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Verivox: Strompreise für Neukunden um 16 Prozent gestiegen

HEIDELBERG (dpa-AFX) - Die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Gaspreise im Großhandel sorgen laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox nun auch bei den Strompreisen für Neukunden für einen deutlichen Anstieg. Seit Ausbruch des Konflikts seien die günstigsten Stromtarife für Neukunden im bundesweiten Durchschnitt um rund 16 Prozent teurer geworden, berichtete Verivox. "Das aktuelle Preisniveau entspricht dem von Oktober 2025, kurz bevor die Strompreise durch einen milliardenschweren Bundeszuschuss zu sinken begannen", erklärte ein Sprecher.

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Ein Strommast auf einem Deich (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Das Portal nannte als Beispiel die Stromkosten eines Haushalts mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh). Im Februar 2026 zahlte er demnach im günstigsten Stromtarif mit zwölfmonatiger Preisgarantie rund 24,2 Cent pro Kilowattstunde. Aktuell liege das günstigste Angebot im Bundesschnitt jedoch bei rund 28 Cent je Kilowattstunde, also rund 16 Prozent höher.

Gaskraftwerke wirken häufig preissetzend

"Dieser Preisanstieg ist in erster Linie auf die höheren Gaspreise seit Anfang März zurückzuführen", so Verivox. Zwar seien 2025 nur rund 17 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms in Erdgaskraftwerken produziert worden. Gaskraftwerke wirkten an der Strombörse jedoch häufig preissetzend, obwohl ihr Beitrag vergleichsweise gering sei. So sei Strom, der im April 2026 geliefert werde, seit Beginn des Iran-Kriegs zeitweise um über 20 Prozent teurer geworden. "Solche Preisanstiege wirken sich am schnellsten auf die Angebote für Neukunden aus, denn hier wird besonders kurzfristig kalkuliert", erklärte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck.

Bei den Bestandskunden sehe man bisher noch keinen Anstieg. "Wenn die internationalen Energiepreise jedoch auf dem hohen derzeitigen Niveau bleiben, werden auch die Bestandskunden in Deutschland Preiserhöhungen erhalten."

Auch bei den Gaspreisen für Haushalts-Neukunden hatte Verivox in den vergangenen Wochen im Schnitt einen deutlichen Anstieg der jeweils günstigsten Tarife festgestellt./tob/DP/nas

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