- Bundesregierung lädt Unicredit-Chef zu Gespräch ein.
- Unicredit hat bereits fast 50 Prozent der Commerzbank.
- Bund bleibt zweitgrößter Aktionär der Commerzbank.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Die Einladung Klingbeils markiert einen Kurswechsel in der bisherigen Position der Bundesregierung. Noch im Juli hatte sie das Vorgehen der Unicredit als "aggressiv und feindlich" bezeichnet und als "inakzeptabel" abgelehnt.
Bundesregierung will deutsche Interessen wahren
Die Unicredit, die vor rund zwei Jahren bei der Commerzbank eingestiegen war, wirbt seit langem um eine Übernahme des Frankfurter Dax
Die Bundesregierung hatte wiederholt betont, die Commerzbank habe für die Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des Mittelstands hohe Priorität und sei "als bedeutender Arbeitgeber zudem zentral für den Finanzstandort Frankfurt". Das gelte es auch künftig sicherzustellen. "Die Bundesregierung wird daher weiterhin im Sinne des deutschen Mittelstands, des Finanzstandorts Frankfurt und der Beschäftigten handeln."
Bleibt der Bund als Ankeraktionär an Bord?
Der Bund hatte bisher einen Verkauf seines Commerzbank-Anteils abgelehnt. Zuletzt gab es aber Spekulationen, wonach die Bundesregierung offen für einen Ausstieg sein könnte, sofern sich Commerzbank und Unicredit auf eine gemeinsame Strategie verständigen sollten.
Unicredit-Chef Orcel sieht bei einer Übernahme der Commerzbank Potenzial für Milliarden-Einsparungen. Er plant den Abbau Tausender Jobs und will das Auslandsnetz der Commerzbank beschneiden. Die Arbeitnehmervertreter der Commerzbank fürchten einen Kahlschlag.
Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann hatte jüngst gefordert, der Bund solle vorerst Aktionär bei der Commerzbank bleiben. In der aktuellen Phase mache es Sinn, "dass der Bund weiter Aktionär bleibt, um die Interessen des Standorts Deutschland aktiv zu vertreten", sagte Weidmann der "Süddeutschen Zeitung."/als/tam/DP/mis
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
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