FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Flatexdegiro und vor allem Lang & Schwarz sind am Donnerstagmorgen vorbörslich unter Druck geraten. Für letztere ging es auf der Handelsplattform Tradegate um bis zu 13 Prozent abwärts bei recht hohen Umsätzen. Die im MDax enthaltenen Flatexdegiro rutschten um 4 Prozent unter ihren Xetra-Schluss.
Für dich zusammengefasst:
Flatexdegiro und Lang & Schwarz fallen vorbörslich.
Lang & Schwarz verliert 13 Prozent auf Tradegate.
Flatexdegiro sinkt um 4 Prozent unter den Xetra-Schluss.
Auslöser ist ein Bericht des "Manager Magazins" über die Pläne des Neobrokers Trade Republic. Das Medium spricht von einem "Frontalangriff auf Rivalen wie FlatexDegiro". Da Broker sich aufgrund geänderter Gesetze künftig nicht mehr dafür bezahlen lassen dürfen, dass sie ihre Kundenorders an einen bestimmten Handelsplatz weiterleiten, wolle Trade Republic den Tradingsprozess komplett neu aufsetzen.
Künftig solle demnach nicht eine Börse, sondern Trade Republic selbst der Gegenpart bei der Kundenorder sein. Dem Bericht zufolge soll ein Algorithmus in Echtzeit an über 30 Börsen den günstigsten verfügbaren Kurs suchen. Trade Republic nimmt die Aktie einen kurzen Moment ins eigene Buch und gibt diese dann an den Kunden weiter.
Im Aktienhandel habe Trade Republic bisher vor allem mit Lang & Schwarz zusammengearbeitet, die für die Übermittlung der Orders Provisionen überwiesen haben. Dieser Pakt stehe vor dem Aus, so das Magazin./ag/zb
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