Wienerberger AG

Aktie
WKN:  852894 ISIN:  AT0000831706 US-Symbol:  WBRBF Branche:  Baustoffe Land:  Österreich
23,80 €
+0,12 €
+0,51%
04.06.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
2,63 Mrd. €
Streubesitz
30,70%
KGV
15,43
Dividende
0,95 EUR
Dividendenrendite
3,78%
Nachhaltigkeits-Score
60 %
Werbung
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.
Wienerberger Aktie Chart

Wienerberger Unternehmensbeschreibung

Die Wienerberger AG ist ein international agierender Baustoffkonzern mit Schwerpunkt auf keramischen Baustoffen, Rohrsystemen und Lösungen für Gebäudehüllen sowie Infrastruktur. Das Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Ziegeln, Dachsystemen, Kunststoffrohren und infrastrukturellen Systemlösungen in Europa und ist zudem in Nordamerika präsent. Wienerberger positioniert sich als integrierter Anbieter für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen entlang des gesamten Lebenszyklus von Wohn- und Infrastrukturobjekten. Für erfahrene Anleger steht Wienerberger damit als typisch zyklischer Industrie- und Baustoffwert mit starker regionaler Verankerung in Europa, breiter Produktpalette und zunehmender Fokussierung auf margenstärkere Systemlösungen.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Wienerberger basiert auf der industriellen Herstellung und dem Vertrieb von Baustoffen und Infrastrukturlösungen für Wohnbau, Nichtwohnbau und Tiefbau. Im Kern steht die Transformation von Rohmaterialien wie Ton und Kunststoffgranulat in standardisierte, normgerechte und teilweise technologisch veredelte Produkte. Die Wertschöpfungskette umfasst Rohstoffsicherung, energieintensive Produktion, Logistik, Systemberatung und teilweise digitale Serviceleistungen. Wienerberger adressiert sowohl Großhändler, Baufachmärkte und Bauunternehmen als auch Planer, Installateure und Kommunen. Der Konzern verfolgt eine Strategie der vertikalen und horizontalen Portfolioergänzung: vertikal durch Systemlösungen, Zubehör und Services rund um die Gebäudehülle und Infrastruktur, horizontal durch regionale Expansion und Ergänzungsakquisitionen in angrenzenden Segmenten. Langfristige Nachfrage wird durch Urbanisierung, Renovierungsbedarf des Gebäudebestands und Infrastrukturmodernisierung getrieben. In der operativen Steuerung setzt Wienerberger auf Kapazitätsauslastung, operative Exzellenz, Effizienz in Energieeinsatz und Logistik sowie ein aktives Netzwerkmanagement der Produktionsstandorte. Preissetzungsmacht ist in strukturell konzentrierten Märkten, etwa bei Vormauerziegeln oder Spezialrohren, stärker ausgeprägt als in stark fragmentierten Segmenten.

Mission und strategische Leitlinien

Die Unternehmensmission von Wienerberger zielt auf die Bereitstellung von nachhaltigen, energieeffizienten und langlebigen Baustoff- und Infrastrukturlösungen für lebenswerte Städte und Gemeinden. Das Leitbild verbindet industrielle Produktion mit Klimaschutz und Ressourceneffizienz. Aus Investorensicht kristallisieren sich mehrere strategische Stoßrichtungen heraus:
  • konsequente Ausrichtung auf CO₂-ärmere Produktion und Dekarbonisierung der Brennprozesse
  • Ausbau von Systemlösungen mit höherer Wertschöpfung und technischer Differenzierung
  • Fokussierung auf Renovierung, Sanierung und Ersatzinvestitionen als weniger volatile Nachfragequellen
  • selektive Akquisitionen in komplementären Segmenten und Regionen
  • gestrafftes Portfoliomanagement mit Fokus auf rentabilitätsstarke Kerngeschäfte
Die Mission reflektiert den Übergang von einem traditionellen Ziegelhersteller zu einem umfassenden Baustoff- und Infrastruktur-Spezialisten mit Nachhaltigkeitsfokus, was für konservative Anleger insbesondere hinsichtlich regulatorischer Risiken und ESG-Anforderungen von Bedeutung ist.

Produkte und Dienstleistungen

Wienerberger bietet ein breites Spektrum an Baustoffen und Infrastrukturlösungen. Kernkategorien sind:
  • Mauerziegel und Wandbaustoffe für Ein- und Mehrfamilienhäuser, Nichtwohnbau und Sanierung, einschließlich hochwärmedämmender Poroton-Varianten und Ergänzungsprodukte
  • Dachziegel und Dachsysteme aus Ton und Beton mit Zubehör wie Unterdachbahnen, Dachfensterkomponenten und Systemelementen für Dachentwässerung und Lüftung
  • Fassaden- und Vormauerziegel für designorientierte Gebäudehüllen, inklusive Formziegel und Speziallösungen
  • Kunststoffrohrsysteme für Trinkwasser, Abwasser, Gas, Strom- und Datenkabelschutz, Regenwassermanagement sowie Bewässerungssysteme im Infrastruktur- und Landwirtschaftsbereich
  • Pflaster- und Landschaftsbauprodukte, insbesondere Betonpflaster und Gestaltungselemente für Außenanlagen
Ergänzend treten Beratungsleistungen für Architekten, Planer und Bauunternehmen, digitale Planungs- und Bemessungstools sowie Schulungsangebote für Verarbeiter. Diese Services zielen auf Systemintegration, Fehlerreduktion auf der Baustelle und Effizienzsteigerung im Bauprozess und stärken damit die Kundenbindung.

Business Units und Segmentstruktur

Wienerberger organisiert sich in mehrere Geschäftseinheiten, die sich an Produktgruppen und regionalen Schwerpunkten orientieren. Auf Konzernebene wird typischerweise unterschieden zwischen:
  • einer Business Unit für Keramische Baustoffe in Europa, die Mauerziegel, Dachziegel und Fassadensysteme umfasst
  • einer Business Unit für Rohrsysteme und Infrastruktur, hauptsächlich Kunststoffrohre und damit verbundene Systemlösungen für Wasser- und Energienetze
  • einer Business Unit mit Fokus auf Nordamerika, die Dachprodukte, Wandbaustoffe und Infrastrukturkomponenten für den nordamerikanischen Markt bündelt
Diese Struktur erlaubt eine differenzierte Steuerung nach Marktzyklen: Während Wohnneubau in Zentraleuropa stark zins- und konjunktursensitiv ist, können Infrastrukturinvestitionen in Wasser- und Energieversorgung stabilisierend wirken. Für Anleger erhöhen klar abgegrenzte Business Units die Transparenz bei Margenprofilen, Investitionsbedarf und zyklischer Exponierung.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die Alleinstellungsmerkmale von Wienerberger speisen sich aus mehreren, sich überlagernden Wettbewerbsfaktoren:
  • Größenvorteile in einem regional fragmentierten Markt: Mit einem breiten Netz an Produktionsstandorten verfügt Wienerberger über Skaleneffekte in Einkauf, Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Logistik.
  • Hohe Markteintrittsbarrieren durch kapitalintensive Anlagen, Genehmigungsprozesse und Rohstoffsicherung für Tonvorkommen sowie hohe regulatorische Anforderungen an Infrastrukturprodukte.
  • Starke Marken in der Bauindustrie, die bei Architekten, Planern, Handel und Bauunternehmen etabliert sind, was die Preisdurchsetzungskraft und Loyalität stärkt.
  • Systemkompetenz: Kombination von Ziegeln, Dachziegeln, Dämmkomponenten und Rohrsystemen zu abgestimmten Systemlösungen schafft Differenzierung gegenüber reinen Produktanbietern.
  • Technologie- und Nachhaltigkeitsfokus: Weiterentwickelte Produkte für energieeffizientes, schall- und wärmeschutzoptimiertes Bauen sowie Innovationen im Wassermanagement bieten regulatorisch getriebene Wachstumspotenziale.
Diese Faktoren begründen einen gewissen ökonomischen Burggraben, bleiben jedoch in einem zyklischen, von hartem Preiswettbewerb geprägten Marktumfeld strukturell herausgefordert.

Wettbewerbsumfeld

Wienerberger steht im Wettbewerb mit internationalen Baustoffkonzernen und regionalen Spezialisten. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen im Segment Keramik und Dachsysteme beispielsweise Anbieter wie Etex, BMI Group (Braas Monier/Icopal), Creaton sowie diverse nationale Ziegelhersteller. Im Bereich Kunststoff- und Infrastrukturohre konkurriert Wienerberger mit Unternehmen wie Pipelife-Wettbewerbern, Uponor, Wavin, Geberit in ausgewählten Anwendungsfeldern sowie einer Vielzahl lokaler Anbieter. Das Wettbewerbsumfeld ist:
  • stark fragmentiert auf nationaler und regionaler Ebene
  • geprägt von hohen Transportkosten, wodurch lokale Produktionsnähe ein Vorteil ist
  • preisorientiert, aber zunehmend differenziert durch Energieeffizienz, CO₂-Bilanz und lifecycle-orientierte Lösungen
Für Investoren bedeutet dies, dass Wienerberger in vielen Teilmärkten eine führende, aber nicht unangefochtene Position innehat, in der operative Exzellenz, Markenstärke und Innovationsgeschwindigkeit entscheidend sind.

Management und Strategie

Das Management von Wienerberger verfolgt eine langfristige Strategie, die auf profitablem Wachstum, Portfoliooptimierung und Nachhaltigkeit basiert. Kernelemente sind:
  • systematische Effizienzsteigerung in Produktion und Logistik, unter anderem durch moderne Ofentechnologien und Digitalisierung von Fertigungsprozessen
  • konsequente Dekarbonisierungsagenda mit Fokus auf alternativen Brennstoffen, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft
  • selektive, wertorientierte Akquisitionen zur Stärkung regionaler Marktpositionen und zur Erweiterung des Lösungsportfolios
  • stringentes Kostenmanagement und aktives Working-Capital-Management, um die Zyklik der Bauindustrie abzufedern
  • stärkere Ausrichtung auf Renovierungs- und Sanierungsmärkte sowie auf Wassermanagement und Infrastrukturmodernisierung
Die Managementstrategie adressiert strukturelle Branchentrends wie Urbanisierung, Wohnraummangel, Klimaschutz und alternde Infrastrukturen. Für konservative Anleger steht dabei im Vordergrund, inwieweit das Management in der Lage ist, hohe Investitionen in Energie- und Nachhaltigkeitsprojekte mit einer stabilen Renditeerwirtschaftung zu verbinden.

Branche und regionale Präsenz

Wienerberger ist im internationalen Baustoffsektor aktiv, mit Schwerpunkt auf Zentraleuropa, West- und Osteuropa sowie Nordamerika. Die Branche ist:
  • hochgradig konjunktursensibel und abhängig von Zinsniveau, Baufinanzierung und staatlichen Förderprogrammen
  • kapitalintensiv, mit hohen Fixkosten und entsprechend hoher Hebelwirkung von Auslastung auf die Profitabilität
  • regulatorisch stark beeinflusst durch Bauordnungen, Energieeffizienzrichtlinien und Umweltgesetzgebung
Regional zeigt sich folgendes Profil:
  • In Zentraleuropa ist Wienerberger stark im Wohnbau, insbesondere im Einfamilienhausbereich, verankert.
  • In Osteuropa profitiert das Unternehmen von Nachholbedarf in Wohnbau und Infrastruktur.
  • In Westeuropa und Nordamerika spielen Renovierung und Modernisierung von Gebäuden und Netzinfrastrukturen eine größere Rolle.
Die Abhängigkeit von europäischen Märkten führt zu einem Konzentrationsrisiko, das durch die Präsenz in Nordamerika und diversifizierte Produktlinien teilweise kompensiert wird.

Unternehmensgeschichte

Wienerberger blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück, die im 19. Jahrhundert mit der industriellen Ziegelproduktion in Wien beginnt. Aus einer regionalen Ziegelfabrik entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein wachstumsstarkes Unternehmen, das zunächst den österreichischen und später den zentraleuropäischen Markt erschloss. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und verstärkt seit den 1990er-Jahren trieb Wienerberger eine expansive Internationalisierungsstrategie voran. Zentrale Elemente waren:
  • die Übernahme zahlreicher Ziegelwerke in Europa, insbesondere in Osteuropa nach der politischen Öffnung
  • die Diversifikation in Dachziegel, Pflastersteine und keramische Fassadensysteme
  • der Einstieg in Kunststoffrohrsysteme und Infrastrukturprodukte durch Akquisitionen
  • die Ausweitung des Geschäfts nach Nordamerika
Aus historischer Sicht hat Wienerberger wiederholt bewiesen, dass es Marktphasen mit starken Baubooms, aber auch Rezessionsphasen und Zinswenden aktiv managen kann. Die Unternehmensentwicklung ist geprägt von einer Mischung aus organischem Wachstum, Integration zugekaufter Unternehmen und Anpassung des Standortnetzes an Nachfragestrukturen.

Sonstige Besonderheiten

Wienerberger weist mehrere Besonderheiten auf, die für institutionelle und konservative Anleger relevant sind:
  • ESG- und Nachhaltigkeitsprofil: Der Konzern betont die Reduktion seiner CO₂-Emissionen, den Einsatz alternativer Brennstoffe, Recycling von Baustoffen sowie ressourcenschonende Produkte. Dies kann regulatorische und Reputationsrisiken reduzieren, erfordert aber hohe Investitionen.
  • Rohstoff- und Energieexponierung: Tonvorkommen werden langfristig gesichert, dennoch bleibt der Konzern stark von Energiepreisen und Emissionszertifikaten abhängig. Das aktive Energie- und Hedging-Management ist daher zentral.
  • Lokale Verankerung: Viele Werke sind eng mit regionalen Baustoffhandelsstrukturen und Baukulturen verbunden, was Nachfrage- und Preisschwankungen abfedern kann.
  • Innovationsfokus: Entwicklungen in den Bereichen Smart Water, Regenwassermanagement, vernetzte Infrastrukturlösungen und energieoptimierte Gebäudehüllen eröffnen neue Geschäftsmodelle jenseits des klassischen Ziegelgeschäfts.
Diese Besonderheiten prägen das Risikoprofil und die strategische Flexibilität des Unternehmens.

Chancen aus Anlegersicht

Für einen konservativen Anleger ergeben sich potenzielle Chancen vor allem aus strukturellen Branchentrends und der Positionierung von Wienerberger:
  • langfristiger Wohnraumbedarf in europäischen Ballungsräumen und anhaltender Renovierungsbedarf des Gebäudebestands
  • steigende Anforderungen an Energieeffizienz, Schallschutz und Klimaschutz, die hochwertige Ziegel- und Systemlösungen begünstigen
  • öffentliche Investitionsprogramme in Wasser-, Abwasser- und Energienetze, von denen das Rohr- und Infrastruktursegment profitieren kann
  • mögliche Skaleneffekte durch weitere Konsolidierung im Baustoffsektor
  • Potenzial, durch Dekarbonisierung und Effizienzmaßnahmen die Kostenstruktur langfristig zu verbessern und ESG-bedingte Kapitalkosten zu senken
Wienerberger verbindet damit traditionelles Ziegelgeschäft mit wachstumsorientierten Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsthemen, was bei erfolgreicher Umsetzung zu einer robusteren Ertragsbasis führen kann.

Risiken aus Anlegersicht

Demgegenüber stehen verschiedene Risiken, die insbesondere ein konservativer Anleger berücksichtigen sollte:
  • Konjunktur- und Zinsrisiko: Schwächephasen im Wohn- und Nichtwohnbau, etwa durch hohe Zinsen oder restriktive Kreditvergabe, können Auslastung, Margen und Investitionsbereitschaft der Kunden beeinträchtigen.
  • Energie- und Emissionskosten: Steigende Energiepreise, verschärfte Emissionsregulierung und Kosten für CO₂-Zertifikate belasten die Produktion und können trotz Effizienzmaßnahmen die Wettbewerbsposition beeinflussen.
  • Intensiver Wettbewerb: Preisdruck durch internationale und lokale Wettbewerber, insbesondere in commoditisierten Märkten, kann die Preissetzungsmacht begrenzen.
  • Integrations- und Transformationsrisiken: Akquisitionen, Standortanpassungen und die Umstellung auf neue Technologien bergen operative Risiken, von Projektverzögerungen bis zu Anlaufkosten.
  • Regulatorische und ESG-Risiken: Verschärfte Bau- und Umweltvorschriften, etwa im Hinblick auf CO₂-Emissionen und Recyclingquoten, können zusätzlichen Investitionsbedarf auslösen und die Profitabilität unter Druck setzen.
Für ein Investment in Wienerberger ist daher eine klare Risikotoleranz für Branchenzyklen und energiepreisgetriebene Kostenschwankungen erforderlich. Eine Beurteilung muss stets im Kontext makroökonomischer Rahmenbedingungen und der Fähigkeit des Managements erfolgen, den Übergang zu einer klimafreundlicheren Baustoffproduktion finanziell solide zu steuern, ohne dass daraus eine Empfehlung im Sinne eines Kaufs oder Verkaufs abgeleitet wird.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 23,68 €
Gehandelte Stücke 309.082
Tagesvolumen Vortag 5.490.675 €
Tagestief 23,70 €
Tageshoch 24,30 €
52W-Tief 20,86 €
52W-Hoch 33,50 €
Jahrestief 20,86 €
Jahreshoch 31,04 €

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Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet. Eine vorgeschriebene allgemeine Mitteilung gemäß BaFin-Beschluss.

Wienerberger Aktie - Nachrichtenlage zusammengefasst:
Warum ist die Wienerberger Aktie heute gestiegen?

  • Wienerberger AG hat in einer aktuellen Mitteilung seine Pläne zur Expansion in die USA bestätigt, um von den dortigen Marktchancen zu profitieren.
  • Das Unternehmen zeigt sich optimistisch hinsichtlich seines Wachstums und plant Investitionen in neue Produktionsstätten.
  • Analysten heben die Stärken des Unternehmens im Bereich nachhaltige Bauweisen hervor, was zu einer steigenden Nachfrage führen könnte.
Hinweis

Community: Diskussion zur Wienerberger Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Zwischen 2023 und 2026 verweisen die Beiträge wiederholt auf Quartals‑ und Jahresergebnisse und heben eine insgesamt solide operative Leistung sowie Widerstandsfähigkeit in 2024–2025 und im Q1 2026 trotz Marktgegenwind hervor, wobei Mitglieder immer wieder fragen, ob die Zahlen ihre Erwartungen erfüllen.
  • Diskutiert wird die strategische Transformation von Wienerberger vom Ziegelproduzenten hin zu einem diversifizierten Anbieter der Gebäudehülle, Dach‑, Rohr‑ und Wasserinfrastrukturlösungen mit starken Cashflows, einer beherrschbaren Nettoverschuldung, einer vorgeschlagenen Dividende von €0,95 (Dividendenrendite ~3,7–3,9 %) sowie vergleichsweise moderaten Bewertungskennzahlen (z. B. 2025 KGV ≈16, EV/EBITDA ≈5,7) und jüngeren Zukäufen (Terreal, Italcer, NEWS Group).
  • Als Hauptargumente werden die zyklische Abhängigkeit vom europäischen Wohnungsneubau und makroökonomische Risiken genannt, Management und Poster bleiben daher vorsichtig mit einem moderaten 2026‑Ausblick, weshalb viele die Aktie als geeignet für geduldige, zykliktolerante Anleger sehen; daneben gibt es vereinzelt persönliche Kaufmeldungen, Watchlist‑Hinweise, Preisziele und steuerliche/Depotüberlegungen.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Wienerberger Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 4.513 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 344,00 €
Jahresüberschuss in Mio. 79,76 €
Umsatz je Aktie 42,82 €
Gewinn je Aktie 0,75 €
Gewinnrendite +2,79%
Umsatzrendite +1,75%
Return on Investment +1,24%
Marktkapitalisierung in Mio. 2.797 €
KGV (Kurs/Gewinn) 35,39
KBV (Kurs/Buchwert) 0,98
KUV (Kurs/Umsatz) 0,62
Eigenkapitalrendite +2,77%
Eigenkapitalquote +44,51%

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Anlageprodukte (13)
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Express-Zertifikate 4
Bonus-Zertifikate 1
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Optionsscheine 69
Knock-Outs 49
Faktor-Zertifikate 26
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 3,78%
Auszahlungen/Jahr 1
Gesteigert seit 1 Jahr
Keine Senkung seit 4 Jahren
Stabilität der Dividende 0,65 (max 1,00)
Jährlicher -4,57% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 20,27% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 43,48% (auf den Gewinn/FFO)
quote % (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung -50,00%

Dividenden Historie

Datum Dividende
12.05.2026 0,95 €
21.05.2025 0,95 €
10.05.2024 0,90 €
09.05.2023 0,90 €
05.05.2022 0,75 €
06.05.2021 0,60 €
28.10.2020 0,60 €
08.05.2019 0,50 €
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Wienerberger Termine

30.06.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Wienerberger Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 24,04 +1,61%
23,66 € 04.06.26
Frankfurt 23,94 -0,83%
24,14 € 04.06.26
Hamburg 23,90 +0,67%
23,74 € 04.06.26
Hannover 23,90 +0,67%
23,74 € 04.06.26
München 23,76 +0,25%
23,70 € 04.06.26
Stuttgart 24,00 +1,10%
23,74 € 04.06.26
Xetra 23,80 +0,51%
23,68 € 04.06.26
L&S RT 23,99 +1,05%
23,74 € 04.06.26
Wien 23,80 +0,51%
23,68 € 04.06.26
Nasdaq OTC Other 36,6709 $ +5,62%
34,72 $ 09.02.26
Tradegate 23,96 +0,76%
23,78 € 04.06.26
Quotrix 24,04 +1,43%
23,70 € 04.06.26
Gettex 23,98 +1,10%
23,72 € 04.06.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
04.06.26 23,92 3,89 M
03.06.26 23,68 5,49 M
02.06.26 24,16 7,27 M
01.06.26 24,10 11,2 M
29.05.26 24,20 16,2 M
28.05.26 24,08 9,44 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 24,08 € -0,66%
1 Monat 24,36 € -1,81%
6 Monate 29,04 € -17,63%
1 Jahr 32,44 € -26,26%
5 Jahre 32,16 € -25,62%

Unternehmensprofil Wienerberger

Die Wienerberger AG ist ein international agierender Baustoffkonzern mit Schwerpunkt auf keramischen Baustoffen, Rohrsystemen und Lösungen für Gebäudehüllen sowie Infrastruktur. Das Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Ziegeln, Dachsystemen, Kunststoffrohren und infrastrukturellen Systemlösungen in Europa und ist zudem in Nordamerika präsent. Wienerberger positioniert sich als integrierter Anbieter für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen entlang des gesamten Lebenszyklus von Wohn- und Infrastrukturobjekten. Für erfahrene Anleger steht Wienerberger damit als typisch zyklischer Industrie- und Baustoffwert mit starker regionaler Verankerung in Europa, breiter Produktpalette und zunehmender Fokussierung auf margenstärkere Systemlösungen.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Wienerberger basiert auf der industriellen Herstellung und dem Vertrieb von Baustoffen und Infrastrukturlösungen für Wohnbau, Nichtwohnbau und Tiefbau. Im Kern steht die Transformation von Rohmaterialien wie Ton und Kunststoffgranulat in standardisierte, normgerechte und teilweise technologisch veredelte Produkte. Die Wertschöpfungskette umfasst Rohstoffsicherung, energieintensive Produktion, Logistik, Systemberatung und teilweise digitale Serviceleistungen. Wienerberger adressiert sowohl Großhändler, Baufachmärkte und Bauunternehmen als auch Planer, Installateure und Kommunen. Der Konzern verfolgt eine Strategie der vertikalen und horizontalen Portfolioergänzung: vertikal durch Systemlösungen, Zubehör und Services rund um die Gebäudehülle und Infrastruktur, horizontal durch regionale Expansion und Ergänzungsakquisitionen in angrenzenden Segmenten. Langfristige Nachfrage wird durch Urbanisierung, Renovierungsbedarf des Gebäudebestands und Infrastrukturmodernisierung getrieben. In der operativen Steuerung setzt Wienerberger auf Kapazitätsauslastung, operative Exzellenz, Effizienz in Energieeinsatz und Logistik sowie ein aktives Netzwerkmanagement der Produktionsstandorte. Preissetzungsmacht ist in strukturell konzentrierten Märkten, etwa bei Vormauerziegeln oder Spezialrohren, stärker ausgeprägt als in stark fragmentierten Segmenten.

Mission und strategische Leitlinien

Die Unternehmensmission von Wienerberger zielt auf die Bereitstellung von nachhaltigen, energieeffizienten und langlebigen Baustoff- und Infrastrukturlösungen für lebenswerte Städte und Gemeinden. Das Leitbild verbindet industrielle Produktion mit Klimaschutz und Ressourceneffizienz. Aus Investorensicht kristallisieren sich mehrere strategische Stoßrichtungen heraus:
  • konsequente Ausrichtung auf CO₂-ärmere Produktion und Dekarbonisierung der Brennprozesse
  • Ausbau von Systemlösungen mit höherer Wertschöpfung und technischer Differenzierung
  • Fokussierung auf Renovierung, Sanierung und Ersatzinvestitionen als weniger volatile Nachfragequellen
  • selektive Akquisitionen in komplementären Segmenten und Regionen
  • gestrafftes Portfoliomanagement mit Fokus auf rentabilitätsstarke Kerngeschäfte
Die Mission reflektiert den Übergang von einem traditionellen Ziegelhersteller zu einem umfassenden Baustoff- und Infrastruktur-Spezialisten mit Nachhaltigkeitsfokus, was für konservative Anleger insbesondere hinsichtlich regulatorischer Risiken und ESG-Anforderungen von Bedeutung ist.

Produkte und Dienstleistungen

Wienerberger bietet ein breites Spektrum an Baustoffen und Infrastrukturlösungen. Kernkategorien sind:
  • Mauerziegel und Wandbaustoffe für Ein- und Mehrfamilienhäuser, Nichtwohnbau und Sanierung, einschließlich hochwärmedämmender Poroton-Varianten und Ergänzungsprodukte
  • Dachziegel und Dachsysteme aus Ton und Beton mit Zubehör wie Unterdachbahnen, Dachfensterkomponenten und Systemelementen für Dachentwässerung und Lüftung
  • Fassaden- und Vormauerziegel für designorientierte Gebäudehüllen, inklusive Formziegel und Speziallösungen
  • Kunststoffrohrsysteme für Trinkwasser, Abwasser, Gas, Strom- und Datenkabelschutz, Regenwassermanagement sowie Bewässerungssysteme im Infrastruktur- und Landwirtschaftsbereich
  • Pflaster- und Landschaftsbauprodukte, insbesondere Betonpflaster und Gestaltungselemente für Außenanlagen
Ergänzend treten Beratungsleistungen für Architekten, Planer und Bauunternehmen, digitale Planungs- und Bemessungstools sowie Schulungsangebote für Verarbeiter. Diese Services zielen auf Systemintegration, Fehlerreduktion auf der Baustelle und Effizienzsteigerung im Bauprozess und stärken damit die Kundenbindung.

Business Units und Segmentstruktur

Wienerberger organisiert sich in mehrere Geschäftseinheiten, die sich an Produktgruppen und regionalen Schwerpunkten orientieren. Auf Konzernebene wird typischerweise unterschieden zwischen:
  • einer Business Unit für Keramische Baustoffe in Europa, die Mauerziegel, Dachziegel und Fassadensysteme umfasst
  • einer Business Unit für Rohrsysteme und Infrastruktur, hauptsächlich Kunststoffrohre und damit verbundene Systemlösungen für Wasser- und Energienetze
  • einer Business Unit mit Fokus auf Nordamerika, die Dachprodukte, Wandbaustoffe und Infrastrukturkomponenten für den nordamerikanischen Markt bündelt
Diese Struktur erlaubt eine differenzierte Steuerung nach Marktzyklen: Während Wohnneubau in Zentraleuropa stark zins- und konjunktursensitiv ist, können Infrastrukturinvestitionen in Wasser- und Energieversorgung stabilisierend wirken. Für Anleger erhöhen klar abgegrenzte Business Units die Transparenz bei Margenprofilen, Investitionsbedarf und zyklischer Exponierung.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die Alleinstellungsmerkmale von Wienerberger speisen sich aus mehreren, sich überlagernden Wettbewerbsfaktoren:
  • Größenvorteile in einem regional fragmentierten Markt: Mit einem breiten Netz an Produktionsstandorten verfügt Wienerberger über Skaleneffekte in Einkauf, Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Logistik.
  • Hohe Markteintrittsbarrieren durch kapitalintensive Anlagen, Genehmigungsprozesse und Rohstoffsicherung für Tonvorkommen sowie hohe regulatorische Anforderungen an Infrastrukturprodukte.
  • Starke Marken in der Bauindustrie, die bei Architekten, Planern, Handel und Bauunternehmen etabliert sind, was die Preisdurchsetzungskraft und Loyalität stärkt.
  • Systemkompetenz: Kombination von Ziegeln, Dachziegeln, Dämmkomponenten und Rohrsystemen zu abgestimmten Systemlösungen schafft Differenzierung gegenüber reinen Produktanbietern.
  • Technologie- und Nachhaltigkeitsfokus: Weiterentwickelte Produkte für energieeffizientes, schall- und wärmeschutzoptimiertes Bauen sowie Innovationen im Wassermanagement bieten regulatorisch getriebene Wachstumspotenziale.
Diese Faktoren begründen einen gewissen ökonomischen Burggraben, bleiben jedoch in einem zyklischen, von hartem Preiswettbewerb geprägten Marktumfeld strukturell herausgefordert.

Wettbewerbsumfeld

Wienerberger steht im Wettbewerb mit internationalen Baustoffkonzernen und regionalen Spezialisten. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen im Segment Keramik und Dachsysteme beispielsweise Anbieter wie Etex, BMI Group (Braas Monier/Icopal), Creaton sowie diverse nationale Ziegelhersteller. Im Bereich Kunststoff- und Infrastrukturohre konkurriert Wienerberger mit Unternehmen wie Pipelife-Wettbewerbern, Uponor, Wavin, Geberit in ausgewählten Anwendungsfeldern sowie einer Vielzahl lokaler Anbieter. Das Wettbewerbsumfeld ist:
  • stark fragmentiert auf nationaler und regionaler Ebene
  • geprägt von hohen Transportkosten, wodurch lokale Produktionsnähe ein Vorteil ist
  • preisorientiert, aber zunehmend differenziert durch Energieeffizienz, CO₂-Bilanz und lifecycle-orientierte Lösungen
Für Investoren bedeutet dies, dass Wienerberger in vielen Teilmärkten eine führende, aber nicht unangefochtene Position innehat, in der operative Exzellenz, Markenstärke und Innovationsgeschwindigkeit entscheidend sind.

Management und Strategie

Das Management von Wienerberger verfolgt eine langfristige Strategie, die auf profitablem Wachstum, Portfoliooptimierung und Nachhaltigkeit basiert. Kernelemente sind:
  • systematische Effizienzsteigerung in Produktion und Logistik, unter anderem durch moderne Ofentechnologien und Digitalisierung von Fertigungsprozessen
  • konsequente Dekarbonisierungsagenda mit Fokus auf alternativen Brennstoffen, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft
  • selektive, wertorientierte Akquisitionen zur Stärkung regionaler Marktpositionen und zur Erweiterung des Lösungsportfolios
  • stringentes Kostenmanagement und aktives Working-Capital-Management, um die Zyklik der Bauindustrie abzufedern
  • stärkere Ausrichtung auf Renovierungs- und Sanierungsmärkte sowie auf Wassermanagement und Infrastrukturmodernisierung
Die Managementstrategie adressiert strukturelle Branchentrends wie Urbanisierung, Wohnraummangel, Klimaschutz und alternde Infrastrukturen. Für konservative Anleger steht dabei im Vordergrund, inwieweit das Management in der Lage ist, hohe Investitionen in Energie- und Nachhaltigkeitsprojekte mit einer stabilen Renditeerwirtschaftung zu verbinden.

Branche und regionale Präsenz

Wienerberger ist im internationalen Baustoffsektor aktiv, mit Schwerpunkt auf Zentraleuropa, West- und Osteuropa sowie Nordamerika. Die Branche ist:
  • hochgradig konjunktursensibel und abhängig von Zinsniveau, Baufinanzierung und staatlichen Förderprogrammen
  • kapitalintensiv, mit hohen Fixkosten und entsprechend hoher Hebelwirkung von Auslastung auf die Profitabilität
  • regulatorisch stark beeinflusst durch Bauordnungen, Energieeffizienzrichtlinien und Umweltgesetzgebung
Regional zeigt sich folgendes Profil:
  • In Zentraleuropa ist Wienerberger stark im Wohnbau, insbesondere im Einfamilienhausbereich, verankert.
  • In Osteuropa profitiert das Unternehmen von Nachholbedarf in Wohnbau und Infrastruktur.
  • In Westeuropa und Nordamerika spielen Renovierung und Modernisierung von Gebäuden und Netzinfrastrukturen eine größere Rolle.
Die Abhängigkeit von europäischen Märkten führt zu einem Konzentrationsrisiko, das durch die Präsenz in Nordamerika und diversifizierte Produktlinien teilweise kompensiert wird.

Unternehmensgeschichte

Wienerberger blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück, die im 19. Jahrhundert mit der industriellen Ziegelproduktion in Wien beginnt. Aus einer regionalen Ziegelfabrik entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein wachstumsstarkes Unternehmen, das zunächst den österreichischen und später den zentraleuropäischen Markt erschloss. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und verstärkt seit den 1990er-Jahren trieb Wienerberger eine expansive Internationalisierungsstrategie voran. Zentrale Elemente waren:
  • die Übernahme zahlreicher Ziegelwerke in Europa, insbesondere in Osteuropa nach der politischen Öffnung
  • die Diversifikation in Dachziegel, Pflastersteine und keramische Fassadensysteme
  • der Einstieg in Kunststoffrohrsysteme und Infrastrukturprodukte durch Akquisitionen
  • die Ausweitung des Geschäfts nach Nordamerika
Aus historischer Sicht hat Wienerberger wiederholt bewiesen, dass es Marktphasen mit starken Baubooms, aber auch Rezessionsphasen und Zinswenden aktiv managen kann. Die Unternehmensentwicklung ist geprägt von einer Mischung aus organischem Wachstum, Integration zugekaufter Unternehmen und Anpassung des Standortnetzes an Nachfragestrukturen.

Sonstige Besonderheiten

Wienerberger weist mehrere Besonderheiten auf, die für institutionelle und konservative Anleger relevant sind:
  • ESG- und Nachhaltigkeitsprofil: Der Konzern betont die Reduktion seiner CO₂-Emissionen, den Einsatz alternativer Brennstoffe, Recycling von Baustoffen sowie ressourcenschonende Produkte. Dies kann regulatorische und Reputationsrisiken reduzieren, erfordert aber hohe Investitionen.
  • Rohstoff- und Energieexponierung: Tonvorkommen werden langfristig gesichert, dennoch bleibt der Konzern stark von Energiepreisen und Emissionszertifikaten abhängig. Das aktive Energie- und Hedging-Management ist daher zentral.
  • Lokale Verankerung: Viele Werke sind eng mit regionalen Baustoffhandelsstrukturen und Baukulturen verbunden, was Nachfrage- und Preisschwankungen abfedern kann.
  • Innovationsfokus: Entwicklungen in den Bereichen Smart Water, Regenwassermanagement, vernetzte Infrastrukturlösungen und energieoptimierte Gebäudehüllen eröffnen neue Geschäftsmodelle jenseits des klassischen Ziegelgeschäfts.
Diese Besonderheiten prägen das Risikoprofil und die strategische Flexibilität des Unternehmens.

Chancen aus Anlegersicht

Für einen konservativen Anleger ergeben sich potenzielle Chancen vor allem aus strukturellen Branchentrends und der Positionierung von Wienerberger:
  • langfristiger Wohnraumbedarf in europäischen Ballungsräumen und anhaltender Renovierungsbedarf des Gebäudebestands
  • steigende Anforderungen an Energieeffizienz, Schallschutz und Klimaschutz, die hochwertige Ziegel- und Systemlösungen begünstigen
  • öffentliche Investitionsprogramme in Wasser-, Abwasser- und Energienetze, von denen das Rohr- und Infrastruktursegment profitieren kann
  • mögliche Skaleneffekte durch weitere Konsolidierung im Baustoffsektor
  • Potenzial, durch Dekarbonisierung und Effizienzmaßnahmen die Kostenstruktur langfristig zu verbessern und ESG-bedingte Kapitalkosten zu senken
Wienerberger verbindet damit traditionelles Ziegelgeschäft mit wachstumsorientierten Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsthemen, was bei erfolgreicher Umsetzung zu einer robusteren Ertragsbasis führen kann.

Risiken aus Anlegersicht

Demgegenüber stehen verschiedene Risiken, die insbesondere ein konservativer Anleger berücksichtigen sollte:
  • Konjunktur- und Zinsrisiko: Schwächephasen im Wohn- und Nichtwohnbau, etwa durch hohe Zinsen oder restriktive Kreditvergabe, können Auslastung, Margen und Investitionsbereitschaft der Kunden beeinträchtigen.
  • Energie- und Emissionskosten: Steigende Energiepreise, verschärfte Emissionsregulierung und Kosten für CO₂-Zertifikate belasten die Produktion und können trotz Effizienzmaßnahmen die Wettbewerbsposition beeinflussen.
  • Intensiver Wettbewerb: Preisdruck durch internationale und lokale Wettbewerber, insbesondere in commoditisierten Märkten, kann die Preissetzungsmacht begrenzen.
  • Integrations- und Transformationsrisiken: Akquisitionen, Standortanpassungen und die Umstellung auf neue Technologien bergen operative Risiken, von Projektverzögerungen bis zu Anlaufkosten.
  • Regulatorische und ESG-Risiken: Verschärfte Bau- und Umweltvorschriften, etwa im Hinblick auf CO₂-Emissionen und Recyclingquoten, können zusätzlichen Investitionsbedarf auslösen und die Profitabilität unter Druck setzen.
Für ein Investment in Wienerberger ist daher eine klare Risikotoleranz für Branchenzyklen und energiepreisgetriebene Kostenschwankungen erforderlich. Eine Beurteilung muss stets im Kontext makroökonomischer Rahmenbedingungen und der Fähigkeit des Managements erfolgen, den Übergang zu einer klimafreundlicheren Baustoffproduktion finanziell solide zu steuern, ohne dass daraus eine Empfehlung im Sinne eines Kaufs oder Verkaufs abgeleitet wird.
Stand: Mai 2026
Hinweis

Wienerberger Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Wienerberger Kursziel 2026

  • Die Wienerberger Kurs Performance für 2026 liegt bei -21,88%. Die Performance der Benchmark ATX (Austrian Traded Index) liegt bei +14,71%. Underperformance: Die Wienerberger Kurs Performance ist um -36,60 Prozentpunkte niedriger als die Performance des ATX (Austrian Traded Index).

Stammdaten

Marktkapitalisierung 2,63 Mrd. €
Aktienanzahl 109,20 Mio.
Streubesitz 30,70%
Währung EUR
Land Österreich
Sektor Grundstoffe
Branche Baustoffe
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+69,30% Weitere
+30,70% Streubesitz

Community-Beiträge zu Wienerberger

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MrTrillion3
AT0000831706 - Wienerberger

Wienerberger ist für mich kein spektakulärer Wachstumswert, sondern ein zyklischer Qualitätswert mit solider industrieller Substanz, vernünftiger Bilanz und einer inzwischen deutlich besseren Aufstellung als viele Anleger noch im Kopf haben. Das Unternehmen wurde 1819 in Wien gegründet, ist seit 1869 an der Wiener Börse notiert und hat sich vom klassischen Ziegelhersteller zu einem internationalen Anbieter von Lösungen für Gebäudehülle sowie Wasser- und Energiemanagement entwickelt. Heute ist Wienerberger mit mehr als 200 Produktionsstandorten in Europa, Nordamerika und Indien vertreten; das Management betont selbst, dass mehr als die Hälfte von Umsatz und Ergebnis inzwischen aus Roofing- und Piping-Aktivitäten stammen. Genau das ist der entscheidende Punkt: Wienerberger ist heute breiter, weniger eindimensional und strategisch besser als das alte Bild vom bloßen Ziegelkonzern. (Corporate Website)

Fundamental war 2025 trotz des schwachen Neubauumfelds ein ordentliches Jahr. Der Konzern erzielte 4,6 Milliarden Euro Umsatz, ein operatives EBITDA von 754 Millionen Euro, einen Nettogewinn von 168 Millionen Euro, ein Ergebnis je Aktie von 1,52 Euro und einen freien Cashflow von 474 Millionen Euro. Das ist wichtig, weil diese Zahlen in einem Marktumfeld erzielt wurden, das von anhaltender Schwäche im Wohnungsneubau, makroökonomischer Unsicherheit und geopolitischen Belastungen geprägt war. Anders gesagt: Wienerberger hat 2025 nicht deshalb gut verdient, weil der Markt Rückenwind gab, sondern weil das Unternehmen Kosten diszipliniert gesteuert, den Produktmix verbessert und seine breitere Aufstellung ausgespielt hat. (Corporate Website)

Auch die Bilanz wirkt tragfähig, nicht makellos, aber beherrschbar. Die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei 1,636 Milliarden Euro, der Leverage bei 2,2x, das Gearing bei 58 Prozent. Das ist für einen kapitalintensiven Baustoffkonzern kein Leichtgewicht, aber auch kein Alarmzeichen. Positiv ist vor allem, dass der freie Cashflow stark war und die Nettoverschuldung gegenüber 2024 zurückging. Gleichzeitig hält Wienerberger an der Ausschüttung fest: Für das Geschäftsjahr 2025 wurden erneut 0,95 Euro je Aktie vorgeschlagen. Beim Kurs um 24,3 bis 25,4 Euro am 9./10. April 2026 ergibt das eine Dividendenrendite von grob 3,7 bis 3,9 Prozent. Das ist kein Hochdividendenwert, aber für einen industriellen Zykliker mit Investitions- und M&A-Spielraum eine respektable Ausschüttung. (Corporate Website)

Bewertungsseitig wirkt die Aktie auf diesem Niveau eher günstig bis moderat bewertet. Auf Basis eines Kurses von rund 24,2 Euro und des 2025er EPS von 1,52 Euro liegt das KGV bei rund 15,9. Rechnet man mit rund 109,5 Millionen Aktien und 1,636 Milliarden Euro Nettoschulden, kommt man auf einen Unternehmenswert von gut 4,29 Milliarden Euro; das entspricht einem EV/EBITDA von rund 5,7 auf Basis des 2025er operativen EBITDA. Für einen Konzern mit starker Marktstellung, langer Historie, solider Cashflow-Erzeugung und realistischen Chancen auf Ergebnisnormalisierung in einem besseren Bauzyklus ist das keine teure Bewertung. Der Markt zahlt hier erkennbar einen Abschlag auf die Zyklik und auf das schwache europäische Neubauumfeld. Das ist nachvollziehbar, aber aus meiner Sicht inzwischen eher zu vorsichtig als zu optimistisch. (Corporate Website)

Die operative Story für die nächsten Jahre hängt an drei Hebeln. Erstens: Erholung im Wohnungsneubau, vor allem in Europa. Hier ist Wienerberger weiter abhängig, gerade im Wand- und Ziegelgeschäft. Zweitens: weiteres Wachstum in Renovierung, Dach, Wasser- und Infrastrukturprodukten. Genau dort hat sich der Konzern in den letzten Jahren gezielt hingeschoben, unter anderem durch die Übernahme von Terreal, wodurch Wienerberger Anfang 2024 zum führenden europäischen Anbieter von innovativen Dach- und Solar-End-to-End-Lösungen ausgebaut wurde. Drittens: disziplinierte Zukäufe. Im Februar 2026 wurde der Erwerb von 50 Prozent plus einer Aktie an Italcer vereinbart, mit Option auf den Rest ab dem ersten Halbjahr 2027; im März 2026 folgte die Übernahme der schwedischen NEWS Group, um die Position im Wassermanagement in den Nordics zu stärken. Strategisch ist das stimmig: weniger Abhängigkeit vom reinen Neubau, mehr Exposure zu Renovierung, Dach und Wasserinfrastruktur. (annualreport.wienerberger.com)

Genau darin liegt aber auch das Hauptrisiko. Wienerberger ist kein defensiver Versorger und kein Burggraben-Wunder ohne Konjunkturrisiken. Wenn Europa im Wohnungsneubau länger schwach bleibt, Zinsen real hoch bleiben oder sich Renovierungs- und Infrastrukturmärkte ebenfalls abschwächen, dann wird die Ertragsnormalisierung zäher als viele hoffen. Das Management selbst erwartet für 2026 nur eine leichte Verbesserung beim operativen EBITDA auf rund 760 Millionen Euro und geht ausdrücklich nicht von einer breiten strukturellen Erholung im Wohnungsneubau aus. Das ist ein nüchterner, glaubwürdiger Ausblick und zugleich ein Warnsignal für alle, die hier auf eine schnelle Gewinnexplosion setzen. Wienerberger ist eher ein Fall für Geduld als für Euphorie. (Corporate Website)

Für einen Anlagehorizont von 5 bis 15 Jahren finde ich die Aktie trotzdem interessant. Der Grund ist simpel: Baustoffe bleiben zyklisch, aber die Kombination aus Sanierung des Gebäudebestands, Wasserinfrastruktur, Energieeffizienz, Dachsystemen und dezentralen Wasserlösungen ist strukturell brauchbarer als das alte, stark auf Ziegel und Neubau fokussierte Modell. Wienerberger profitiert nicht nur von mehr Bauen, sondern zunehmend auch von Erneuern, Modernisieren und Infrastrukturinvestitionen. Das macht die Firma qualitativ besser, auch wenn sie dadurch nicht unzyklisch wird. Ich halte Wienerberger deshalb für einen vernünftig geführten Industriewert, der im nächsten Aufschwung deutlich mehr Hebel haben dürfte, als der aktuelle Kurs suggeriert. (Corporate Website)

Mein Urteil zur Aktie per 10.04.2026 ist deshalb: eher unterbewertet als fair bewertet, aber nur für Anleger, die Zyklik aushalten können. Mein konservatives 12- bis 24-Monats-Kursziel liegt bei 28 Euro, mein Basisszenario bei 31 Euro und mein optimistisches Szenario bei 36 Euro. Im negativen Szenario, also bei anhaltender Bauflaute, Integrationsproblemen oder schwächerem Cashflow, halte ich auch Kurse um 20 bis 22 Euro für möglich. Auf 5 bis 15 Jahre sehe ich die Chance auf eine ordentliche Gesamtrendite aus Dividende, moderatem Gewinnwachstum, möglichen weiteren Portfolioverbesserungen und einer Bewertungsnormalisierung. Die Aktie ist aus meiner Sicht kein Selbstläufer, aber auf dem damaligen Niveau ein vernünftiger Kauf für geduldige Anleger, die keinen glamourösen, sondern einen industriell soliden Compounder mit Zyklik suchen.

Autor: ChatGPT

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afruman
Pipelife ziehtGroßauftrag fürWasserpipeline anLand
Wien (pta/14.12.2012/09:00) Shell bestellt bei Pipelife 27 km Spezialrohre für Wasserpipeline - Größter Auftrag des Geschäftsbereichs Soluforce seit Bestehen - Wienerberger Konzernstrategie der breiten Aufstellung und Diversifizierung bestätigt Nach den Erfolgen in Ghana und Marokko kann die Wienerberger-Tochter Pipelife, einer der führenden Hersteller von Kunststoffrohrsystemen in Europa, einen weiteren Rekordauftrag vermelden. Im Geschäftsbereich Soluforce, einem Segment für besonders widerstandsfähige Spezialrohre aus Kunststoff, konnte der wertmäßig größte Auftrag seit Bestehen unterzeichnet werden: Der Energiekonzern Shell beauftragte Pipelife mit der Lieferung von 27 km Rohren im Wert von rund 8 Mio. Euro für eine Hochdruckwasserpipeline. Pipelife´s Premiumprodukt Soluforce Heavy als entscheidender Erfolgsfaktor Der Auftrag konnte mit dem Premiumprodukt dieser Hochdruckrohr-Sparte, Soluforce Heavy, gewonnen werden. Bei Soluforce Heavy handelt es sich um ein stahldrahtverstärktes Spezialrohr, das insbesondere für Hochdruckwassereinspritzung (Salinen) entwickelt wurde. Es ist korrosionsresistent und hält auch starken anorganischen Säuren wie Chlorwasserstoff, Schwefelsäure und alkalinen Stoffen wie zum Beispiel Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid oder Ammoniaklösungen stand. Die von Shell errichtete Pipeline wird das bei der Ölförderung entstehende Wasser unter hohem Druck 27 km weit am Festland transportieren. "Mit dem gewonnenen Auftrag beweist Pipelife höchste Kompetenz in einem Feld, wo Sicherheit, Know-how und Verlässlichkeit neben einem marktkonformen Preis ausschlaggebend sind. Dieser Erfolg ist auch einer für unsere Strategie, Wienerberger durch den Kauf von Pipelife strategisch zu verbreitern", so Wienerberger Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch. Der Nenndruck des Systems beträgt 120 bar. Somit ist das Soluforce Heavy RTP mit einem Auslegungsdruck von bis zu 150 bar die perfekte Wahl für das Projekt. Außerdem wurden in einer Analyse des zu transportierenden Wassers korrodierende Elemente festgestellt - auch diesem Umstand wird mit den exzellenten Produkteigenschaften des Soluforce Heavy RTP und der Verwendung von speziellen Pressarmaturen aus rostfreiem Duplex-Edelstahl Rechnung getragen. Lieferung erfolgt im Frühjahr 2013 Die holländische Tochtergesellschaft Pipelife Nederland B.V. wird Anfang des kommenden Jahres mit der Produktion beginnen. Die Installation der Pipeline ist für das Frühjahr 2013 geplant. Laut Shell befinden sich weitere Projekte dieser Größenordnung in Planung - Pipelife freut sich bereits jetzt auf weitere Kooperationen. Konzernstrategie nachhaltig bestätigt - Pipelife bringt breitere strategische Basis für Zukunft des Konzerns Mit der Akquisition von Pipelife im Jahr 2012 wurde ein zentrales strategisches Investment für Wienerberger getätigt. Zusammen mit Steinzeug-Keramo, dem Spezialisten für keramische Rohre, Semmelrock, dem führenden Anbieter für Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa und natürlich dem Kerngeschäft Ziegel wurde so ein starkes Fundament geschaffen, um sich langfristig als Systemanbieter zu positionieren. "Wir schaffen damit eine strukturell breite Basis für die Zukunft und reduzieren die Abhängigkeit von volatileren Bereichen wie etwa dem Neubau - und dieser neuerliche Großauftrag innerhalb kürzester Zeit bestätigt uns in dieser Strategie", so Scheuch. Wienerberger mit führenden Positionen bei Ziegeln, Dachziegeln, Betonsteinen und Rohrsystemen Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent (Porotherm, Terca) weltweit und Marktführer bei Tondachziegeln (Koramic, Tondach) in Europa sowie bei Betonsteinen (Semmelrock) in Zentral-Osteuropa. Bei Rohrsystemen (Keramikrohre der Marke Steinzeug-Keramo und Kunststoffrohre der Marke Pipelife) zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern in Europa. Mit gruppenweit 226 Werken erwirtschaftete Wienerberger im Jahr 2011 einen Umsatz von 1.915 Mio. Euro und ein operatives EBITDA von 240 Mio. Euro. Im Mai 2012 konnte Wienerberger die vollständige Übernahme von Pipelife abschließen und so einen wichtigen Schritt zur Verbreiterung des Kerngeschäfts setzen. Pipelife: führender Hersteller von Kunststoffrohrsystemen in Europa Pipelife ist einer der führenden europäischen Hersteller von Kunststoffrohren und Rohrsystemen sowie Formstücken aus hochwertigen Kunststoffen mit 27 Werken in Europa sowie den USA und beschäftigt rund 2.650 Mitarbeiter in 27 Ländern. Die bedeutendsten Regionen sind dabei Nordeuropa, Benelux, Frankreich und Österreich. Das Produktportfolio von Pipelife umfasst Systemlösungen für die Bereiche Gebäudeinstallationen, Trinkwasserversorgung, Bewässerung, Abwasser- und Regenwassermanagementsysteme, Energieversorgung und Drainage sowie Spezialerzeugnisse für die Industrie. Dabei setzt Pipelife so wie Wienerberger stark auf konsequente Weiterentwicklung und Innovation des Produktportfolios. Im Jahr 2011 lag der Anteil von Produkten, die in den letzten fünf Jahren entwickelt und auf den Markt gebracht wurden, bei mehr als 20 % der insgesamt abgesetzten Menge. Für Rückfragen: Barbara Braunöck, Head of Corporate Communications Wienerberger T +43 1 601 92 - 471 | communication@wienerberger.com ------------ Charttechnisch haben wir uns nach einem Rücksetzer über 6,50 gehalten und der nächste Anlauf sollte die 7 Euro knacken.
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afruman
Charttechnisch sieht das sehr gut aus das wir
nicht mehr unter 6 Euro zurückfallen.Wie man auch sieht decken sich auch Fonds wieder ein.Bis 6,50 kann es durchaus laufen bis dahin ist Platz
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trader999
Hätte das Unternehmen diese

Probleme nicht (siehe Jahr 2007), dann wäre der Kurs vermutlich bei ca. 40-60 €. Also kaufen, wenn es keine Probleme gibt, also bei 40 €. Jeder wie er möchte.

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Gati93
Kernprobleme
Die Wienerberger AG hat im dritten Quartal weiter an der schlechten Immobilienkonjunktur in Europa gelitten, wegen eines großen Zukaufs aber ein deutlich höheres Geschäftsvolumen erzielt. Der Umsatz stieg im dritten Vierteljahr um 43 Prozent auf 755 Mio. Euro, das Ergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) stieg um 25 Prozent auf 101 Mio. Euro, teilte das börsenotierte Unternehmen Dienstagfrüh mit. Die Wienerberger hatte Anfang des Jahres die zweite Hälfte des Rohr-Joint-Ventures Pipelife erworben, das im dritten Vierteljahr zum ersten Mal voll konsolidiert wurde.
 

"In ihrem traditionellem Kerngeschäft - Ziegel - bläst Wienerberger derzeit von den Märkten starker Gegenwind entgegen", schreibt das Unternehmen. Rund 90 Prozent des Umsatzes würden in Europa erwirtschaftet, wo der für Ziegel wichtige Wohnungsneubau in nahezu allen Ländern rückläufig sei. "In einigen Märkten wird die Anzahl von errichteten Ein- und Zweifamilienhäusern in diesem Jahr sogar deutlich unter dem Niveau des Krisenjahrs 2009 liegen." Deutliche Rückgänge bei Ziegeln habe es jedenfalls in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Polen und Tschechien gegeben.

Durch die Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Pipelife hätten die Rückgänge im Ziegelgeschäft aber mehr als ausgeglichen werden können, erklärte Vorstandschef Heimo Scheuch. Mit einem Umsatz von 800 Millionen mache die Pipelife die Wienerberger Gruppe vom Ziegelproduzenten zum Baustoffkonzern. Die Wienerberger- Nettoverschuldung erhöhte sich insbesondere durch die Übernahme von Pipelife auf 749 Mio. Euro.

Scheuch erwartet auch für das Gesamtjahr, dass Umsatz- und Ergebnisrückgänge bei den Ziegeln in Europa von der Pipelife sowie durch "die positive Entwicklung in Nordamerika kompensiert werden können". Das operative EBITDA solle 2012 ungefähr auf Vorjahresniveau bleiben. In Nordamerika verbuchte die Wienerberger im bisherigen Jahresverlauf eine 40-prozentige Umsatzsteigerung und ein positives EBITDA (6 Mio. Euro). Aus den derzeit geplanten gerade umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen werden Einsparungen von rund 40 Mio. Euro bis Ende 2013 erwartet, 13 Millionen davon bereits 2012.

Für das Gesamtjahr 2012 seien zahlungswirksame Einmalkosten von rund 14 Mio. Euro sowie Sonderabschreibungen von rund 15 Mio. Euro veranschlagt. "Abhängig von der weiteren konjunkturellen Entwicklung behält sich Wienerberger die Umsetzung von zusätzlichen Optimierungsschritten vor."

Wegen der "geringen Visibilität" gab Scheuch keinen Ausblick für das nächste Jahr. Die Stärke des Wienerberger-Geschäftsmodells liege "in der Generierung von hohen Cashflows auch in einem schwierigen Marktumfeld". Im Falle eines zukünftigen Aufschwungs werde man von starkem Wachstum im Wohnbau profitieren können. Derzeit ist für ihn aber noch keine Besserung absehbar.

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Häufig gestellte Fragen zur Wienerberger Aktie und zum Wienerberger Kurs

Der aktuelle Kurs der Wienerberger Aktie liegt bei 23,80 €.

Für 1.000€ kann man sich 42,02 Wienerberger Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Wienerberger Aktie lautet WBRBF.

Die 1 Monats-Performance der Wienerberger Aktie beträgt aktuell -1,81%.

Die 1 Jahres-Performance der Wienerberger Aktie beträgt aktuell -26,26%.

Der Aktienkurs der Wienerberger Aktie liegt aktuell bei 23,80 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -1,81% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Wienerberger eine Wertentwicklung von -8,77% aus und über 6 Monate sind es -17,63%.

Das 52-Wochen-Hoch der Wienerberger Aktie liegt bei 33,50 €.

Das 52-Wochen-Tief der Wienerberger Aktie liegt bei 20,86 €.

Das Allzeithoch von Wienerberger liegt bei 37,18 €.

Das Allzeittief von Wienerberger liegt bei 11,50 €.

Die Volatilität der Wienerberger Aktie liegt derzeit bei 33,47%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Wienerberger in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 2,63 Mrd. €

Insgesamt sind 105,4 Mio Wienerberger Aktien im Umlauf.

Am 07.06.1999 gab es einen Split im Verhältnis 1:8.

Am 07.06.1999 gab es einen Split im Verhältnis 1:8.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Wienerberger bei 60%. Erfahre hier mehr

Wienerberger hat seinen Hauptsitz in Österreich.

Wienerberger gehört zum Sektor Baustoffe.

Das KGV der Wienerberger Aktie beträgt 15,43.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Wienerberger betrug 4.513.000.000 €.

Die nächsten Termine von Wienerberger sind:
  • 30.06.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Wienerberger zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 12.05.2026 eine Dividende in Höhe von 0,95 € gezahlt.

Zuletzt hat Wienerberger am 12.05.2026 eine Dividende in Höhe von 0,95 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 3,95%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Wienerberger wurde am 12.05.2026 in Höhe von 0,95 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 3,95%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 12.05.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,95 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.

Die Wienerberger Aktie ist in den folgenden 2 großen ETFs enthalten:
  1. iShares ATX UCITS ETF (DE)
  2. Xtrackers ATX UCITS ETF 1C