Goldminen-Aktien lassen den S&P 500 klar hinter sich. Rekordpreise bei Gold, Silber und Kupfer treiben die Kurse – doch ob die Rallye weitergeht, hängt an einer entscheidenden Frage.
Gold, Silber (Silberpreis) und andere Rohstoffe erleben einen kraftvollen Beginn in 2026 – und das schlägt sich nicht nur im Metallpreis selbst nieder, sondern verstärkt auch in den Kursen der produzierenden Unternehmen. Investoren suchen verstärkt Absicherung in realen Werten, und Goldminenwerte zählen zu den größten Profiteuren dieser Entwicklung. Laut Bloomberg-Daten hat der branchenrelevante Minenindex bereits deutlich zugelegt.
Der NYSE Arca Gold (Goldkurs) Miners Index ist in diesem Jahr um rund zwölf Prozent gestiegen, während der Goldpreis selbst um knapp sieben Prozent höher notiert – und der breite US-Aktienmarkt, gemessen am S&P 500, mit unter einem Prozent fast stagniert.
Warum laufen die Produzenten stärker als das Metall? Das lässt sich einfach erklären: Steigt der Goldpreis, wirken sich höhere Erlöse meist schneller und stärker auf die Gewinnmargen der Minenkonzerne aus als auf ihre Kostenbasis. Diese operativen Hebel – also der prozentual größere Gewinnanstieg im Vergleich zum Metallpreis – sorgen dafür, dass Aktien von Förderunternehmen oft stärker steigen als das physische Gold selbst.
So konnten größere Produzenten wie Newmont und Agnico Eagle Mines ihre Aktienkurse im laufenden Zyklus mehr als verdoppeln – ein kräftiger Vorsprung gegenüber dem Goldpreis, der „nur“ im mittleren zweistelligen Bereich zulegte.
Die große Frage für Anleger: Was passiert mit den Gewinnen? Dass Minengesellschaften in Zeiten hoher Preise Gewinne einfahren, ist klar – entscheidend ist aber, wie sie diese Mittel verwenden. Investoren begrüßen in der Regel steigende Ausschüttungen in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen. Ebenso akzeptiert wird disziplinierte Reinvestition in das Kerngeschäft, wenn sie langfristigen Wert schafft. Teure Übernahmen am Höhepunkt des Zyklus hingegen haben in der Vergangenheit oft zu Kursenttäuschungen geführt.
Silber und Kupfer im Blickfeld Nicht nur Gold steht im Fokus: Silber profitiert von seiner eigenen Preisdynamik, die bei steigender Volatilität die Gewinne der Produzenten noch verstärken kann. Und Kupfer gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Unterbrechungen im Angebot und eine gesteigerte Nachfrage – etwa aus den USA – die Preise nach oben treiben.
Wie geht es weiter mit den Preisen? Einige Analysten gehen davon aus, dass der Goldpreis bis Ende 2026 weiter steigen könnte – manche Analysten sehen sogar Kursziele um 5.000 US-Dollar je Feinunze. Allerdings könnten Faktoren wie robuste Aktienmärkte, ein stärkerer US-Dollar oder eine Pause bei Zinssenkungen der US-Notenbank den Aufwärtstrend zeitweise bremsen.
Fazit: Die hohe Nachfrage nach Rohstoffen und der Sicherheitsaspekt von Edelmetallen treiben momentan nicht nur Gold selbst, sondern vor allem die Aktien der Minengesellschaften an. Entscheidend bleibt jedoch, wie diese Unternehmen ihre gestiegenen Einnahmen einsetzen.
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