Der Nasdaq und der S&P 500 erreichen neue Rekordhöhen – beflügelt von starken Unternehmensgewinnen und Hoffnungen auf Fortschritte bei den USA-Iran-Verhandlungen. Doch was bedeutet das für den Markt?
Für dich zusammengefasst:
Der Nasdaq erreichte ein neues Rekordhoch seit Oktober.
Der S&P 500 verzeichnete einen neuen Schlussrekord.
Die Prognosen für die Softwarebranche sind negativ.
Der Nasdaq markierte zum ersten Mal seit dem 29. Oktober ein neues Rekordhoch. Die Anleger fanden diese Woche Unterstützung durch die Aussicht, dass Washington und Teheran möglicherweise an den Verhandlungstisch zurückkehren könnten, um den Krieg zu beenden, der die globalen Ölmärkte destabilisiert hat und Inflationsängste schürte.
Der S&P 500 erreichte am Mittwoch den ersten Höchststand seit Ausbruch des Konflikts und verzeichnete einen neuen Schlussrekord. Gabriel Shahin, CEO von Falcon Wealth Planning, erklärte, dass viele Anleger die jüngste Korrektur als "Ausverkauf" betrachteten. "Es gibt nichts Grundlegendes, was mit unseren Unternehmen oder der Gesamtwirtschaft nicht stimmt", zitierte ihn Reuters und weiter:
Investoren sehen die Widerstandsfähigkeit des S&P und erkennen, dass der Motor noch immer brummt.
Jeff Schulze, Leiter für Wirtschafts- und Marktstrategie bei ClearBridge Investments, sagte laut Reuters, die Gewinne seien eine Folge des positiven Starts in die Berichtssaison und der Hoffnung auf Fortschritte im Iran-Konflik.
Obwohl die Märkte von den Fortschritten in den Verhandlungen mit dem Iran profitieren, betonten einige Strategen, dass möglicherweise neue Impulse erforderlich sind, um die Marktdynamik aufrechtzuerhalten. Art Hogan, Chef-Marktstratege bei B. Riley Wealth, sagte gegenüber Reuters:
Wir brauchen konkrete Anzeichen, dass der Waffenstillstand tatsächlich zu einer Lösung führt.
Trotz eines Anstiegs im Tech-Software-Sektor in dieser Woche, seien die Prognosen für 2030 eher negativ. Jonathan Krinsky von BTIG erklärte, dass die Probleme in der Softwarebranche weiterhin ungelöst sind. Fortschritte in der KI-Technologie haben die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen infrage gestellt und werfen Fragen zu Cybersicherheit und Code-Erstellung auf.
Richard Baldry von Roth Research sagte Barron's zufolge, dass die Softwarebranche unter starkem Bewertungsdruck stehe, da die generative KI-Technologie ihre Geschäftsmodelle bedrohe. Microsoft und Oracle verzeichneten zwar zweistellige Kursgewinne, aber Analysten der Bespoke Investment Group warnten, dass der breitere Markt weiterhin in einer schwierigen Lage bleibe.
Trotz der jüngsten Erholungen sind viele Marktstrategen vorsichtig. Adam Turnquist von LPL Financial hob laut einem Bericht von Barron's hervor, dass der Software-Sektor weiterhin in einem Abwärtstrend sei und erst noch technische Schäden beheben müsse, bevor ein nachhaltiger Boden erreicht werden könne.
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