in AH-64 Apache-Kampfhubschrauber, ausgestattet mit fortschrittlicher Sensor- und Verteidigungstechnologie von Hensoldt, während einer Trainingsmission.
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dpa-AFX  | 
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ROUNDUP: Hensoldt legt Latte wegen Rüstungsboom höher - Aktie an MDax-Spitze

TAUFKIRCHEN (dpa-AFX) - Die Aufrüstung in Europa verschafft dem Radar-Spezialisten Hensoldt immer mehr Aufträge. Nach weiteren Bestellungen im ersten Quartal setzte Vorstandschef Oliver Dörre sein Ziel für das Jahr 2030 nach oben: Dann könne der Umsatz statt der bisher anvisierten 5 Milliarden sogar bis zu 6 Milliarden Euro erreichen, kündigte der Manager am Mittwoch in Taufkirchen bei München an. Ende März trieben Aufträge rund um den Kampfjet Eurofighter Hensoldts Auftragsbestand auf den Rekordwert von gut 6,9 Milliarden Euro hoch. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.

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Hensoldt AG 77,65 € Hensoldt AG Chart +1,57%
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Die Hensoldt-Aktie legte am Morgen zeitweise um acht Prozent zu. Zuletzt lag sie am Vormittag noch mit rund fünf Prozent im Plus bei 73,55 Euro und war damit stärkster Gewinner im MDax, dem Index der mittelgroßen Werte. Seit dem Jahreswechsel hat sich ihr Kurs mehr als verdoppelt. Hintergrund sind die geplanten hohen Rüstungsausgaben europäischer Länder.

"Der weiterhin andauernde Krieg in der Ukraine und die Konfliktherde im Nahen und Mittleren Osten dominieren die geopolitische Agenda", sagte Hensoldt-Chef Dörre. Hinzu komme der erhöhte Druck der USA auf ihre Nato-Bündnispartner, ihre Verteidigungsausgaben weiter anzuheben.

Hensoldt bietet etwa Radartechnik für den Kampfjet Eurofighter und das Luftverteidigungssystem Iris-T an, das auch die Ukraine gegen die russischen Angreifer einsetzt. Auch an Radar- und Selbstschutztechnik für das künftige europäische Luftkampfsystem FCAS arbeitet das Unternehmen mit. Und zum Flugabwehrpanzer Skyranger 30 von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) steuert Hensoldt das Radarsystem bei.

Im ersten Quartal sammelte das Unternehmen aus Taufkirchen Bestellungen über 701 Millionen Euro ein und damit über fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um ein Fünftel auf 395 Millionen Euro.

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Unter dem Strich zahlen sich die Zuwächse jedoch noch nicht aus - im Gegenteil: Der auf die Aktionäre entfallende Nettoverlust verdoppelte sich von 14 auf 30 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) verdiente Hensoldt zwar 30 Millionen Euro, doch dies waren neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Vorstandschef Dörre sieht das Unternehmen allerdings auf Kurs, den Umsatz in diesem Jahr auf 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro zu steigern. Von diesem Erlös sollen etwa 18 Prozent als Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie vor Sondereffekten übrig bleiben. Im ersten Quartal lag diese Marge jedoch nur bei 7,6 Prozent - nach immerhin 10,2 Prozent ein Jahr zuvor./stw/tav/mis

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