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Bitcoin stabilisiert sich, doch Öl-Schock und ETF-Abflüsse belasten weiter

Der Krypto-Markt stemmt sich gegen den nächsten Makro-Dämpfer, doch von Entwarnung kann noch keine Rede sein. Warum Bitcoin und Ethereum zwar stabiler wirken, Öl-Schock, ETF-Flows und Krisenmodus aber weiter auf der Stimmung lasten.

Bitcoin kann sich zum Wochenstart etwas fangen, von echter Entwarnung kann aber noch keine Rede sein. Nachdem der BTC-Kurs in den vergangenen vier Tagen rund neun Prozent verloren hatte, kam es zuletzt zu einer Gegenbewegung von etwa drei Prozent. Auch der gesamte Krypto-Markt stabilisiert sich nach einem Rückgang um rund 200 Milliarden US-Dollar vorerst, bleibt angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten jedoch weiterhin fragil.

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Belastungsfaktor Nummer eins bleibt der Energiemarkt. US-Öl notiert weiter über der Marke von 100 US-Dollar je Barrel, während Brent am Dienstag zeitweise bei knapp 113 US-Dollar lag. Die Lage bleibt wegen des Iran-Kriegs und der weiterhin gestörten Route durch die Straße von Hormus extrem angespannt. Fed-Chef Jerome Powell machte bei einem Auftritt an der Harvard University deutlich, dass die US-Notenbank die Inflationseffekte des Konflikts zunächst beobachten will.

Bitcoin-ETFs senden ein erstes Lebenszeichen

Ein gemischtes Bild liefern die US-Spot-ETFs. Bei Bitcoin drehten die Produkte am 30. März wieder leicht ins Plus und verbuchten netto 69,4 Millionen US-Dollar Zuflüsse. Zuvor hatten die Fonds jedoch zwei deutliche Abflusstage verkraften müssen: Am 26. März flossen 171.3 Millionen US-Dollar ab, am 27. März weitere 225,5 Millionen US-Dollar. Von einer klaren Trendwende zu sprechen, wäre daher verfrüht.

Dazu passt auch der Blick auf Strategy. Das Unternehmen hat seine wöchentlichen Bitcoin-Käufe erstmals seit mehr als 13 Wochen ausgesetzt. Der Bestand bleibt damit bei 762.099 BTC. Das wirkt wie ein weiteres Signal dafür, dass selbst die größten Bitcoin-Bullen im aktuellen Marktumfeld vorsichtiger agieren.

Ethereum nur leicht erholt, Foundation stakt Rekordsumme

Auch die Spot-Ethereum-ETFs legten leicht zu, mit netto 5,0 Millionen US-Dollar fiel das Plus aber deutlich schwächer aus als bei Bitcoin. Das passt zum übergeordneten Bild: Laut CoinShares verzeichneten Krypto-ETPs in der Vorwoche insgesamt 414 Millionen US-Dollar an Abflüssen. Ethereum traf es mit 222 Millionen US-Dollar besonders stark, Bitcoin mit 194 Millionen US-Dollar. Das Umfeld bleibt also klar von Risikoaversion geprägt.

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Gleichzeitig kommt von der Protokollseite ein positives Signal. Die Ethereum Foundation hat laut Onchain-Daten 22.517 ETH im Wert von rund 46 Millionen US-Dollar in den Beacon-Deposit-Contract geschickt. Es ist der bislang größte Staking-Schritt der Stiftung an einem einzigen Tag und ein Hinweis darauf, dass die Foundation ihre Treasury-Strategie weiter auf laufende Erträge und Netzwerksicherheit ausrichtet.

Außerdem wichtig

Neben Krypto profitieren weiter klassische Krisen-Assets. Gold notiert aktuell bei rund 4.570 US-Dollar und hat in den vergangenen sechs Tagen um etwa zwölf Prozent zugelegt. Silber handelt bei rund 72 US-Dollar je Unze, ein Plus von rund 18 Prozent im selben Zeitraum. Das unterstreicht, wie stark Anleger derzeit nach Absicherung suchen.

Politisch relevant ist zudem Kanada. Die Regierung möchte Krypto-Spenden an politische Parteien verbieten. Ein ähnlicher Schritt kommt auch aus Großbritannien: London kündigte vergangene Woche ebenfalls ein Verbot von Krypto-Spenden an Parteien an, um Wahlprozesse besser vor intransparenten Geldflüssen zu schützen.

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