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WDH: VNG sieht Versorgung trotz niedriger Gasspeicher als stabil

(Im 5. Absatz wurde der fehlende Name ergänzt (Sachsens Energieminister Dirk Panter)

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LEIPZIG/DRESDEN (dpa-AFX) - Trotz vergleichsweise niedriger Füllstände in den deutschen Gasspeichern sieht der ostdeutsche Energiekonzern derzeit keine akute Gefahr für die Versorgungssicherheit. "VNG erachtet die Versorgungslage weiterhin als stabil", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Die Speicher erfüllten in der Wintersaison ihre Funktion, "sie sichern die Versorgung in Zeiten hoher Nachfrage und stellen kurzfristig Gas zur Verfügung".

Frühzeitiger Druck auf das nächste Speicherjahr

Die VNG-Speicher seien aktuell zu rund 36 Prozent gefüllt, bundesweit liege der Stand bei gut 32 Prozent (Stand: 1. Februar). Gleichzeitig beobachte man die Entwicklung sehr genau. Die Speicher seien bereits deutlich niedriger gefüllt als üblich. "Das könnte - neben der herausfordernden Marktsituation - die Befüllung für das kommende Speicherjahr zusätzlich erschweren", räumte der Gasgroßhändler ein. Eine akute Gefährdung sehe man jedoch nicht, "da prinzipiell zusätzliche LNG-Mengen zur Verfügung stehen und flexibel in das System eingebracht werden können".

Auch mit Blick auf die kommenden Wochen zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. "Nach unserer aktuellen Einschätzung kommt Deutschland angemessen durch den Winter", hieß es. Knappheiten führten allerdings zu höheren Preisen, "auch wenn diese noch weit unterhalb des Krisenniveaus 2022 liegen".

Langfristige Lieferverträge und LNG-Importe spielen nach Einschätzung von VNG eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit - insbesondere bei niedrigen Speicherständen. "Langfristige Lieferverträge, beispielsweise mit norwegischen Produzenten, sorgen zudem für planbare, verlässliche Bezugsmengen und tragen wesentlich dazu bei, Versorgungsschwankungen abzufedern und Preisspitzen zu vermeiden", erklärte das Unternehmen. LNG biete zusätzliche flexible Importmengen, während Gasspeicher auch bei niedrigen Füllständen "ein zentrales Element der Versorgungssicherheit" blieben.

Rufe nach strategischer Notreserve werden lauter

Aus der Landeshauptstadt kommen Forderungen nach stärkerer staatlicher Vorsorge. "Deutschland sollte eine strategische Gas-Notreserve anlegen", sagte Sachsens Energieminister Dirk Panter (SPD). Angesichts der nur noch zu rund einem Drittel gefüllten Speicher müsse die Bundesregierung geeignete Mittel ergreifen, um ähnliche Situationen in künftigen Wintern zu vermeiden. In einer Welt voller globaler Unsicherheit könne es sich Deutschland nicht leisten, energiepolitisch auf Sicht zu fahren.

VNG mit Hauptsitz in Leipzig betreibt nach eigenen Angaben vier Speicheranlagen: zwei in Bernburg (Sachsen-Anhalt), einen in Bad Lauchstädt (ebenfalls Sachsen-Anhalt) sowie ein weiterer Speicher im niedersächsischen Etzel./djj/DP/jha

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