Mo-Bruk SA

Aktie
WKN:  A1C3YC ISIN:  PLMOBRK00013 US-Symbol:  MBRFF Branche:  Abfallwirtschaft Land:  Polen
93,40 €
+1,00 €
+1,08%
04.09.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
1,37 Mrd. zł
Streubesitz
51,72%
KGV
14,14
Dividende
3,09 EUR
Dividendenrendite
3,91%
Index-Zuordnung
-
Mo-Bruk Aktie Chart

Mo-Bruk Unternehmensbeschreibung

Mo-BRUK S.A. ist ein spezialisierter polnischer Entsorger mit Fokus auf industrielle Abfallwirtschaft und die energetische Verwertung von Abfällen. Das Unternehmen betreibt ein integriertes Geschäftsmodell entlang zentraler Wertschöpfungsstufen der europäischen Kreislaufwirtschaft. Im Zentrum stehen die Behandlung gefährlicher und nicht gefährlicher industrieller Abfälle, die Herstellung von Ersatzbrennstoffen und die Nutzung von Abfallströmen zur Energiegewinnung. Mo-BRUK adressiert damit regulatorisch geprägte Nachfrage in einem stark regulierten Markt. Die Gesellschaft ist an der Warschauer Börse notiert und gilt in Polen als einer der bedeutenderen privaten Anbieter für spezialisierte Abfallbehandlung und -verwertung mit industriellem Fokus.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Mo-BRUK S.A. basiert auf der Annahme, Aufbereitung und Behandlung von industriellen Abfällen, die aufgrund von Umweltauflagen, EU-Richtlinien und nationalen Vorschriften einer kontrollierten Verwertung oder Beseitigung zugeführt werden müssen. Das Unternehmen erzielt Erlöse vor allem über Entsorgungsentgelte und Verwertungserlöse, ergänzt um Einnahmen aus der Bereitstellung von Ersatzbrennstoffen und der Nutzung von Sekundärrohstoffen. Im Kern kombiniert Mo-BRUK Elemente eines klassischen Entsorgers mit denen eines Betreibers von Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen. Das Unternehmen profitiert von langfristigen regulatorischen Rahmenbedingungen in der EU, in denen die sichere Behandlung gefährlicher Abfälle, die Verringerung der Deponierung sowie die Steigerung der Recycling- und Verwertungsquoten politisch verankert sind. Die operative Logik: Mo-BRUK übernimmt komplexe, zumeist kostenintensive Abfallströme, verwandelt sie in verwertbare Fraktionen oder neutralisiert sie und erzielt dabei Margen, die von technischem Know-how, Genehmigungslage, Anlagenqualität und logistischer Effizienz abhängen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Mo-BRUK S.A. lässt sich aus öffentlichen Unternehmensangaben und der Positionierung im Markt als Beitrag zu einer umweltverträglichen, gesetzeskonformen und wirtschaftlich tragfähigen Abfallwirtschaft ableiten. Das Unternehmen versteht sich als Partner für Industrie, Kommunen und Infrastrukturbetreiber, die komplexe Abfallströme auslagern müssen, um regulatorische Risiken zu minimieren. Strategisch setzt Mo-BRUK auf:
  • die Konzentration auf technisch anspruchsvolle Abfallsegmente
  • die kontinuierliche Anpassung an Umweltstandards und EU-Regularien
  • die Optimierung bestehender Anlagen und Genehmigungen
  • Risikobegrenzung und Ausrichtung auf einen stabilen operativen Cashflow
  • l>Die Mission ist damit auf nachhaltige Entsorgungslösungen, Ressourceneffizienz und regulatorische Compliance ausgerichtet.

Produkte und Dienstleistungen

Mo-BRUK S.A. deckt ein Spektrum spezialisierter Umwelt- und Entsorgungsdienstleistungen ab, das vor allem industrielle Kunden adressiert. Zu den Kernleistungen gehören:
  • Behandlung gefährlicher Abfälle: thermische und chemisch-physikalische Verfahren zur sicheren Entsorgung oder Neutralisierung von Gefahrstoffen wie Industriechemikalien, Rückständen aus Verbrennungsprozessen sowie kontaminierten Materialien.
  • Verwertung von Verbrennungsrückständen: Aufbereitung von Aschen, Schlacken und ähnlichen Reststoffen mit dem Ziel, Sekundärbaustoffe oder verwertbare Materialien zu gewinnen.
  • Herstellung von Ersatzbrennstoffen (RDF/SRF): Verarbeitung geeigneter Abfallfraktionen zu Brennstoffen, die in Zementwerken, Kraftwerken oder Industrieanlagen eingesetzt werden können.
  • Stabilisierung und Solidifizierung: Behandlung von Abfällen, um diese deponiefähig oder transportfähig zu machen und Umweltgefahren zu minimieren.
  • Dienstleistungen im Bereich Abfalllogistik und Beratung: Unterstützung von Kunden bei der Klassifizierung, Deklaration und regelkonformen Entsorgung komplexer Abfallströme unter Einhaltung der EU- und Landesvorschriften.
  • l>Das Portfolio zielt darauf ab, dem Kunden einen möglichst geschlossenen Service aus einer Hand zu bieten und damit Transaktionskosten, Koordinationsaufwand und Haftungsrisiken zu reduzieren.

Business Units und operative Struktur

Die interne Segmenteinteilung orientiert sich bei Mo-BRUK S.A. an den unterschiedlichen Arten der Abfallbehandlung und Verwertung. Auch wenn Terminologie und Granularität je nach Berichtssaison variieren können, lassen sich typischerweise folgende operative Bereiche unterscheiden:
  • Segment gefährliche und andere Abfälle: Fokus auf Annahme, Aufbereitung und Entsorgung von gefährlichen Abfällen sowie bestimmten Industrieabfällen, die spezialisiertes Know-how und genehmigte Anlagen erfordern.
  • Segment Vermarktung von Verwertungsprodukten: umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Ersatzbrennstoffen sowie Sekundärbaustoffen, die aus behandelten Rückständen gewonnen werden.
  • Segment Deponie- und Ablagerungsaktivitäten: dort, wo eine stoffliche oder energetische Verwertung nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, übernimmt Mo-BRUK die regulierte Ablagerung in entsprechend genehmigten Einrichtungen.
  • l>Die Aktivitäten werden über mehrere Standorte in Polen gesteuert, die jeweils unterschiedliche Technologien und Genehmigungen vorhalten. Diese Netzwerkstruktur ermöglicht es, Abfallströme je nach Zusammensetzung und rechtlicher Einstufung an den jeweils geeigneten Standort zu leiten, um Kapazität, Kosten und Erträge zu steuern.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Im polnischen und regionalen Markt für spezialisierte Abfallwirtschaft verfügt Mo-BRUK S.A. über mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale und strukturelle Burggräben. Zu den wesentlichen Differenzierungsfaktoren zählen:
  • Hohe regulatorische Eintrittsbarrieren: Der Betrieb von Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle und von Verbrennungsrückständen erfordert umfangreiche Genehmigungsprozesse, Umweltverträglichkeitsprüfungen und laufende Überwachung. Diese Komplexität begrenzt den Eintritt neuer Wettbewerber.
  • Technologisches und prozessuales Know-how: Die Kombination aus thermischen, chemisch-physikalischen und mechanischen Behandlungsverfahren erhöht die Flexibilität bei der Annahme unterschiedlicher Abfallströme und ermöglicht optimierte Verwertungsquoten.
  • Breite Genehmigungsbasis: Umfangreiche Betriebs- und Umweltgenehmigungen gelten in der Abfallwirtschaft als knappe Ressource. Sie können den Charakter eines immateriellen Vermögenswertes annehmen, da Erweiterungen und Neuanlagen aufwendig sind.
  • Netzwerk aus spezialisierten Standorten: Mehrere Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten reduzieren Abhängigkeiten von einzelnen Anlagen, stärken die Versorgungssicherheit für Kunden und erhöhen die operative Resilienz.
  • l>Diese Faktoren können einen strukturellen Schutzwall gegenüber kleineren Anbietern und potenziell neuen Marktteilnehmern bilden. Mittel- bis langfristig bestehen jedoch Risiken durch technologische Substitution, strengere Emissionsgrenzen oder veränderte Abfallströme.

Wettbewerbsumfeld

Mo-BRUK S.A. agiert in einem fragmentierten, aber zunehmend konsolidierten Markt für industrielle Entsorgung und Kreislaufwirtschaft in Mittel- und Osteuropa. Zu den Wettbewerbern gehören:
  • internationale, integrierte Umweltkonzerne mit Aktivitäten in Polen und der EU, insbesondere große Abfall- und Recyclinggruppen
  • regionale und nationale Entsorger, die sich auf bestimmte Abfallarten, Deponien oder Recyclingsegmente fokussieren
  • Industrieunternehmen, die Teile der Abfallbehandlung selbst durchführen oder mit vertikal integrierten Lösungspartnern kooperieren
  • l>Der Wettbewerb findet weniger über reine Preisaggression, sondern stark über Genehmigungsumfang, technische Kompetenz, Compliance-Historie und Servicequalität statt. Eine besondere Rolle spielen öffentliche Ausschreibungen, längerfristige Entsorgungsverträge mit Industrieunternehmen sowie regulatorische Vorgaben, die spezifische Behandlungspfade vorschreiben. Der Markt wird von politischen Entscheidungen, EU-Richtlinien, nationaler Umweltgesetzgebung und Deponiepolitik geprägt, was sowohl Chancen als auch Interventionsrisiken birgt.

Management und Unternehmensführung

Mo-BRUK S.A. wird von einem Managementteam geführt, das über langjährige Erfahrung in der polnischen und europäischen Entsorgungsbranche verfügt. Die Eigentümerstruktur weist traditionell einen signifikanten Anteil von Gründern oder langjährigen Ankeraktionären auf, was die strategische Kontinuität begünstigt. Die Unternehmensführung legt strategisch den Schwerpunkt auf:
  • die Festigung der Kernkompetenzen in der Behandlung gefährlicher Abfälle
  • die Sicherung und Erweiterung von Genehmigungen und Kapazitäten
  • eine aus Risikogesichtspunkten konservative Finanz- und Investitionspolitik
  • l>Die Corporate-Governance-Struktur folgt dem in Polen üblichen Modell börsennotierter Gesellschaften mit Aufsichtsrat und Vorstand. Für Investoren bleiben Transparenz, Nachvollziehbarkeit von Umwelt- und Compliance-Risiken sowie eine konsistente Ausschüttungs- und Investitionspolitik wesentliche Beobachtungspunkte.

Branchen- und Regionenanalysen

Mo-BRUK S.A. operiert vornehmlich in der polnischen Abfallwirtschaft und ist damit Teil der europäischen Industrie für Kreislaufwirtschaft, Spezialentsorgung und Umwelttechnik. Polen befindet sich hinsichtlich Recyclingquoten, Deponierungsanteilen und Infrastruktur für die Abfallverwertung weiterhin in einem Aufholprozess gegenüber westeuropäischen Staaten. Dies führt zu:
  • einem strukturellen Investitionsbedarf in Entsorgungs- und Verwertungsanlagen
  • Potenzial für steigende Nachfrage nach hochwertiger, regulierungskonformer Abfallbehandlung
  • zunehmender Harmonisierung mit EU-Vorgaben, die Deponierung verteuern und Verwertung priorisieren
  • l>Die Branche ist stark von Umweltregulierung, CO2-Politik, Energiewende und Ressourceneffizienzstrategien der EU geprägt. Strengere Vorgaben zur Reduktion von Deponierung und zur energetischen Verwertung von Abfällen können den Bedarf an spezialisierten Anbietern wie Mo-BRUK unterstützen. Konjunkturelle Schwankungen können über Industrieproduktion und Bauaktivität Einfluss auf Abfallmengen und Zusammensetzung nehmen, der strukturell-regulatorische Rückenwind wirkt jedoch teilweise dämpfend auf Zyklen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Mo-BRUK S.A. hat sich aus einem regionalen Anbieter zu einem landesweit agierenden Spezialisten für industrielle Abfallbehandlung entwickelt. Das Unternehmen entstand in den 1980er Jahren im Kontext der Modernisierung der polnischen Bau- und Baustoffbranche und verlagerte den Schwerpunkt in den folgenden Jahrzehnten zunehmend auf Umweltdienstleistungen, insbesondere die Verarbeitung von Rückständen aus Verbrennungs- und Industrieprozessen. Mit der EU-Integration Polens und der sukzessiven Angleichung an europäische Umweltstandards eröffnete sich ein wachsender Markt für spezialisierte Entsorgungs- und Verwertungsleistungen. Mo-BRUK nutzte diese regulatorische Dynamik, um sein Netzwerk an Standorte auszubauen, zusätzliche Genehmigungen zu erlangen und technologische Kompetenzen zu vertiefen. Die Börsennotierung an der Warschauer Börse ermöglichte den Zugang zu Kapital für organisches Wachstum und Investitionen in Anlagentechnik. Heute präsentiert sich das Unternehmen als etablierter Akteur im polnischen Markt mit Fokussierung auf anspruchsvolle Abfallströme und energetische Verwertung.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Betreiber von Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle und zur energetischen Verwertung steht Mo-BRUK S.A. im Spannungsfeld zwischen Umweltentlastung und Emissionsrisiken. Einerseits leistet das Geschäftsmodell einen Beitrag zur Reduzierung unkontrollierter Deponierung, zur sicheren Entsorgung gefährlicher Stoffe und zur Bereitstellung von Ersatzbrennstoffen, die Primärenergieträger substituieren können. Andererseits unterliegen die Aktivitäten strengen Emissionsgrenzwerten, Monitoringpflichten und Reportinganforderungen. Für institutionelle und konservative Anleger sind insbesondere folgende Besonderheiten relevant:
  • ESG-Relevanz: Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft gelten als zentrale Bausteine der europäischen Nachhaltigkeitsagenda, gleichzeitig sind Vorfälle, Genehmigungsverstöße oder Umweltunfälle mit erheblichen Reputations- und Haftungsrisiken verbunden.
  • Abhängigkeit von Regulierung: Umweltpolitik, Deponiesteuern, CO2-Bepreisung und EU-Abfallrahmenrichtlinien beeinflussen Geschäftsbedingungen, Investitionsanforderungen und Profitabilität maßgeblich.
  • Lokalpolitische Sensitivität: Standorte und Erweiterungsprojekte können auf Widerstand lokaler Interessengruppen stoßen, was Projektlaufzeiten verlängert oder Genehmigungen verzögert.
  • l>Mo-BRUK gehört zu jenen Geschäftsmodellen, die eng mit der Transformation hin zu einer ressourceneffizienteren und emissionsärmeren Wirtschaft verknüpft sind, aber unter erhöhter regulatorischer und gesellschaftlicher Beobachtung stehen.

Chancen aus Investorensicht

Aus der Perspektive eines konservativen Anlegers ergeben sich potenzielle Chancen:
  • Strukturell unterstütztes Marktumfeld: Der Trend zu schärferen Umweltstandards, höherer Verwertungsquote und geringerer Deponierung schafft eine nachhaltige Nachfrage nach spezialisierten Abfallbehandlungsleistungen.
  • Eintrittsbarrieren: Genehmigungen, technische Komplexität und regulatorische Anforderungen erschweren neuen Anbietern den Markteintritt und schützen etablierte Kapazitäten.
  • Relativ stabile Grundnachfrage: Die Notwendigkeit zur sicheren Entsorgung gefährlicher Abfälle besteht weitgehend unabhängig von konjunkturellen Zyklen, da Entsorgungsverpflichtungen in vielen Fällen gesetzlich zwingend sind.
  • Potenzial für Effizienzgewinne: Optimierung der Anlagenauslastung, Prozessverbesserungen und eine zunehmende Nutzung von Sekundärrohstoffen und Ersatzbrennstoffen können Margen stützen.
  • l>Diese Faktoren sind vor allem für Anleger mit längerem Anlagehorizont relevant, die von regulatorischem Rückenwind und der fortschreitenden Konvergenz osteuropäischer Umweltstandards an westeuropäische Zielniveaus partizipieren wollen.

Risiken aus Investorensicht

Dem gegenüber stehen Risiken, die bei einer konservativen Anlagestrategie berücksichtigt werden müssen:
  • Regulatorisches Risiko: Veränderungen in Umweltgesetzgebung, Emissionsgrenzwerten, Deponiepolitik oder EU-Richtlinien können bestehende Geschäftsmodelle verteuern, zusätzliche Investitionen erzwingen oder bestimmte Behandlungspfade unrentabel machen.
  • Genehmigungs- und anlagenspezifisches Risiko: Der Verlust, die Einschränkung oder die verzögerte Erneuerung von Betriebsgenehmigungen kann Kapazitäten abrupt reduzieren. Technische Störungen, Unfälle oder behördliche Auflagen können zu Produktionsunterbrechungen führen.
  • Reputations- und Haftungsrisiko: Umweltvorfälle, nicht konforme Entsorgung oder Konflikte mit Behörden bergen die Gefahr von Strafzahlungen, Schadensersatzforderungen und Vertrauensverlust bei Kunden und Kapitalmarktteilnehmern.
  • Wettbewerb durch Großkonzerne: Internationale Umwelt- und Entsorgungskonzerne können durch Übernahmen oder Kapazitätsaufbau verstärkt in den Markt drängen und Margen unter Druck setzen.
  • Politisches und lokales Risiko: Standortfragen, kommunale Interessen, Bürgerproteste oder Veränderungen in lokalen Verwaltungsentscheidungen können Projekte verzögern oder beeinflussen.
  • l>Für risikobewusste Anleger ist eine kontinuierliche Beobachtung der regulatorischen Entwicklung, der ESG-Performance, der Governance-Qualität und der Standortsituation von Mo-BRUK S.A. wichtig. Eine Investitionsentscheidung muss in den Kontext der individuellen Risikotragfähigkeit und Portfoliodiversifikation gestellt werden.
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Community: Diskussion zur Mo-Bruk Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Mo-BRUK erzielte 2026 starke operative Ergebnisse (Q1 und H1: deutliche Umsatz‑, EBITDA‑ und Nettogewinnsteigerungen), woraufhin die Aktie in Deutschland zulegte und die Hauptversammlung eine erhöhte Dividende von 15,23 PLN je Aktie beschloss.
  • Als Wachstumstreiber werden Übernahmen (El Kajo, Eco Point), Kapazitätsausbau und Modernisierung der Werke, profitable öffentliche Aufträge zur Beseitigung sogenannter „Umweltbomben“ sowie weitere geplante Zukäufe und Investitionen (bis zu rund 30 Mio. PLN) genannt, wobei die Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum EBITDA moderat blieb (etwa 0,7–0,95x).
  • Gleichzeitig wurde ein langfristiges Management‑Bonusprogramm verankert, Anleger heben das operative Momentum hervor, es existierten aber frühere einmalige Wertberichtigungen und vereinzelte Kritik an der Investor‑Kommunikation, sodass Integrations-, regulatorische und externe Risiken als relevante Gegenfaktoren genannt werden.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Mo-Bruk Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 319,90 zł
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 51,30 zł
Jahresüberschuss in Mio. 15,20 zł
Umsatz je Aktie 91,06 zł
Gewinn je Aktie 4,36 zł
Gewinnrendite +4,75%
Umsatzrendite +4,75%
Return on Investment +2,94%
Marktkapitalisierung in Mio. 1.370 zł
KGV (Kurs/Gewinn) 70,37
KBV (Kurs/Buchwert) 5,00
KUV (Kurs/Umsatz) 3,34
Eigenkapitalrendite +7,11%
Eigenkapitalquote +41,33%

Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 3,91%
Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 2 Jahren
Jährlicher -0,87% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs
Ausschüttungs- 55,72% (auf den Gewinn/FFO)
quote % (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung -3,59%

Dividenden Historie

Datum Dividende
29.07.2026 15,23 PLN
29.07.2025 13,17 PLN
29.07.2024 13,17 PLN
30.06.2023 13,17 PLN
02.05.2022 31,50 PLN
15.06.2021 20,15 PLN
19.06.2020 10,25 PLN
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Mo-Bruk Termine

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Mo-Bruk Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 93,20 +1,19%
92,10 € 04.09.26
Frankfurt 91,40 0 %
91,40 € 04.09.26
Gettex 93,40 +1,08%
92,40 € 04.09.26
Hamburg 90,90 -0,11%
91,00 € 04.09.26
L&S RT 93,55 0 %
93,55 € 05.09.26
Quotrix 92,60 +0,22%
92,40 € 04.09.26
Stuttgart 93,50 +1,19%
92,40 € 04.09.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
04.09.26 93,40 274
03.09.26 92,40 93
02.09.26 92,40 0
01.09.26 89,50 0
31.08.26 89,30 90
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 89,30 € +4,59%
1 Monat 89,00 € +4,94%
6 Monate 80,70 € +15,74%
1 Jahr 68,60 € +36,15%
5 Jahre 80,40 € +16,17%

Unternehmensprofil Mo-Bruk

Mo-BRUK S.A. ist ein spezialisierter polnischer Entsorger mit Fokus auf industrielle Abfallwirtschaft und die energetische Verwertung von Abfällen. Das Unternehmen betreibt ein integriertes Geschäftsmodell entlang zentraler Wertschöpfungsstufen der europäischen Kreislaufwirtschaft. Im Zentrum stehen die Behandlung gefährlicher und nicht gefährlicher industrieller Abfälle, die Herstellung von Ersatzbrennstoffen und die Nutzung von Abfallströmen zur Energiegewinnung. Mo-BRUK adressiert damit regulatorisch geprägte Nachfrage in einem stark regulierten Markt. Die Gesellschaft ist an der Warschauer Börse notiert und gilt in Polen als einer der bedeutenderen privaten Anbieter für spezialisierte Abfallbehandlung und -verwertung mit industriellem Fokus.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Mo-BRUK S.A. basiert auf der Annahme, Aufbereitung und Behandlung von industriellen Abfällen, die aufgrund von Umweltauflagen, EU-Richtlinien und nationalen Vorschriften einer kontrollierten Verwertung oder Beseitigung zugeführt werden müssen. Das Unternehmen erzielt Erlöse vor allem über Entsorgungsentgelte und Verwertungserlöse, ergänzt um Einnahmen aus der Bereitstellung von Ersatzbrennstoffen und der Nutzung von Sekundärrohstoffen. Im Kern kombiniert Mo-BRUK Elemente eines klassischen Entsorgers mit denen eines Betreibers von Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen. Das Unternehmen profitiert von langfristigen regulatorischen Rahmenbedingungen in der EU, in denen die sichere Behandlung gefährlicher Abfälle, die Verringerung der Deponierung sowie die Steigerung der Recycling- und Verwertungsquoten politisch verankert sind. Die operative Logik: Mo-BRUK übernimmt komplexe, zumeist kostenintensive Abfallströme, verwandelt sie in verwertbare Fraktionen oder neutralisiert sie und erzielt dabei Margen, die von technischem Know-how, Genehmigungslage, Anlagenqualität und logistischer Effizienz abhängen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Mo-BRUK S.A. lässt sich aus öffentlichen Unternehmensangaben und der Positionierung im Markt als Beitrag zu einer umweltverträglichen, gesetzeskonformen und wirtschaftlich tragfähigen Abfallwirtschaft ableiten. Das Unternehmen versteht sich als Partner für Industrie, Kommunen und Infrastrukturbetreiber, die komplexe Abfallströme auslagern müssen, um regulatorische Risiken zu minimieren. Strategisch setzt Mo-BRUK auf:
  • die Konzentration auf technisch anspruchsvolle Abfallsegmente
  • die kontinuierliche Anpassung an Umweltstandards und EU-Regularien
  • die Optimierung bestehender Anlagen und Genehmigungen
  • Risikobegrenzung und Ausrichtung auf einen stabilen operativen Cashflow
  • l>Die Mission ist damit auf nachhaltige Entsorgungslösungen, Ressourceneffizienz und regulatorische Compliance ausgerichtet.

Produkte und Dienstleistungen

Mo-BRUK S.A. deckt ein Spektrum spezialisierter Umwelt- und Entsorgungsdienstleistungen ab, das vor allem industrielle Kunden adressiert. Zu den Kernleistungen gehören:
  • Behandlung gefährlicher Abfälle: thermische und chemisch-physikalische Verfahren zur sicheren Entsorgung oder Neutralisierung von Gefahrstoffen wie Industriechemikalien, Rückständen aus Verbrennungsprozessen sowie kontaminierten Materialien.
  • Verwertung von Verbrennungsrückständen: Aufbereitung von Aschen, Schlacken und ähnlichen Reststoffen mit dem Ziel, Sekundärbaustoffe oder verwertbare Materialien zu gewinnen.
  • Herstellung von Ersatzbrennstoffen (RDF/SRF): Verarbeitung geeigneter Abfallfraktionen zu Brennstoffen, die in Zementwerken, Kraftwerken oder Industrieanlagen eingesetzt werden können.
  • Stabilisierung und Solidifizierung: Behandlung von Abfällen, um diese deponiefähig oder transportfähig zu machen und Umweltgefahren zu minimieren.
  • Dienstleistungen im Bereich Abfalllogistik und Beratung: Unterstützung von Kunden bei der Klassifizierung, Deklaration und regelkonformen Entsorgung komplexer Abfallströme unter Einhaltung der EU- und Landesvorschriften.
  • l>Das Portfolio zielt darauf ab, dem Kunden einen möglichst geschlossenen Service aus einer Hand zu bieten und damit Transaktionskosten, Koordinationsaufwand und Haftungsrisiken zu reduzieren.

Business Units und operative Struktur

Die interne Segmenteinteilung orientiert sich bei Mo-BRUK S.A. an den unterschiedlichen Arten der Abfallbehandlung und Verwertung. Auch wenn Terminologie und Granularität je nach Berichtssaison variieren können, lassen sich typischerweise folgende operative Bereiche unterscheiden:
  • Segment gefährliche und andere Abfälle: Fokus auf Annahme, Aufbereitung und Entsorgung von gefährlichen Abfällen sowie bestimmten Industrieabfällen, die spezialisiertes Know-how und genehmigte Anlagen erfordern.
  • Segment Vermarktung von Verwertungsprodukten: umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Ersatzbrennstoffen sowie Sekundärbaustoffen, die aus behandelten Rückständen gewonnen werden.
  • Segment Deponie- und Ablagerungsaktivitäten: dort, wo eine stoffliche oder energetische Verwertung nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, übernimmt Mo-BRUK die regulierte Ablagerung in entsprechend genehmigten Einrichtungen.
  • l>Die Aktivitäten werden über mehrere Standorte in Polen gesteuert, die jeweils unterschiedliche Technologien und Genehmigungen vorhalten. Diese Netzwerkstruktur ermöglicht es, Abfallströme je nach Zusammensetzung und rechtlicher Einstufung an den jeweils geeigneten Standort zu leiten, um Kapazität, Kosten und Erträge zu steuern.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Im polnischen und regionalen Markt für spezialisierte Abfallwirtschaft verfügt Mo-BRUK S.A. über mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale und strukturelle Burggräben. Zu den wesentlichen Differenzierungsfaktoren zählen:
  • Hohe regulatorische Eintrittsbarrieren: Der Betrieb von Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle und von Verbrennungsrückständen erfordert umfangreiche Genehmigungsprozesse, Umweltverträglichkeitsprüfungen und laufende Überwachung. Diese Komplexität begrenzt den Eintritt neuer Wettbewerber.
  • Technologisches und prozessuales Know-how: Die Kombination aus thermischen, chemisch-physikalischen und mechanischen Behandlungsverfahren erhöht die Flexibilität bei der Annahme unterschiedlicher Abfallströme und ermöglicht optimierte Verwertungsquoten.
  • Breite Genehmigungsbasis: Umfangreiche Betriebs- und Umweltgenehmigungen gelten in der Abfallwirtschaft als knappe Ressource. Sie können den Charakter eines immateriellen Vermögenswertes annehmen, da Erweiterungen und Neuanlagen aufwendig sind.
  • Netzwerk aus spezialisierten Standorten: Mehrere Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten reduzieren Abhängigkeiten von einzelnen Anlagen, stärken die Versorgungssicherheit für Kunden und erhöhen die operative Resilienz.
  • l>Diese Faktoren können einen strukturellen Schutzwall gegenüber kleineren Anbietern und potenziell neuen Marktteilnehmern bilden. Mittel- bis langfristig bestehen jedoch Risiken durch technologische Substitution, strengere Emissionsgrenzen oder veränderte Abfallströme.

Wettbewerbsumfeld

Mo-BRUK S.A. agiert in einem fragmentierten, aber zunehmend konsolidierten Markt für industrielle Entsorgung und Kreislaufwirtschaft in Mittel- und Osteuropa. Zu den Wettbewerbern gehören:
  • internationale, integrierte Umweltkonzerne mit Aktivitäten in Polen und der EU, insbesondere große Abfall- und Recyclinggruppen
  • regionale und nationale Entsorger, die sich auf bestimmte Abfallarten, Deponien oder Recyclingsegmente fokussieren
  • Industrieunternehmen, die Teile der Abfallbehandlung selbst durchführen oder mit vertikal integrierten Lösungspartnern kooperieren
  • l>Der Wettbewerb findet weniger über reine Preisaggression, sondern stark über Genehmigungsumfang, technische Kompetenz, Compliance-Historie und Servicequalität statt. Eine besondere Rolle spielen öffentliche Ausschreibungen, längerfristige Entsorgungsverträge mit Industrieunternehmen sowie regulatorische Vorgaben, die spezifische Behandlungspfade vorschreiben. Der Markt wird von politischen Entscheidungen, EU-Richtlinien, nationaler Umweltgesetzgebung und Deponiepolitik geprägt, was sowohl Chancen als auch Interventionsrisiken birgt.

Management und Unternehmensführung

Mo-BRUK S.A. wird von einem Managementteam geführt, das über langjährige Erfahrung in der polnischen und europäischen Entsorgungsbranche verfügt. Die Eigentümerstruktur weist traditionell einen signifikanten Anteil von Gründern oder langjährigen Ankeraktionären auf, was die strategische Kontinuität begünstigt. Die Unternehmensführung legt strategisch den Schwerpunkt auf:
  • die Festigung der Kernkompetenzen in der Behandlung gefährlicher Abfälle
  • die Sicherung und Erweiterung von Genehmigungen und Kapazitäten
  • eine aus Risikogesichtspunkten konservative Finanz- und Investitionspolitik
  • l>Die Corporate-Governance-Struktur folgt dem in Polen üblichen Modell börsennotierter Gesellschaften mit Aufsichtsrat und Vorstand. Für Investoren bleiben Transparenz, Nachvollziehbarkeit von Umwelt- und Compliance-Risiken sowie eine konsistente Ausschüttungs- und Investitionspolitik wesentliche Beobachtungspunkte.

Branchen- und Regionenanalysen

Mo-BRUK S.A. operiert vornehmlich in der polnischen Abfallwirtschaft und ist damit Teil der europäischen Industrie für Kreislaufwirtschaft, Spezialentsorgung und Umwelttechnik. Polen befindet sich hinsichtlich Recyclingquoten, Deponierungsanteilen und Infrastruktur für die Abfallverwertung weiterhin in einem Aufholprozess gegenüber westeuropäischen Staaten. Dies führt zu:
  • einem strukturellen Investitionsbedarf in Entsorgungs- und Verwertungsanlagen
  • Potenzial für steigende Nachfrage nach hochwertiger, regulierungskonformer Abfallbehandlung
  • zunehmender Harmonisierung mit EU-Vorgaben, die Deponierung verteuern und Verwertung priorisieren
  • l>Die Branche ist stark von Umweltregulierung, CO2-Politik, Energiewende und Ressourceneffizienzstrategien der EU geprägt. Strengere Vorgaben zur Reduktion von Deponierung und zur energetischen Verwertung von Abfällen können den Bedarf an spezialisierten Anbietern wie Mo-BRUK unterstützen. Konjunkturelle Schwankungen können über Industrieproduktion und Bauaktivität Einfluss auf Abfallmengen und Zusammensetzung nehmen, der strukturell-regulatorische Rückenwind wirkt jedoch teilweise dämpfend auf Zyklen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Mo-BRUK S.A. hat sich aus einem regionalen Anbieter zu einem landesweit agierenden Spezialisten für industrielle Abfallbehandlung entwickelt. Das Unternehmen entstand in den 1980er Jahren im Kontext der Modernisierung der polnischen Bau- und Baustoffbranche und verlagerte den Schwerpunkt in den folgenden Jahrzehnten zunehmend auf Umweltdienstleistungen, insbesondere die Verarbeitung von Rückständen aus Verbrennungs- und Industrieprozessen. Mit der EU-Integration Polens und der sukzessiven Angleichung an europäische Umweltstandards eröffnete sich ein wachsender Markt für spezialisierte Entsorgungs- und Verwertungsleistungen. Mo-BRUK nutzte diese regulatorische Dynamik, um sein Netzwerk an Standorte auszubauen, zusätzliche Genehmigungen zu erlangen und technologische Kompetenzen zu vertiefen. Die Börsennotierung an der Warschauer Börse ermöglichte den Zugang zu Kapital für organisches Wachstum und Investitionen in Anlagentechnik. Heute präsentiert sich das Unternehmen als etablierter Akteur im polnischen Markt mit Fokussierung auf anspruchsvolle Abfallströme und energetische Verwertung.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Betreiber von Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle und zur energetischen Verwertung steht Mo-BRUK S.A. im Spannungsfeld zwischen Umweltentlastung und Emissionsrisiken. Einerseits leistet das Geschäftsmodell einen Beitrag zur Reduzierung unkontrollierter Deponierung, zur sicheren Entsorgung gefährlicher Stoffe und zur Bereitstellung von Ersatzbrennstoffen, die Primärenergieträger substituieren können. Andererseits unterliegen die Aktivitäten strengen Emissionsgrenzwerten, Monitoringpflichten und Reportinganforderungen. Für institutionelle und konservative Anleger sind insbesondere folgende Besonderheiten relevant:
  • ESG-Relevanz: Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft gelten als zentrale Bausteine der europäischen Nachhaltigkeitsagenda, gleichzeitig sind Vorfälle, Genehmigungsverstöße oder Umweltunfälle mit erheblichen Reputations- und Haftungsrisiken verbunden.
  • Abhängigkeit von Regulierung: Umweltpolitik, Deponiesteuern, CO2-Bepreisung und EU-Abfallrahmenrichtlinien beeinflussen Geschäftsbedingungen, Investitionsanforderungen und Profitabilität maßgeblich.
  • Lokalpolitische Sensitivität: Standorte und Erweiterungsprojekte können auf Widerstand lokaler Interessengruppen stoßen, was Projektlaufzeiten verlängert oder Genehmigungen verzögert.
  • l>Mo-BRUK gehört zu jenen Geschäftsmodellen, die eng mit der Transformation hin zu einer ressourceneffizienteren und emissionsärmeren Wirtschaft verknüpft sind, aber unter erhöhter regulatorischer und gesellschaftlicher Beobachtung stehen.

Chancen aus Investorensicht

Aus der Perspektive eines konservativen Anlegers ergeben sich potenzielle Chancen:
  • Strukturell unterstütztes Marktumfeld: Der Trend zu schärferen Umweltstandards, höherer Verwertungsquote und geringerer Deponierung schafft eine nachhaltige Nachfrage nach spezialisierten Abfallbehandlungsleistungen.
  • Eintrittsbarrieren: Genehmigungen, technische Komplexität und regulatorische Anforderungen erschweren neuen Anbietern den Markteintritt und schützen etablierte Kapazitäten.
  • Relativ stabile Grundnachfrage: Die Notwendigkeit zur sicheren Entsorgung gefährlicher Abfälle besteht weitgehend unabhängig von konjunkturellen Zyklen, da Entsorgungsverpflichtungen in vielen Fällen gesetzlich zwingend sind.
  • Potenzial für Effizienzgewinne: Optimierung der Anlagenauslastung, Prozessverbesserungen und eine zunehmende Nutzung von Sekundärrohstoffen und Ersatzbrennstoffen können Margen stützen.
  • l>Diese Faktoren sind vor allem für Anleger mit längerem Anlagehorizont relevant, die von regulatorischem Rückenwind und der fortschreitenden Konvergenz osteuropäischer Umweltstandards an westeuropäische Zielniveaus partizipieren wollen.

Risiken aus Investorensicht

Dem gegenüber stehen Risiken, die bei einer konservativen Anlagestrategie berücksichtigt werden müssen:
  • Regulatorisches Risiko: Veränderungen in Umweltgesetzgebung, Emissionsgrenzwerten, Deponiepolitik oder EU-Richtlinien können bestehende Geschäftsmodelle verteuern, zusätzliche Investitionen erzwingen oder bestimmte Behandlungspfade unrentabel machen.
  • Genehmigungs- und anlagenspezifisches Risiko: Der Verlust, die Einschränkung oder die verzögerte Erneuerung von Betriebsgenehmigungen kann Kapazitäten abrupt reduzieren. Technische Störungen, Unfälle oder behördliche Auflagen können zu Produktionsunterbrechungen führen.
  • Reputations- und Haftungsrisiko: Umweltvorfälle, nicht konforme Entsorgung oder Konflikte mit Behörden bergen die Gefahr von Strafzahlungen, Schadensersatzforderungen und Vertrauensverlust bei Kunden und Kapitalmarktteilnehmern.
  • Wettbewerb durch Großkonzerne: Internationale Umwelt- und Entsorgungskonzerne können durch Übernahmen oder Kapazitätsaufbau verstärkt in den Markt drängen und Margen unter Druck setzen.
  • Politisches und lokales Risiko: Standortfragen, kommunale Interessen, Bürgerproteste oder Veränderungen in lokalen Verwaltungsentscheidungen können Projekte verzögern oder beeinflussen.
  • l>Für risikobewusste Anleger ist eine kontinuierliche Beobachtung der regulatorischen Entwicklung, der ESG-Performance, der Governance-Qualität und der Standortsituation von Mo-BRUK S.A. wichtig. Eine Investitionsentscheidung muss in den Kontext der individuellen Risikotragfähigkeit und Portfoliodiversifikation gestellt werden.
Stand: August 2026
Hinweis

Mo-Bruk Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Mo-Bruk Kursziel 2026

  • Die Mo-Bruk Kurs Performance für 2026 liegt bei +18,68%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 1,37 Mrd. zł
Streubesitz 51,72%
Währung PLN
Land Polen
Sektor Industrie
Branche Abfallwirtschaft
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+28,275% Institutionelle Aktionäre
+20,002% Insider Aktionäre
+51,723% Streubesitz

Community-Beiträge zu Mo-Bruk

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TheseusX
Jetzt geht es rund
Mo-BRUK Aktie in Deutschland heute rund 6 % im PLUS Warum? Mo-BRUK verzeichnete im ersten Halbjahr (H1) 2026 ein starkes Wachstum, angetrieben durch erfolgreiche Übernahmen und gestiegene Abfallverwertungspreise, wobei das EBITDA um 44 % auf 74,75 Mio. PLN stieg. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um ca. 59 % auf 42,08 Mio. PLN. (KI Zusammenfassung) The Group's financial situation remains stable. The net debt-to-EBITDA ratio at the end of June 2026 was 0.95x, compared to 1.2x at the end of March this year. "We are optimistic about the outlook for the second half of the year and assume that, absent any extraordinary external events, it will be a very successful year for the entire Group. Other key initiatives will be increasing the limits set by integrated permits and finalizing further acquisitions, which will allow us to increase control over our waste stream. In parallel, we are continuing investments worth up to PLN 30 million, focusing on the expansion of the EL-KAJO plant and the modernization of logistics in Karsy. These investments aim to eliminate bottlenecks and increase real processing capacity." (Henryk Siodmok; president of Mo-BRUK) "The first half of 2026 was also the period in which the effects of our acquisitions of El Kajo and Eco Point were fully realized. Both companies are already contributing significantly to consolidated EBITDA and net profit. We have expanded our competencies in the area of ​​oily waste processing and are developing our processing base in consolidation and stabilization. It is worth emphasizing that, as of the date of publication, only PLN 6.4 million of the total price for the shares in both entities remains to be settled, out of a total of PLN 126.5 million. All of this was achieved while simultaneously implementing a large-scale investment program in fixed assets and regularly paying dividends to shareholders. We intend to continue this trend in both M&A and our dividend policy." (Henryk Siodmok; president of Mo-BRUK) Quelle: https://mobruk.pl/grupa-mo-bruk-zwiekszyla-ebitda-w-i-polroczu-2026-roku-o-44-proc-r-r-do-748-mln-zl/
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TheseusX
Weiter voran
Ex-Dividenden-Tag und Ausschüttung: Der wichtigste kurzfristige Meilenstein lag am 29. Juli 2026 (Ex-Tag) bzw. 30. Juli 2026 (Dividendentag). Beschlossen wurde eine jährliche Dividende von 15,23 PLN je Aktie. Das ist eine spürbare Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren (jeweils 13,17 PLN). Die Auszahlung an die Aktionäre erfolgt am 5. Oktober 2026. Langfristiges Motivationsprogramm (2026–2030): Auf der Hauptversammlung Ende Juni wurde ein ambitioniertes Bonussystem für das Management verabschiedet. Führungskräfte erhalten Aktienoptionen (Serie D) nur dann, wenn sie den polnischen WIG-Index in Sachen Gesamtrendite deutlich schlagen (um 30 bis 50 Prozentpunkte je nach Tranche). Das bindet das Management extrem stark an den langfristigen Shareholder Value. Strategische Kapazitätserweiterung & Zukäufe: Das Management gab aktuelle Einblicke in die Wachstumspläne. Der Fokus liegt auf der Beseitigung von operativen Engpässen ("Bottlenecks"), um die Verarbeitungskapazitäten ohne teure Neubauten zu erhöhen. Bis zum Jahresende stehen zudem weitere Übernahmen (Akwizycje) im Bereich der industriellen Abfallsammlung im Fokus, um die Lieferströme zu stabilisieren. Die Aktie profitierte zuletzt stark von den hervorragenden Zahlen des ersten Quartals, was den Kurs am 27. Juli 2026 auf ein neues 52-Wochen-Hoch von knapp 91,35 EUR (bzw. ca. 381 PLN) trieb. Aktuell konsolidiert das Papier knapp darunter bei rund 87,00 EUR bis 88,50 EUR.
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TheseusX
Q1 2026 Rekordquartal
Mo-BRUK hat im ersten Quartal operativ massiv beschleunigt und die Markterwartungen deutlich übertroffen: - Umsatz-Explosion: Der Umsatz schoss im Vorjahresvergleich um 32,6 % nach oben auf 79,0 Millionen PLN. - Gewinn-Sprung: Der Nettogewinn kletterte um 23,9 % auf 15,6 Millionen PLN. Das EBITDA stieg um 25,1 % auf 30,4 Millionen PLN. - Mengen-Wachstum: Mo-BRUK verarbeitete im ersten Quartal insgesamt 82.900 Tonnen Abfall (ein deutliches Plus zu den 73.200 Tonnen im Vorjahreszeitraum). - Wachstumstreiber: Das Neugeschäft im Bereich Öle und ölhaltige Gewässer baut seine Position stark aus. Zudem profitiert Mo-BRUK von gestiegenen Preisen bei der Verbrennung von gefährlichen Industrieabfällen und alternativen Brennstoffen (RDF). Und sonst so: - Kapazitätserweiterung & Modernisierung in den Werken Niećw i und Karsy erfolgreich abgeschlossen. Diese modernen Anlagen erlauben es Mo-BRUK ab sofort, das operative Geschäft deutlich zu skalieren und größere Mengen an Sondermüll zu verarbeiten. - Mo-BRUK unterzeichnete unter anderem einen großen Konsortialvertrag mit der Gemeinde Zgierz zur Beseitigung und Verarbeitung gefährlicher Industrieabfälle. Solche staatlich geförderten Sanierungsprojekte von Altdeponien bleiben eine extrem profitable Einnahmequelle. - Am 15. Mai 2026 hat der Vorstand seine offizielle Dividendenempfehlung für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt: 15,23 PLN je Aktie. Beim aktuellen Kurs entspricht das einer absolut soliden Dividendenrendite von rund 4,2 %. Die Auszahlung der Dividende ist für den 5. Oktober 2026 geplant.
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TheseusX
Solide Ergebnisse nach drei Quartalen 2025
Die Mo-BRUK-Gruppe präsentiert solide Ergebnisse nach drei Quartalen 2025 In den ersten drei Quartalen 2025 erzielte die Mo-BRUK-Gruppe einen Umsatz von 210,2 Mio. PLN, was einem Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das EBITDA für diesen Zeitraum belief sich auf 36,9 Mio. PLN gegenüber 84,7 Mio. PLN im Vorjahr. Der Nettogewinn belief sich auf -12,1 Mio. PLN gegenüber 55 Mio. PLN im gleichen Zeitraum des Jahres 2024. Der Gewinnrückgang war im Wesentlichen auf einen einmaligen Vorgang in Form von Wertberichtigungen auf Forderungen aus vollständig eingezahlten erhöhten Gebühren zuzüglich Zinsen für die Jahre 2018 und 2019 in Höhe von 65,2 Mio. PLN zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieses einmaligen Ereignisses würde das EBITDA für die ersten drei Quartale dieses Jahres 89,2 Mio. PLN (+5,4 % im Jahresvergleich) und der Nettogewinn 55 Mio. PLN (-3,6 % im Jahresvergleich) betragen. Ohne einmalige Ereignisse erzielte die Gruppe eine hohe EBITDA-Rentabilität aus dem Kerngeschäft von kumulativ 46 % und allein im dritten Quartal 2025 bereits 49 %. Die Mo-BRUK-Gruppe ist ein aktiver Akteur auf dem Markt für sogenannte „ökologische Bomben”. Die Einnahmen aus der Beseitigung illegaler Deponien für gefährliche Abfälle beliefen sich in den ersten drei Quartalen auf 19,3 Mio. PLN. Unter Berücksichtigung der bereits realisierten Projekte und derjenigen, für die das beste Angebot abgegeben wurde, schätzt das Unternehmen, dass die Einnahmen aus diesem Bereich im vierten Quartal dieses Jahres über 30 Mio. PLN und im Jahr 2026 mindestens 21 Mio. PLN betragen werden. Neben dem beschriebenen einmaligen Ereignis wirkte sich auch der Anstieg der Abschreibungen um 10,7 Mio. PLN im Jahresvergleich, der auf die getätigten Investitionen zurückzuführen ist, sowie der Anstieg der Zinskosten im Zusammenhang mit deren Finanzierung negativ auf den Nettogewinn im analysierten Zeitraum aus. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 hat die Gruppe 256,4 Tausend Tonnen Abfall verwertet, davon entfielen 172,9 Tausend Tonnen auf den Bereich Verfestigung und Stabilisierung, 62.000 Tonnen auf den Bereich RDF und 21.500 Tonnen auf die Verbrennung, was wesentlich zur Verbesserung der Umweltbedingungen in Polen beitrug. Infolgedessen beliefen sich die Umsatzerlöse nach Segmenten auf 71,1 Mio. PLN, 45,6 Mio. PLN bzw. 74,8 Mio. PLN. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA in der Gruppe betrug Ende September dieses Jahres 0,9. Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) Quelle: https://mobruk.pl/grupa-mo-bruk-prezentuje-solidne-wyniki-po-trzech-kwartalach-2025/
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Häufig gestellte Fragen zur Mo-Bruk Aktie und zum Mo-Bruk Kurs

Der aktuelle Kurs der Mo-Bruk Aktie liegt bei 93,40 €.

Für 1.000€ kann man sich 10,71 Mo-Bruk Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Mo-Bruk Aktie lautet MBRFF.

Die 1 Monats-Performance der Mo-Bruk Aktie beträgt aktuell 4,94%.

Die 1 Jahres-Performance der Mo-Bruk Aktie beträgt aktuell 36,15%.

Der Aktienkurs der Mo-Bruk Aktie liegt aktuell bei 93,40 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 4,94% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Mo-Bruk eine Wertentwicklung von 10,93% aus und über 6 Monate sind es 15,74%.

Das 52-Wochen-Hoch der Mo-Bruk Aktie liegt bei 93,60 €.

Das 52-Wochen-Tief der Mo-Bruk Aktie liegt bei 63,90 €.

Das Allzeithoch von Mo-Bruk liegt bei 93,60 €.

Das Allzeittief von Mo-Bruk liegt bei 55,50 €.

Die Volatilität der Mo-Bruk Aktie liegt derzeit bei 34,13%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Mo-Bruk in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 1,37 Mrd. zł

Insgesamt sind 3,5 Mio Mo-Bruk Aktien im Umlauf.

Institutionelle Aktionäre hält +28,275% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Mo-Bruk hat seinen Hauptsitz in Polen.

Mo-Bruk gehört zum Sektor Abfallwirtschaft.

Das KGV der Mo-Bruk Aktie beträgt 14,14.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Mo-Bruk betrug 319.897.786 PLN.

Ja, Mo-Bruk zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 29.07.2026 eine Dividende in Höhe von 15,23 PLN (3,52 €) gezahlt.

Zuletzt hat Mo-Bruk am 29.07.2026 eine Dividende in Höhe von 15,23 PLN (3,52 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Mo-Bruk wurde am 29.07.2026 in Höhe von 15,23 PLN (3,52 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 29.07.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 15,23 PLN (3,52 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.