KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Die Reederei Moller-Maersk rechnet wegen starker Nachfrage im Containermarkt mit mehr Gewinn im laufenden Jahr als bisher. Die Prognosenspannen sowohl für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) als auch für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hob die weltweit zweitgrößte Containerschiff-Reederei an. Zudem soll der freie Barmittelabfluss (Cashflow) geringer ausfallen als bisher erwartet.
Für dich zusammengefasst:
Moller-Maersk hebt Gewinnziel aufgrund starker Nachfrage an.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern beträgt nun bis zu 10 Milliarden USD.
Die Zahlen zum zweiten Quartal werden am 13. August veröffentlicht.
Die Freude der Anleger über die Neuigkeiten hielt nicht lange an. Nach einem deutlichen Kursanstieg im frühen Handel notierte die Moller-Maersk-Aktie am Nachmittag vier Prozent tiefer.
So soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nun acht bis zehn Milliarden US-Dollar betragen, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Zuvor war Maersk von 4,5 bis 7 Milliarden Dollar (Dollarkurs) (3,9 bis 6,1 Mrd Euro) ausgegangen. Analysten hatten bislang etwas mehr als das obere Ende dieser Spanne auf ihren Zetteln. Beim Volumenwachstum des weltweiten Containermarktes erwarten die Dänen 2026 nun 4 Prozent statt bisher 2 bis 4 Prozent.
Reedereien profitieren von einem Anstieg der Spot-Containerraten, da Frachteigentümer etwa wegen der Spannungen im Nahen Osten und der Unsicherheit bezüglich der US-Zölle versuchen, frühzeitig Plätze für ihre Ladungen zu buchen. Das Seefrachtvolumen zieht in der Regel im Juli und August an, da Einzelhändler ihre Lagerbestände vor Schulbeginn und dem Weihnachtsgeschäft aufstocken.
Die verbesserten Aussichten des Containerriesen stehen im Einklang mit jüngsten Äußerungen von Unternehmenschef Vincent Clerc. Der Manager sagte in einem Gespräch mit Bloomberg News vergangene Woche, dass sich die Geschäfte in der gesamten ersten Jahreshälfte trotz des Krieges und der Turbulenzen auf den Energiemärkten stark entwickelt hätten. Dieser Trend dürfte sich auch im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzen.
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