Geht es nach Hedgefonds-Manager Jordi Visser, könnte der drastische Silberpreisanstieg bereits vorzeichnen, was in naher Zukunft auch auf Bitcoin zukommt. “Wenn es das nächste Mal passiert, dass der BTC-Kurs über 100.000 US-Dollar steigt, wird er sich nicht mehr umkehren.” Im Gespräch mit Podcaster Anthony Pompliano erklärt er, dass es zu einem Breakout kommen könnte, bei dem Ethereum aber aufgrund der “Utility-Phase” zunächst Bitcoin vorauseilt, grob vergleichbar mit dem Verhältnis von Silber zu Gold.

Weil er von einem Short Squeeze überzeugt ist, hat Visser nach eigenen Angaben “in den letzten zwei Monaten mehr Bitcoin gekauft als jemals zuvor in meinem Leben”. Zwar sei nicht abzuschätzen, ob der rasante Kursanstieg in diesem oder erst im nächsten Jahr stattfinden werde. Aber das stört den Krypto-Experten nicht: “Es ist mir egal, ob der [Bitcoin-]Kurs zuerst auf 75.000 US-Dollar fällt. Was mich interessiert, ist, dass ich nicht hinterherlaufen möchte, wenn er bei 300.000 US-Dollar steht […]. Sobald etwas in diesen ‘Banana Zones’ schnell steigt, hat man keine Chance mehr, hinterherzukommen.” Kurz nach der Veröffentlichung des Interviews fiel die Krypto-Leitwährung sogar bis auf 60.000 US-Dollar und handelt im Moment des Schreibens bei 69.100 US-Dollar.
Zuvor hatte Visser betont, dass Bitcoin aufgrund seiner Eigenschaften langfristig zu den größten Gewinnern einer durch KI explodierenden Produktivität zählen dürfte. Der entscheidende Vorteil von Bitcoin gegenüber zahlreichen etablierten Fiat-Assets, aber auch Gold und Silber: die absolute Knappheit. Im Gegensatz zu den beiden Edelmetallen, die bei hoher Nachfrage auch in größerer Menge abgebaut werden könnten, gibt es nur 21 Millionen BTC, von denen 95,1 Prozent bereits im Umlauf sind.
Vor allem die in den zurückliegenden Jahren stark performenden Aktien der Tech-Riesen könnten unter Druck geraten, weil ihre Geschäftsmodelle primär auf Software basieren und nicht auf physischen, nur begrenzt verfügbaren Gütern. Ausgerechnet die Firma hinter ChatGPT nennt er jetzt als ein mahnendes Beispiel: “Das Problem mit OpenAI ist letztendlich der unbegrenzte Wettbewerb. Sie hatten einen riesigen Vorsprung. Normalerweise gewinnt man, wenn man einen solchen Vorsprung hat und sich die Markenbekanntheit gesichert hat […]. Sie haben ihn in weniger als einem Jahr verloren.”
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
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Eine ernsthafte Bitcoin-Gefährdung durch die rapide Entwicklung bei Quantencomputern sieht Visser hingegen nicht. Sein Argument: “Wenn ein Nationalstaat quantenfähig wird, warum sollte er sich dann um Bitcoin kümmern? Man könnte sich Zugang zu Bankkonten verschaffen und das 20-Fache der Summe in den USA abheben.” Im Vergleich zu vielen den anderen Vermögenswerten der Welt sei Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von derzeit 1,4 Billionen US-Dollar noch immer winzig.
Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangte jüngst auch Strategy-Gründer Michael Saylor, der von einem “Quanten-Upgrade” bei Bitcoin ausgeht, dass die Kryptowährung vor solchen Angriffen schützen und sogar einen bullishen Effekt haben könnte, weil es eine massive Deflation auslösen würde. Als größten Risikofaktor für Bitcoin nennt er stattdessen “ehrgeizige Opportunisten, die sich für Protokolländerungen einsetzen”. Mehr über den Werdegang von Michael Saylor und die Anfänge seiner berüchtigten Treasury-Firma erfahrt ihr in diesem BTC-ECHO Video:

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