Die jüngste Marktdynamik zeigt eine deutliche Verschiebung. Während Technologieaktien jahrelang nahezu unerschütterlich wirkten, setzt nun eine Rotation hin zu defensiven Titeln mit hohen Dividenden ein. Auslöser sind zunehmende Zweifel an der Widerstandsfähigkeit großer Tech-Konzerne – und ein Umfeld, in dem Anleger wieder stärker auf berechenbare Cashflows setzen.
Tech verliert seinen Schutzstatus
Drei Jahre lang galten Big-Tech-Unternehmen als zuverlässiger Fels in der Brandung. Doch zuletzt bröckelte dieses Bild. Oracle, Amazon (Amazon Aktie) und Meta nahmen Milliarden am Kreditmarkt auf, um ihre ambitionierten KI-Investitionen zu finanzieren. Das führte zu einem anhaltenden Abverkauf im Sektor – der längste seit April. Der Nasdaq 100 rutschte spürbar ab und zog den breiten Markt mit sich.
Parallel stieg der Cboe Volatility Index über die Marke von 24 und damit klar über seinen historischen Durchschnitt. In diesem Umfeld suchen Investoren verstärkt nach Halt. Fündig werden sie bei Unternehmen, die solide und regelmäßige Ausschüttungen bieten.

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Steigender Kurs
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Call
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5
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10
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15
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Fallender Kurs
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Put
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5
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10
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15
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Dividendenstarke Old-Economy-Werte profitieren
Zu den Gewinnern gehören etablierte Konzerne wie Exxon Mobil, JPMorgan Chase oder Procter & Gamble. Diese Werte gelten traditionell als ruhiger Hafen, wenn Wachstumswerte unter Druck geraten oder Überbewertungen sichtbar werden.
"Wenn Marktbewertungen ambitioniert erscheinen, greifen Anleger häufig zu Dividendenaktien. Sie kombinieren niedrigere Multiples mit stabilen Cashflows, die Schwankungen abfedern können", erklärt Christopher Cain, US-Aktienstratege bei Bloomberg Intelligence.
Ausverkauf in Tech, Zuflüsse in defensive Sektoren
Der Abstand zwischen wachstumsstarken Technologiewerten und defensiven Branchen wie Gesundheit, Versorgern oder Konsumgütern wächst weiter. Laut 22V Research sank die Korrelation der Mag 7 mit defensiven Sektoren auf 80 Prozent – ein Zeichen für einen veränderten Risikoappetit.
Besonders gefragt sind Aktien, die hohe Ausschüttungen oder umfangreiche Rückkäufe bieten. Der Cash-Return-Faktor von 22V – eine Kennzahl, die Dividenden und Buybacks zusammenfasst – legte in der vergangenen Woche 1,4 Prozent zu und im Monatsverlauf sogar 2 Prozent. Viele große Indizes zeigten im gleichen Zeitraum deutliche Verluste.
Fed-Unsicherheit verstärkt die Attraktivität von Dividenden
Die Aussicht, dass die US-Notenbank nach der Sitzung am 10. Dezember möglicherweise keine Zinssenkung einleitet, sorgt zusätzlich für Nachfrage nach dividendenstarken Aktien. Da die Renditen von Staatsanleihen nahe Mehrmonatstiefs verharren, gewinnen Aktienpayouts relativ an Attraktivität.
"Wenn die Fed die Wirtschaft nicht überhitzen lassen will, shiftet das Kapital in hochwertige Titel, die verlässlich Cash an ihre Investoren zurückgeben", sagt Kevin Brocks, Direktor bei 22V Research.
Gesundheitssektor wird Hedgefonds-Favorit
Besonders stark profitieren klassische Defensivsektoren. Gesundheitswerte etwa sind derzeit die meistgekauften Aktien unter Hedgefonds – zum zweiten Mal in Folge. Die Manager haben ihre Netto-Long-Positionen neun Wochen in Folge erhöht, auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Aber auch Finanz- und Energiewerte ziehen verstärkt Kapital an.
Autor: Ariva-Redaktion/pg
