Ein frisch gezapftes Bier (Symbolbild).
Quelle: - © Givaga / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 347

Veltins wächst trotz historischem Absatzminus der Branche

MESCHEDE (dpa-AFX) - Im stark rückläufigen deutschen Biermarkt hat die Brauerei Veltins so viel Bier und alkoholfreie Getränke verkauft wie noch nie. Der Absatz stieg 2025 leicht um 0,3 Prozent auf den Höchstwert von rund 3,37 Millionen Hektolitern, teilte das Familienunternehmen mit. Der Umsatz nahm leicht um 0,4 Prozent auf 461 Millionen Euro zu. Zum Gewinn macht Veltins keine Angaben.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Brauerei-Chef Volker Kuhl sprach von einem krisengeschüttelten deutschen Biermarkt. Der Gesamtabsatz von alkoholhaltigem Bier dürfte 2025 um mehr als sechs Prozent geschrumpft sein. Der Mengenverlust von etwa 5 Millionen Hektolitern in nur einem Jahr sei der höchste seit 75 Jahren. Das Wachstum bei alkoholfreien Bieren habe nur etwa ein Drittel des Verlustes bei alkoholhaltigen Bieren abfedern können. Etwa zwei Drittel seien unwiederbringlich verloren.

Nach der Marktanalyse von Veltins ist der Bierabsatz 2025 in allen wichtigen Absatzkanälen geschrumpft: im Handel um 4 Prozent (2,7 Millionen Hektoliter), in der Gastronomie um 8 Prozent (1,3 Mio hl) sowie im Export um 7 Prozent (1 Mio hl). Die Konsumkrise schlage auch über die Gastronomie auf die Brauer durch. Statt Lebensfreude sei vielerorts eher Zurückhaltung zu spüren.

Der gesunkene Bierkonsum hat auch in den Geschäftszahlen von Veltins Spuren hinterlassen: Der Absatz der Stammmarke Veltins Pilsener ging um 1,8 Prozent zurück. Dagegen verzeichnete die im Hochsauerland angesiedelte Brauerei ein Absatzplus von 13,6 Prozent bei ihrer Hellbier-Marke Pülleken sowie von gut 10 Prozent bei alkoholfreien Produkten, die mit Augenmaß erweitert würden.

Veltins gehört zu den beliebtesten Biermarken in Deutschland. Kuhl geht davon aus, dass die Privatbrauerei im anstehenden neuen Ranking des Magazins "Inside" für 2025 zumindest den dritten Platz nach Krombacher und Bitburger gehalten haben dürfte oder sich sogar auf Platz 2 verbessert haben könnte./vd/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend