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35-Milliarden-Deal? UniCredit startet neuen Vorstoß bei Commerzbank

Die italienische UniCredit wagt einen neuen Vorstoß bei der Commerzbank. Mit einem überraschend niedrigen Angebot will die italienische Großbank ihre Beteiligung über 30 Prozent erhöhen. Anleger hoffen auf ein aufgebessertes Angebot.
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Die UniCredit ist eine führende paneuropäische Bank mit Sitz in Italien und ist auch unter dem Namen
Quelle: - ©Alpha Photo
Commerzbank AG 36,35 € Commerzbank AG Chart +1,28%
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UniCredit SpA 68,87 € UniCredit SpA Chart -4,43%
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Die italienische Großbank UniCredit unternimmt einen neuen Anlauf im Ringen um die Commerzbank. Am Montag kündigte das Institut ein unaufgefordertes Angebot an, um seine Beteiligung an dem deutschen Geldhaus über die Marke von 30 Prozent zu erhöhen. Damit versucht UniCredit, einen seit rund 18 Monaten andauernden Stillstand zu durchbrechen und die Commerzbank (Commerzbank Aktie) zu Gesprächen über eine mögliche Fusion zu bewegen.

Der Vorstoß kommt überraschend und setzt sowohl das Management der Commerzbank als auch die deutsche Bundesregierung unter Druck. Beide hatten sich bislang skeptisch gegenüber einer engeren Verbindung der beiden Banken gezeigt. Auf einer Analystenkonferenz machte UniCredit-Chef Andrea Orcel deutlich, worum es ihm geht: Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, um miteinander zu sprechen.

Das Angebot bewertet die Commerzbank mit rund 35 Milliarden Euro. Für jede Aktie des deutschen Instituts sollen Anleger voraussichtlich 0,485 UniCredit-Aktien erhalten. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Preis von etwa 30,80 Euro je Commerzbank-Aktie – ein Aufschlag von rund vier Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag.

Der Schritt hat jedoch auch eine rechtliche Komponente. Nach deutschem Übernahmerecht muss ein Investor ein vollständiges Übernahmeangebot unterbreiten, sobald er mehr als 30 Prozent der Anteile an einem Unternehmen hält. UniCredit erklärte, das Angebot sei bewusst so ausgestaltet, dass die Beteiligung knapp über diese Schwelle steigen könne. Dadurch würde sich die italienische Bank künftig mehr Flexibilität verschaffen, um weitere Aktien am Markt zu erwerben.

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UniCredit hält bereits rund 26 Prozent der Commerzbank-Aktien sowie weitere etwa vier Prozent über Derivate. Eine vollständige Kontrolle über das Institut strebt die Bank nach eigenen Angaben derzeit nicht an. Vielmehr solle das Angebot helfen, Gespräche mit der Commerzbank und ihren Anteilseignern anzustoßen.

An der Börse reagierten Anleger positiv: Die Commerzbank-Aktie legte bis Montagmittag mehr als 6 Prozent zu auf mehr als 31 Euro und damit über den angebotenen Preis. Anleger hoffen offenbar auf ein noch höheres Gebot der Italiener.

Autor: Ariva-Redaktion/ js
 


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