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Jefferies enttäuscht mit Quartalszahlen trotz starkem Investmentbanking

Jefferies ist mit gemischten Zahlen ins neue Geschäftsjahr gestartet: Während das Investmentbanking so stark lief wie nie in einem ersten Quartal, drückten Abschreibungen und faule Kredite auf das Ergebnis. Unter dem Strich verfehlte die Bank damit die Erwartungen der Wall Street deutlich.
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 Jefferies investment banking and capital markets firm, corporate office, building exterior detail, low angle view, 520 Madison Avenue, Manhattan, New York City, New York, USA
Quelle: - picture alliance / Glasshouse Images | Spencer Jones
Jefferies Financial Group Inc 49,29 $ Jefferies Financial Group Inc Chart +2,22%
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Jefferies ist mit einem durchwachsenen Ergebnis in das neue Geschäftsjahr gestartet. Zwar erzielte das Finanzhaus im Investmentbanking den höchsten Umsatz, den es je in einem ersten Quartal verbucht hat. Dennoch blieb das Unternehmen unter den Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie erreichte 70 Cent und lag damit klar unter dem Konsenswert von 87 Cent.

Belastet wurde das Quartal vor allem durch problematische Kreditengagements. Im Zusammenhang mit den jüngsten Kreditausfällen bei Market Financial Solutions und First Brands Group summierten sich die Verluste auf 17 Millionen US-Dollar. Hinzu kamen weitere Abschreibungen im Vermögensverwaltungsgeschäft. Nachdem Jefferies wegen First Brands bereits zuvor einen Vorsteuerverlust von 30 Millionen US-Dollar verbucht hatte, kamen im ersten Quartal weitere 10 Millionen US-Dollar hinzu. Die Beteiligung an dem insolventen Autozulieferer wurde damit vollständig auf null abgeschrieben.

Operativ zeigte sich das Geschäft in mehreren Bereichen dennoch robust. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 155,7 Millionen US-Dollar. Besonders stark entwickelte sich das Investmentbanking mit einem Umsatzplus von 45 Prozent. Dazu trugen vor allem höhere Einnahmen aus der Beratung sowie eine lebhaftere Deal-Aktivität in mehreren Branchen bei.

Auch das Kapitalmarktgeschäft entwickelte sich positiv. Vor allem der Aktienhandel lief für Jefferies stark und bescherte dem Unternehmen das beste erste Quartal in der Firmengeschichte. Die Einnahmen in diesem Bereich erhöhten sich um 37 Prozent auf 558,5 Millionen US-Dollar.

Schwächer präsentierte sich dagegen das Geschäft mit Anleihen. Dort gingen die Handelserlöse um 24 Prozent zurück. In diesem Rückgang war auch ein Bewertungsverlust enthalten, der mit dem britischen Hypothekenfinanzierer Market Financial Solutions zusammenhing. Das Unternehmen war im vergangenen Monat zusammengebrochen.

Zusätzlichen Druck auf das Ergebnis brachte eine Abschreibung in Höhe von 36 Millionen US-Dollar auf Tessellis. Das Telekomunternehmen gehört zum Merchant-Banking-Portfolio von Jefferies und wird derzeit abgewickelt. Laut Bloomberg zählt die Aktie 2026 mit einem Minus von 36 Prozent  seit Jahresbeginn zu den schwächsten Werten im S&P 400 MidCap Index.

Trotz der Belastungen rechnet das Management weiter mit einem günstigen Umfeld für Fusionen, Übernahmen und Börsengänge, vorausgesetzt die Lage im Nahen Osten entspannt sich in absehbarer Zeit.

Im vorbörslichen Handel an der NYSE reagierten die Anleger leicht negativ. Die Jefferies-Aktie gab nach und fiel auf 39,52 US-Dollar.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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