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Bayer-Aktie: Schlimmer hätte es kaum kommen können!

Trotz eigentlich guter Nachrichten verliert die Bayer-Aktie am Mittwoch deutlich an Wert. Das deutet auf ein vorläufiges Ende des Aufwärtstrends hin.
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Bayer unter Druck: Das schreit nach einem Top!

Eigentlich sah alles nach einem weiteren Erfolg für Bayer aus. Das Unternehmen gab am Dienstagabend bekannt, sich mit einem milliardenschweren Vergleich endlich der juristischen Altlasten aus der Monsanto-Übernahme entledigen zu können. Das ließ die Aktie am Dienstag in Richtung 50 Euro klettern.

Doch bereits am Mittwoch folgte dann der Absturz. Am Markt wird angezweifelt, ob der Schritt tatsächlich schon der finale Befreiungsschlag für die Leverkusener ist. Neben der Zustimmung der Klägerinnen und Kläger bedarf der Sammelvergleich auch der Zustimmung der Gerichte. Weder das eine noch das andere ist sicher.

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Für die im vergangenen Jahr so starke Aktie kommen die Kursverluste zur Unzeit. In den vergangenen Tagen zeigten sich unter der Oberfläche des starken Charts bereits erste Risse, diese sind nun erheblich größer geworden – und könnten in eine Korrektur münden.

2025 war das Jahr der langersehnten Trendwende ...

Übergeordnet befindet sich die Bayer-Aktie in einem langfristigen Abwärtstrend. Dessen Beginn fällt zeitlich zusammen mit der Übernahme von Monsanto und dem Beginn der juristischen Auseinandersetzung um den Glyphosat-haltigen Unkrautvernichter Roundup.

Seinen unrühmlichen Tiefpunkt erreichte der Abwärtstrend im vergangenen April als die Aktie mit 18,39 Euro auf den tiefsten Stand seit April 2004 (!) abgestürzt war. Solche markanten Mehrjahrestiefs bedeuten eigentlich starke Verkaufssignale.

Das konnte sich bei Bayer (Bayer Aktie) jedoch nicht durchsetzen, da die Aktie mit Blick auf RSI und MACD bereits deutlich überverkauft war. Stattdessen startete die Aktie gemeinsam mit dem Gesamtmarkt eine dynamische Erholung. Diese legte im Sommer und Herbst zwar eine längere Seitwärtskonsolidierung hin, konnte schlussendlich aber den Widerstand bei 30 Euro knacken, wodurch es zu einer Aufwärtstrendverschärfung gekommen ist.

... doch jetzt drohen Probleme und eine Korrektur

Diese führte die Aktie am Dienstag bis knapp unter den Widerstand bei 50 Euro. Hier ist Bayer am Mittwoch nun empfindlich abgeprallt, was trotz der bei 45 Euro liegenden Unterstützung zu einer scharfen Korrektur führen könnte.

Grund für diese Annahme sind die bearishen Divergenzen in den technischen Indikatoren. Sowohl der RSI als auch der MACD zeigen schon seit einigen Tagen gegen den Aufwärtstrend der Aktie nach unten. Das deutet auf nachlassende Trendstärke und eine mögliche Kehrtwende hin. Der MACD ist bereits unter seine Signallinie gefallen und deutet auf einen langsameren Trend hin, was zum Bruch des zuletzt steilen Aufwärtstrendkanals führen könnte. Der RSI konsolidiert von deutlich überverkauften Niveaus. Das zeigt beträchtliches Abwärtspotenzial, sollte Bayer weiter ins Rutschen geraten.

Erste Anlaufstellen für eine Korrektur sind die 50-Tage-Linie bei 41 Euro sowie die Horizontalunterstützung bei 40 Euro. Für noch tiefere Kurse spricht, dass der RSI auf Wochenbasis mit rund 80 Zählern noch deutlich überkauft ist. Diesen zu konsolidieren könnte eine Talfahrt bis zur Ausbruchsmarke von 30 Euro erfordern. Das wäre gleichbedeutend mit einem Test der 200-Tage-Linie.

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Der Öl- und Gasexplorer Devon Energy (Devon Energy Aktie) profitiert vom wachsenden Energiehunger der USA. Jetzt sprudeln nicht nur die Gewinne, sondern auch die Dividenden.

Fazit: Gewinne mitnehmen und umschichten!

Mit Blick auf die Fundamentaldaten vervollständigt sich das Bild: Die Bayer-Aktie ist auf dem gegenwärtigen Kursniveau deutlich zu teuer. Für 2026 steht ein KGVe von 24,3 zu Buche. Das ist für ein Unternehmen mit einer stagnierenden Geschäftsentwicklung viel zu viel, zumal wachstumsstarke Konkurrenten wie Amgen (Amgen Aktie), Merck und Johnson & Johnson deutlich günstiger zu haben sind.

Auch bei anderen Kennzahlen kann Bayer nicht überzeugen, erst recht nicht vor dem Hintergrund der noch immer offenen Rechtsfragen. Wer auf einen Turnaround der Aktie gewettet hatte und lange genug dabei geblieben ist, dürfte jetzt gut beraten sein, Kasse zu machen und die Gewinne in aussichtsreichere und günstiger bewertete Titel umzuschichten.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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