- Datenzentren verursachen hohe Energienachfrage durch KI.
- Brookfield Renewable hat 43,3 Gigawatt Erzeugungskapazität.
- Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 4,4 Prozent.
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KI lässt Energienachfrage explodieren, Versorger profitieren
Datenzentren verschlingen gewaltige Mengen an Energie. Vor allem die Berechnung und das Trainieren von KI-Modellen ist ressourcenintensiv. Längst hat sich daher der Stromverbrauch als Angabe für die Leistungsfähigkeit von Rechenzentren etabliert – und die gehen inzwischen in den Bereich mehrerer Hundert Megawatt.
Die schnell steigende Stromnachfrage hat in US-amerikanischen Netzen schon jetzt zu höheren Großhandelspreisen geführt. Auch in anderen Ländern, die ihre KI-Bemühungen verstärken, wächst der Preisdruck. Das bedeutet für Energieversorger eine Sonderkonjunktur.
Bei vielen Werten haben Anlegerinnen und Anleger dementsprechend beherzt zugegriffen. In den vergangenen 12 Monaten gefragt waren vor allem die Anteile von Energieversorgern mit Atomkraftwerken in ihren Portfolios. Allen voran Vistra (+147,4 Prozent) und Constellation Energy (+74,1 Prozent).
Brookfield Renewable haben bislang nur wenige Anleger auf dem Schirm
Angesichts ihrer niedrigen Gestehungskosten wird zukünftig aber auch an Erneuerbaren Energien kein Weg vorbeiführen. Hier ist vor allem NextEra Energy gut im Geschäft. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der weltweit größte private Anbieter von Elektrizität aus Renewables.
In einer vergleichbaren Nische agiert auch Brookfield Renewable, das einer der größten Anbieter von Wasserkraft ist. Die Aktie ist außerdem ein bewährter Dividendenwert und vereinigt damit die Eigenschaften eines KI-Profiteurs mit hohen Cashflows für das Depot.
Global agierender Anbieter von erneuerbaren Energien
Hinter Brookfield Renewable versteckt sich eine Tochter von Brookfield. Das Unternehmen ist einer der weltweit anerkanntesten und erfolgreichsten Anbieter von Management- und Vermögensverwaltungsdienstleistungen insbesondere im Immobilien- und Infrastrukturbereich.
Diese Kompetenz hat auch zum Wachstum der Versorgungstochter beigetragen. Das aktuelle Portfolio umfasst Energieerzeugungskapazitäten von 43,3 Gigawatt. Davon entfallen 16,9 Gigawatt auf Windenergie und 11,7 Gigawatt auf Solarstrom. Weitere 8,3 Gigawatt steuern Wasserkraftwerke bei. Dabei ist das Unternehmen in allen relevanten Wachstumsmärkten rund um den Globus aktiv.
Zukünftig sollen die Kapazitäten massiv ausgebaut werden. In Entwicklung sind nach unternehmenseigenen Angaben Assets mit einer Erzeugungskapazität von insgesamt 227,2 Gigawatt. Damit sollen die gegenwärtigen Kapazitäten auf insgesamt 270 Gigawatt vervielfacht werden. Dieser Ausbau ist Teil der Unternehmensstrategie, die Funds from Operation (FFO) bis mindestens 2034 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 10 Prozent zu steigern.
Überdurchschnittlich hohe Dividende und attraktive Bewertung
Mit dem FFO soll auch die Dividende weiter wachsen. Gegenwärtig liegt die Ausschüttungsrendite bei 4,4 Prozent. Auf den ersten Blick mehr erhalten Anlegerinnen und Anleger mit knapp 6,0 Prozent bei der Partnerschaft (L.P.) – doch Vorsicht: Hier sind die steuerlichen Fallstricke hoch. Daher sollten die Aktie der Corporation gekauft werden.
Im Unterschied zu vielen, bereits sehr gut gelaufenen Versorgeraktien ist die Dividende bei Brookfield Renewable noch zu einem fairen Preis zu haben. Für das laufende Geschäftsjahr ist die Aktie mit einem Kurs-FFO-Verhältnis von 16,2 bewertet, für 2026 wird das 13,8-Fache veranschlagt. Das ist deutlich attraktiver als die KGVs von Vistra (28,7) oder Constellation Energy (32,9). Gleichzeitig liegt die Dividendenrendite deutlich über dem Branchendurchschnitt von 3,5 Prozent.

Aktie nach langer Schwäche mit konstruktiven Tendenzen
Im langfristigen Chart der Aktie zeigen sich einige Schwächen. Nach einem fulminanten Start in ihr Börsenleben brachen die Anteile 2022 ein und notieren seither in einem Abwärtstrend. Die Bodenbildung ist jedoch weit fortgeschritten und eine Erholung angelaufen. Vor allem in den vergangenen Monaten hat sich eine konstruktive Entwicklung gezeigt.
Der im April gestartete Aufwärtstrendkanal konnte zwar nicht behauptet werden, die Aktie notiert inzwischen aber wieder deutlich über ihrer 200-Tage-Linie. Da die technischen Indikatoren die Kurserholung begleitet haben, ist trotz der jüngsten Kurspause von einem nachhaltigen Trend ausgehen. Die Aufholjagd dürfte daher mittel- und langfristig weitergehen – vor allem für Notierungen oberhalb der Unterstützungen zwischen 32,75 und 33,00 US-Dollar sowie zwischen 29,35 und 30,00 US-Dollar.
Fazit: Zugreifen, liegen lassen, vermögend werden!
Energieversorger sind einer der offensichtlichsten KI-Profiteure, da mit der Leistungsfähigkeit der Modelle auch der Elektrizitätsbedarf steigt. Während viele Aktien hier inzwischen gut gelaufen und dementsprechend nicht mehr attraktiv bewertet sind, bietet Brookfield Renewable noch eine günstige Bewertung und eine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite.
Wer hier zuschlagen möchte, kann das auf dem gegenwärtigen Preisniveau jederzeit tun und sollte den Hinweis von oben beachten: Nicht die Partnerschaft (WKN: A1JQFZ), sondern die Corporation (WKN: A2P90A) kaufen!
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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