich.

Branchen- und Regionenanalysen

Mo-Bruk SA operiert vornehmlich in der polnischen Abfallwirtschaft und ist damit Teil der europäischen Industrie für Kreislaufwirtschaft, Spezialentsorgung und Umwelttechnik. Polen befindet sich hinsichtlich Recyclingquoten, Deponierungsanteilen und Infrastruktur für die Abfallverwertung in einem Aufholprozess gegenüber westeuropäischen Staaten. Dies führt zu:
  • einem strukturellen Investitionsbedarf in Entsorgungs- und Verwertungsanlagen
  • Potenzial für steigende Nachfrage nach hochwertiger, regulierungskonformer Abfallbehandlung
  • zunehmender Harmonisierung mit EU-Vorgaben, die Deponierung verteuern und Verwertung priorisieren
Die Branche ist stark von Umweltregulierung, CO2-Politik, Energiewende und Ressourceneffizienzstrategien der EU geprägt. Langfristig wird erwartet, dass schärfere Vorgaben zur Reduktion von Deponierung und zur energetischen Verwertung von Abfällen den Bedarf an spezialisierten Anbietern wie Mo-Bruk unterstützen. Konjunkturelle Schwankungen können über Industrieproduktion und Bauaktivität Einfluss auf Abfallmengen und Zusammensetzung nehmen, der strukturell-regulatorische Rückenwind wirkt jedoch dämpfend auf Zyklen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Mo-Bruk SA hat sich aus einem regionalen Anbieter zu einem landesweit agierenden Spezialisten für industrielle Abfallbehandlung entwickelt. Das Unternehmen entstand in den 1980er Jahren im Kontext der Modernisierung der polnischen Bau- und Baustoffbranche und verlagerte den Schwerpunkt in den folgenden Jahrzehnten zunehmend auf Umweltdienstleistungen, insbesondere die Verarbeitung von Rückständen aus Verbrennungs- und Industrieprozessen. Mit der EU-Integration Polens und der sukzessiven Angleichung an europäische Umweltstandards eröffnete sich ein wachsender Markt für spezialisierte Entsorgungs- und Verwertungsleistungen. Mo-Bruk nutzte diese regulatorische Dynamik, um sein Netzwerk an Standorten auszubauen, zusätzliche Genehmigungen zu erlangen und technologische Kompetenzen zu vertiefen. Der Börsengang in Warschau ermöglichte den Zugang zu Kapital für organisches Wachstum und selektive Investitionen in Anlagentechnik. Heute präsentiert sich das Unternehmen als etablierter Akteur im polnischen Markt mit klarer Fokussierung auf anspruchsvolle Abfallströme und energetische Verwertung.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Betreiber von Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle und zur energetischen Verwertung steht Mo-Bruk SA im Spannungsfeld zwischen Umweltentlastung und Emissionsrisiken. Einerseits leistet das Geschäftsmodell einen Beitrag zur Reduzierung unkontrollierter Deponierung, zur sicheren Entsorgung gefährlicher Stoffe und zur Bereitstellung von Ersatzbrennstoffen, die Primärenergieträger substituieren können. Andererseits unterliegen die Aktivitäten strengen Emissionsgrenzwerten, Monitoringpflichten und Reportinganforderungen. Für institutionelle und konservative Anleger sind insbesondere folgende Besonderheiten relevant:
  • ESG-Relevanz: Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft gelten als zentrale Bausteine der europäischen Nachhaltigkeitsagenda, gleichzeitig sind Vorfälle, Genehmigungsverstöße oder Umweltunfälle mit erheblichen Reputations- und Haftungsrisiken verbunden.
  • Abhängigkeit von Regulierung: Umweltpolitik, Deponiesteuern, CO2-Bepreisung und EU-Abfallrahmenrichtlinien beeinflussen Geschäftsbedingungen, Investitionsanforderungen und Profitabilität maßgeblich.
  • Lokalpolitische Sensitivität: Standorte und Erweiterungsprojekte können auf Widerstand lokaler Interessengruppen stoßen, was Projektlaufzeiten verlängert oder Genehmigungen verzögert.
Insgesamt gehört Mo-Bruk zu jenen Geschäftsmodellen, die eng mit der Transformation hin zu einer ressourceneffizienten, CO2-ärmeren Wirtschaft verknüpft sind, jedoch unter erhöhter regulatorischer und gesellschaftlicher Beobachtung stehen.

Chancen aus Investorensicht

Aus der Perspektive eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere potenzielle Chancen:
  • Struktureller Wachstumsmarkt: Der langfristige Trend zu schärferen Umweltstandards, höherer Verwertungsquote und geringerer Deponierung schafft eine stabile, teils wachsende Nachfrage nach spezialisierten Abfallbehandlungsleistungen.
  • Hohe Eintrittsbarrieren: Genehmigungen, technische Komplexität und regulatorische Anforderungen schützen etablierte Anbieter und können zu überdurchschnittlichen Renditen bei gut geführten Kapazitäten führen.
  • Krisenresistente Nachfrage: Die Notwendigkeit zur sicheren Entsorgung gefährlicher Abfälle besteht weitgehend unabhängig von konjunkturellen Zyklen; Entsorgungsverpflichtungen sind in vielen Fällen gesetzlich zwingend.
  • Potenzial für Effizienzgewinne: Optimierung der Anlagenauslastung, Prozessverbesserungen und eine zunehmende Monetarisierung von Sekundärrohstoffen und Ersatzbrennstoffen können mittelfristig Margen stützen.
Diese Chancen sind vor allem für Investoren mit längerem Anlagehorizont interessant, die von regulatorischem Rückenwind und der fortschreitenden Konvergenz osteuropäischer Umweltstandards an das westeuropäische Niveau profitieren wollen.

Risiken aus Investorensicht

Dem gegenüber stehen signifikante Risiken, die bei einer konservativen Anlagestrategie sorgfältig gewichtet werden müssen:
  • Regulatorisches Risiko: Veränderungen in Umweltgesetzgebung, Emissionsgrenzwerten, Deponiepolitik oder EU-Richtlinien können bestehende Geschäftsmodelle verteuern, zusätzliche Investitionen erzwingen oder bestimmte Behandlungspfade unrentabel machen.
  • Genehmigungs- und Anlagenspezifisches Risiko: Der Verlust, die Einschränkung oder die verzögerte Erneuerung von Betriebsgenehmigungen kann Kapazitäten abrupt reduzieren. Technische Störungen, Unfälle oder behördliche Auflagen können zu Produktionsunterbrechungen führen.
  • Reputations- und Haftungsrisiko: Umweltvorfälle, nicht konforme Entsorgung oder Konflikte mit Behörden bergen die Gefahr von Strafzahlungen, Schadensersatzforderungen und Vertrauensverlust bei Kunden und Kapitalmarktteilnehmern.
  • Marktkonzentration und Wettbewerb durch Großkonzerne: Internationale Umwelt- und Entsorgungskonzerne könnten durch Übernahmen oder Kapazitätsaufbau verstärkt in den Markt drängen und Margen unter Druck setzen.
  • Politisches und lokales Risiko: Standortfragen, kommunale Interessen, Bürgerproteste oder Veränderungen in lokalen Verwaltungsentscheidungen können Projekte verzögern oder blockieren.
Für risikobewusste Anleger ist daher eine kontinuierliche Beobachtung der regulatorischen Entwicklung, der ESG-Performance, der Governance-Qualität und der Standortsituation von Mo-Bruk SA unabdingbar. Eine Investitionsentscheidung sollte stets in den Kontext der individuellen Risikotragfähigkeit und Portfoliodiversifikation gestellt werden, ohne dass hieraus eine Empfehlung im engeren Sinne abgeleitet werden kann.
Stand: Mai 2026
Hinweis

Mo-Bruk Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Mo-Bruk Kursziel 2026

  • Die Mo-Bruk Kurs Performance für 2026 liegt bei +10,17%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 302,91 Mio. €
Aktienanzahl 3,51 Mio.
Streubesitz 51,94%
Währung EUR
Land Polen
Sektor Industrie
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+48,06% Weitere
+51,94% Streubesitz

Community-Beiträge zu Mo-Bruk

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TheseusX
Solide Ergebnisse nach drei Quartalen 2025
Die Mo-BRUK-Gruppe präsentiert solide Ergebnisse nach drei Quartalen 2025 In den ersten drei Quartalen 2025 erzielte die Mo-BRUK-Gruppe einen Umsatz von 210,2 Mio. PLN, was einem Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das EBITDA für diesen Zeitraum belief sich auf 36,9 Mio. PLN gegenüber 84,7 Mio. PLN im Vorjahr. Der Nettogewinn belief sich auf -12,1 Mio. PLN gegenüber 55 Mio. PLN im gleichen Zeitraum des Jahres 2024. Der Gewinnrückgang war im Wesentlichen auf einen einmaligen Vorgang in Form von Wertberichtigungen auf Forderungen aus vollständig eingezahlten erhöhten Gebühren zuzüglich Zinsen für die Jahre 2018 und 2019 in Höhe von 65,2 Mio. PLN zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieses einmaligen Ereignisses würde das EBITDA für die ersten drei Quartale dieses Jahres 89,2 Mio. PLN (+5,4 % im Jahresvergleich) und der Nettogewinn 55 Mio. PLN (-3,6 % im Jahresvergleich) betragen. Ohne einmalige Ereignisse erzielte die Gruppe eine hohe EBITDA-Rentabilität aus dem Kerngeschäft von kumulativ 46 % und allein im dritten Quartal 2025 bereits 49 %. Die Mo-BRUK-Gruppe ist ein aktiver Akteur auf dem Markt für sogenannte „ökologische Bomben”. Die Einnahmen aus der Beseitigung illegaler Deponien für gefährliche Abfälle beliefen sich in den ersten drei Quartalen auf 19,3 Mio. PLN. Unter Berücksichtigung der bereits realisierten Projekte und derjenigen, für die das beste Angebot abgegeben wurde, schätzt das Unternehmen, dass die Einnahmen aus diesem Bereich im vierten Quartal dieses Jahres über 30 Mio. PLN und im Jahr 2026 mindestens 21 Mio. PLN betragen werden. Neben dem beschriebenen einmaligen Ereignis wirkte sich auch der Anstieg der Abschreibungen um 10,7 Mio. PLN im Jahresvergleich, der auf die getätigten Investitionen zurückzuführen ist, sowie der Anstieg der Zinskosten im Zusammenhang mit deren Finanzierung negativ auf den Nettogewinn im analysierten Zeitraum aus. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 hat die Gruppe 256,4 Tausend Tonnen Abfall verwertet, davon entfielen 172,9 Tausend Tonnen auf den Bereich Verfestigung und Stabilisierung, 62.000 Tonnen auf den Bereich RDF und 21.500 Tonnen auf die Verbrennung, was wesentlich zur Verbesserung der Umweltbedingungen in Polen beitrug. Infolgedessen beliefen sich die Umsatzerlöse nach Segmenten auf 71,1 Mio. PLN, 45,6 Mio. PLN bzw. 74,8 Mio. PLN. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA in der Gruppe betrug Ende September dieses Jahres 0,9. Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) Quelle: https://mobruk.pl/grupa-mo-bruk-prezentuje-solidne-wyniki-po-trzech-kwartalach-2025/
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TheseusX
Hier gibt es übrigens die Zahlen für 2024
Homepage: https://mobruk.pl/grupa-mo-bruk-publikuje-wyniki-za-2024-roku/ -> sales revenue of PLN 283.9 million, representing a year-on-year increase of nearly 20% -> EBITDA for this period reached PLN 116.7 million, compared to PLN 109.1 million reported a year earlier -> net profit amounted to PLN 70.3 million, compared to PLN 78.9 million in 2023 -> EBITDA margin from core operations 45% -> Group's net financial debt to EBITDA ratio was 0.71
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Trelawney
Dividende
bleibt offenbar immerhin bei PLN 13.17, also etwa EUR 3; ex am 30.07., Zahltag erst im Oktober oder so.
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TheseusX
Mitteilung vom 4. Januar 2024
"Die Mo-BRUK-Gruppe, ein führendes Unternehmen in der polnischen Branche für die Behandlung gefährlicher Industrieabfälle, hat einen Vertrag im Wert von 33 Mio. PLN netto über die Bewirtschaftung einer "Umweltbombe" in Częstochowa unterzeichnet, in der etwa 6 000 Tonnen gefährlicher Abfälle gelagert werden. [...] Der Sektor für die Behandlung gefährlicher Abfälle in Polen entwickelt sich aufgrund des wachsenden Umweltbewusstseins und der Verschärfung der EU- und nationalen Umweltvorschriften immer stärker. Mo-BRUK ist aktiv an der Ermittlung und Lösung von Sondermüllproblemen beteiligt und arbeitet mit Regierungsstellen, lokalen Behörden und anderen an der Verbesserung der Umwelt in Polen Interessierten zusammen." Quelle: https://mobruk.pl/grupa-mo-bruk-zutylizuje-bombe-ekologicznazlokalizowana-w-czestochowie-za-33-mln-zl-2/
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Häufig gestellte Fragen zur Mo-Bruk Aktie und zum Mo-Bruk Kurs

Der aktuelle Kurs der Mo-Bruk Aktie liegt bei 86,70 €.

Für 1.000€ kann man sich 11,53 Mo-Bruk Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Mo-Bruk Aktie lautet MBRFF.

Die 1 Monats-Performance der Mo-Bruk Aktie beträgt aktuell 5,60%.

Die 1 Jahres-Performance der Mo-Bruk Aktie beträgt aktuell 34,63%.

Der Aktienkurs der Mo-Bruk Aktie liegt aktuell bei 86,70 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 5,60% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Mo-Bruk eine Wertentwicklung von 2,12% aus und über 6 Monate sind es 19,26%.

Das 52-Wochen-Hoch der Mo-Bruk Aktie liegt bei 88,40 €.

Das 52-Wochen-Tief der Mo-Bruk Aktie liegt bei 60,20 €.

Das Allzeithoch von Mo-Bruk liegt bei 91,40 €.

Das Allzeittief von Mo-Bruk liegt bei 56,50 €.

Die Volatilität der Mo-Bruk Aktie liegt derzeit bei 39,86%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Mo-Bruk in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 302,91 Mio. €

Insgesamt sind 3,5 Mio Mo-Bruk Aktien im Umlauf.

Mo-Bruk hat seinen Hauptsitz in Polen.

Das KGV der Mo-Bruk Aktie beträgt 44,35.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Mo-Bruk betrug 283.910.000 PLN.

Ja, Mo-Bruk zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 29.07.2025 eine Dividende in Höhe von 13,17 PLN (3,09 €) gezahlt.

Zuletzt hat Mo-Bruk am 29.07.2025 eine Dividende in Höhe von 13,17 PLN (3,09 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Mo-Bruk wurde am 29.07.2025 in Höhe von 13,17 PLN (3,09 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 29.07.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 13,17 PLN (3,09 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.