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ROUNDUP/Schwaches Chemie-Umfeld: Lanxess verschärft Sparprogramm

KÖLN (dpa-AFX) - Angesichts der Schwäche in der Chemieindustrie will Lanxess (Lanxess Aktie) die Kosten weiter senken. So sollen bis Ende 2028 zusätzlich 100 Millionen pro Jahr gespart werden, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Köln mit. Dabei sollen auch weitere Arbeitsplätze wegfallen - 550 Stellen, davon rund zwei Drittel in Deutschland, sollen abgebaut werden. Betroffen sind den Angaben zufolge vor allem Verwaltungsfunktionen. Bereits im vergangenen August hatte Lanxess Sparpläne in der Produktion angekündigt, die die Kosten um 50 Millionen Euro im Jahr senken sollen. Die Aktie lag am Morgen vorbörslich 3 Prozent im Minus zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag.

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Zusätzlich will das Unternehmen kurzfristig die Arbeitskosten senken: Für Tarifmitarbeitende habe Lanxess zunächst bis Ende des Jahres eine 35-Stunden-Woche vereinbart. Im Management- und außertariflichen Bereich gibt es eine Nullrunde bei den Fixgehältern, wie es hieß.

"Das Jahr 2025 war für die gesamte Chemieindustrie und auch für Lanxess extrem hart. Für 2026 sehen wir positive Impulse frühestens im zweiten Halbjahr, etwa durch das Infrastrukturpaket der Bundesregierung", sagte Konzernchef Matthias Zachert bei der Vorlage der Jahreszahlen laut Mitteilung. Im laufenden Jahr sind weitere Ergebnisrückgänge daher nicht ausgeschlossen: So rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 450 und 550 Millionen Euro.

2025 sank das operative Ergebnis um 17 Prozent auf 510 Millionen Euro. Analysten hatten für dieses Jahr bisher mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) von im Schnitt knapp 516 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 5,67 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter ging um fünf Prozent auf 11.709 zurück. Unter dem Strich stieg der Verlust auf 577 Millionen Euro. Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,10 Euro je Aktie erhalten.

Haupttreiber für die Entwicklung war den Angaben zufolge die anhaltend schwache Nachfrage in fast allen Kundenindustrien verbunden mit entsprechend geringeren Absatzmengen. Niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe und der in einigen Geschäften anhaltende Preisdruck aus dem asiatischen Raum führten zu sinkenden Verkaufspreisen, wie es hieß. Darüber hinaus trugen der fehlende Ergebnisbeitrag nach dem Verkauf des Geschäftsbereichs Urethane Systems zum 1. April 2025 sowie nachteilige Währungseffekte zum Rückgang bei.

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Wegen der geopolitischen Spannungen wie dem Iran-Krieg und den dadurch deutlich gestiegenen Kosten für Energie, kritischen Rohstoffe und Logistik hat das Unternehmen nun Preiserhöhungen für einige bestimmte Produkte für alle nicht vertraglich vereinbarten Mengen um 50 Prozent oder mehr angekündigt./nas/men/stk

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